Grundlegend neue Erkenntnisse

in

Physik, Chemie und Himmelsmechanik

von

Julius Zoller

Dieses Buch wurde vom Autor unter Vorbehalt seines Copyrights 1962 im Selbstverlag, Am Burgweg 13, Karlsruhe, als Manuskript

veröffentlicht und gedruckt von Fritz Weber, Reprografischer Betrieb, Karlsruhe

Wer über den Autor oder seine Rechtsnachfolger Auskünfte erteilen kann wendet sich an

PAF Verlag, CH-4002 Basel

Vorrede des Herausgebers

Seine universelle Theorie der Wirbelkinematik veröffentlichte Ing. Julius Zoller als Manuskript im Selbstverlag, vermutlich weil sich kein wissenschaftlicher Verleger dafür finden liess. Gleichwohl handelt es sich bei seiner Erklärung um die eindrücklichste – und zugleich auch die einfachste und einheitlichste – Darstellung der energetischen und materiellen Zustände im Universum. Im Wettstreit mit allen anderen Ansätzen, zu einem verständlichen Bild des Universums zu gelangen (etwa dem Toten Gravitations-Universum: TGU der Lehrmeinungen), beschreibt Zoller’s Theorie also das

Elektrische Vortex Universum

und wird deshalb im Rahmen der RMNG (Rekonstruktion der Menschheits- & Naturgeschichte) als Theorie des EVU referiert. Zusätzliche Bestätigung findet das EVU noch im Bereich der Wirbeltheorie des Wassers von Viktor Schauberger, die gleichfalls schon in den Zwanziger- und Dreissigerjahren entstand.

Zoller’s Manuskript ist gewiss als einzigartiger Fund anzusehen und verdiente es, unbeschränkt Eingang in die Forschung zu finden. Allerdings kann dies nur tagträumerisch angedacht werden, da die milliardenverbrauchenden Physiker- und Astronomengilden natürlich niemals auf ihre Pfründen Verzicht leisten wird. Allenfalls die gegenwärtig entbrennende Interessengruppe der Asteroideneinschlagforscher könnte die Gelegenheit zur Untersuchung neuer elektrischer anstatt nuklearer Abwehrmassnahmen wahrnehmen – aber auch dort wird kaum mit ernsthaftem Widerstand gegen die Lehrmeinung und der ihr verbundenen Rüstungsindustrie zu rechnen sein.

1. 5. 54UK (Juli 1998XK) Christoph Marx


Inhalt

Vorwort *

Inhaltsangabe *

Erster Teil *

Die Wirkungsweise der Induktion *

Die Wirkungsweise der Induktion *

Die Entstehung des Süd- und des Nordpols *

Das Gesetz der Abstossung *

Die Entstehung des Ringsystems der um einen Stromleiter gruppierten Eisenspäne *

Das Gesetz der Induktion des Stromleiters *

Extrastrom *

Die Wirkungsweise der Induktion des unterbrochenen Gleichstroms *

Die Wellenbewegung der Kleinstteilchen *

Die tiefere Begründung des Coulomb’schen Gesetztes *

Das Ohm’sche Gesetz *

Die Ursache der Querschnittsvergrösserung und Längenverkürzung der Kraftlinien *

Der Elektromagnet *

Der permanente Magnet *

Das inhomogene Wirbelfeld des permanenten Magneten *

Der experimentelle Nachweis der Wirbelsteigerung beim Stabmagnet *

Die Ursache der Eisenspangruppierung im magnetische Feld *

Das Induktionsgesetz des permanenten Magneten *

Beweis für das Vorhandensein der Wirbelstaueffekte *

Die Wirkungsweise des Transformators *

Der Skineffekt *

Der Induktionsvorgang bei der stromerzeugenden Maschine *

Die Induktion des erdmagnetischen Feldes *

Das Induktionsprinzip der Fernsendung und des Fernempfangs *

Der Grosswirbel der Erde *

Die Strömungsrichtung des Grosswirbelfeldes der Erde *

Der Grösstwirbel der Sonne *

Die Störungen des Grösstwirbels *

Registrierender, erdmagnetischer Differenzialmotor *

Die aktuelle Sonnen- und Erdenelektrizität *

Die Eigenschaften der aktuellen Sonnenelektrizität *

Das Wesen der Wärme und der Kälte *

Die Ursache des elektrischen Leitungswiderstandes und der Wärmeleitung *

Die Zu- und Abnahme des elektrischen Widerstandes bei Temperaturerhöhung *

Das Gesetz der thermoelektrischen Spannungsreihe *

Das Wesen der Thermoelektrizität *

Die Ursache der Verschiebung der heissesten und der kältesten Tage des Jahres *

Der Einfluss der aktuellen Sonnenelektrizität auf die Grosswetterlage *

Wolken- und Hagelbildung *

Die Ursache des absoluten Nullpunktes *

Zusammenfassung *

1. Anpressung (Anziehung) und Abstossung *

2. Elektrizität *

3. Potentielle und aktuelle Erdenelektrizität *

4. Erdmagnetisches Feld *

5. Induktion *

6. Potentielle und aktuelle Mondenelektrizität *

7. Negative Elektrizität *

8. Planetarischer Nullpunkt *

9. Positive und negative Elektrizität *

10. Potentielle und aktuelle Sonnenelektrizität *

11. Wärme *

12. Ausblicke zu neuen Aufgaben *

Zweiter Teil *

Das Urphänomen der Substanzbildung *

Die Entstehung der Substanz *

Die Ursache der periodischen Systeme der Elemente *

Zusammenfassung *

Dritter Teil *

Die Wirkungsweise der Schwerkraft *

Das Gesetz der Schwerkraft *

Die Ursache des Atomgewichtes und der Fallbeschleunigung *

Das Gravitationsgesetz *

Die Gravitationskonstante *

Vierter Teil *

Das Wesen und die Fortpflanzung des Lichtes *

Das Wesen und die Fortpflanzung des Lichtes *

Das Urphänomen des Lichtstrahles *

Brechung des Lichtes *

Arten der Lichtbrechung *

Die Entstehung des Spektrums im Prisma *

Die Entstehung der Normalspektren *

Reflexion des Lichtes *

Die Ursache der Reflexion *

Das Radiometer *

Die Goethe’sche und die Newton’sche Lichtauffassung *

Ein neuer Vorschlag zur Messung der Lichtgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Erdumdrehung *

Zusammenfassung *

1. Licht *

2. Lichtfortpflanzung *

3. Lichtgeschwindigkeit *

Fünfter Teil *

Die Bewegungsursache der Himmelskörper *

Die Bewegungsursache der Himmelskörper *

Die Entstehung unseres Sonnensystems *

Das Geheimnis der Sonnenflecken *

Der Grösstwirbel der Sonne *

Die Grosswirbel der Planeten *

Die Kleinwirbel der Monde *

Die polare Stellung der Planeten und der Monde zur Sonne *

Die Ursache des Umlaufes der Planeten und der Monde um die Sonne *

Die Entstehung der elliptischen Planetenbahnen *

Die Ursache des Zodiakallichtes und des Polarlichtes *

Die Sonnenflecken-Maximaljahre *

Die Ursache der Umdrehung der Sonne, der Planeten und der Monde um ihre eigene Achse *

Die wahre Ursache von Ebbe und Flut *

Das Gesetz der wahren Mondbahn *

Die Sonderstellung des Uranus *

Die Ursache der Rückläufigkeit einiger Monde *

Die Kometen und ihre Schweifbildung *

Die Kometenbahnen und die Rückläufigkeit einiger Kometen *

Die Spiralnebel *

Das Milchstrassensystem *

Vorschlag zum Bau eines strömungsgebundenen Kleinst-Satelliten als Antischwerkraft-Flugkörper *

Ausklang *


Vorwort

Unter den Welträtseln ist die spannendste Frage die nach dem Ursprung und Wesen der Materie, eine Frage, auf die als Antwort nicht nur das Ignoramus, sondern auch das Ignorabimus nach dem heutigen Stand der Wissenschaft gegeben werden kann. Es ist merkwürdig, dass das Erforschen der Materie trotz eines Bücher füllenden Wissens von ihren Erscheinungen, Beziehungen und Gesetzen diese Rätselhaftigkeit des Wesens der Materie unbeachtet gelassen, Fernstes und, man möchte sagen, nur Selbstverständliches wissenschaftlich behandelt hat. Aber das Rätselhafte der Materie darf nicht davon abhalten, sich weiter mit ihm zu beschäftigen, um nach und nach die Lücke in unserem Wissen von dem Wesen der Atome zu füllen. Was sind Atome? Was ist Kraft, wie und wo ist ihr Ursprung? Wie ist der Kosmos entstanden und welche Grundgesetze gelten für ihn? Das sind alles Fragen, die auch gegenwärtig noch nicht abschliessend beantwortet werden können. Aber gerade das Ungewisse drängt uns, zur Gewissheit zu kommen, sei es auf philosophischem, sei es besonders auf physikalischem Wege. So wurde auch aus einem solchen Drange in der Philosophie des 17. Jahrhunderts und in der Chemie der Atombegriff von neuem Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Wohl erkannte man, dass Stoffe verschieden sind, weil sie aus verschiedenen Atomen bestehe, die in ihren chemischen Verbindungen verschiedene Kombinationen eingehen. Aber was sind Atome? Nach der Gestaltung der Körper im Grossen kann die klassische Physik analog die Gestaltung der Atome nur als eine Ballung verschieden träger und schwerer Körper kleinsten Ausmasses erklären. Wie die Einengung des Materienbegriffes auf träge und schwere Masse in der Mechanik, so wurde auch die Erklärung der Gasmaterie aus kleinsten Masseteilchen die Grundlage für die Gastheorie und weiterhin die Erklärung der Wärme als einer ungeordneten Bewegungsenergie der Moleküle und Atome in der Wärmetheorie. Aber wie fruchtbar auch das Erkennen der Mechanik des Kleinen war, so rätselhaft blieb das Atom seinem innersten Wesen nach. Es lag nahe, ein Kraftzentrum in ihm zu sehen. Aber wird dadurch nicht das Rätselhafte des Atoms bloss in den Kraftbegriff verlegt? Welchen Wandlungen war nicht auch die Lehre von der Elektrizität und vom Licht unterworfen! Es gibt Beweise für die Teilchen- und Wellennatur des Lichtes. Das Rätsel der Doppelnatur des Lichtes und der Materie beherrscht noch die gegenwärtige Physik. In der Elektrizitätswissenschaft musste man die Äthertheorie verlassen. So auch hat sich die allgemeine Relativitätstheorie von der veralteten Auffassung der Gravitation abgekehrt. Sie ist ihrem Inhalt nach eine Gravitationstheorie, die den Gedanken durchführt, dass das Gesamtfeld der Materie alle Messungen beeinflusst, als ob von Ort zu Ort verschiedene Massstabswerte gälten. In der Physik des Kleinen und des Kleinsten gelangt man zu Ergebnissen, die man nur als Wahrscheinlichkeitsgleichungen für zu erwartende Ergebnisse ansprechen kann. Freie Materie? Dem kann nicht widersprochen werden, weil wir eben von ihrem Wesen nur ein unvollkommenes Wissen haben. Was im Mikrokosmos gilt, kann auch im Makrokosmos, so über die Entstehung der Gestirne und vom Werden und Wesen des Kosmos mit Recht angenommen werden. Auch der Makrokosmos birgt noch viele ungelöste Fragen. Die Physik war die Führerin auf dem Wege zur Behandlung und etwaigen gültigen Beantwortung aller dieser Fragen. Sie ist von der trägen und schweren Masse, von der polaren elektrischen Ladung, von der Atomistik in allen Phasen, über die Lehre vom Äther und vom metrisch geprägten Raume bis zur Quantenmechanik mit ihrer Doppelnatur von Welle und Teilchen immer wieder und immer mehr der alten Aristotelischen Lehre nahegekommen, dass der Materie in ihrer körperhaften Form als Vorstufe ein nur potentieller Seinsdrang zugrunde liegt, eine Seinsfähigkeit zu allem Möglichen, eine Stufe zwischen Sein und Nichtsein, ein noch unbestimmtes, nicht individualisiertes, unerfülltes Sein.

Schon seit vielen Jahren hat der Verfasser dieses Buches nach einer endgültigen Erklärung der Erscheinungsformen der Elektrizität und des Magnetismus geforscht. Seit dem Jahre 1925 führte er beide, wie Maxwell, auf die Aero- und Hydromechanik zurück. Er baute hierbei auf den Magnuseffekt weiter auf, und er konnte diese von ihm erkannte und als Wirbelgesetz benannte Gesetzmässigkeit auf die elektrischen Vorgänge übertragen. Mann kann hierzu sagen, dass die feststehenden Grundgesetze – so das Ohm'sche, das Coulomb'sche, die Maxwell'schen Gleichungen usw. – der Zoller'schen Auffassung dieser Vorgänge nicht widersprechen. Es wurde auch von ihm versucht, die verschiedenen Teile der naturwissenschaftlichen Erkenntnis auf eine gemeinsame Grundlage zu bringen, so die Schwerkraft, die Bewegung der Planeten, die Ausbreitung, Brechung und Interferenz des Lichtes usw. Nach der Auffassung Zoller's unterliegen die Spiralnebel im Makrokosmos dem gleichen Wirbelgesetz, dem die Induktion im Kleinsten unterworfen ist. So gibt der neuartige Erklärungsversuch, was Materie ist, die oder eine Antwort auf die offenen und bis heute wissenschaftlich noch ungelösten Fragen. Es soll hier nicht darüber gestritten werden, ob die Zoller‘sche Auffassung die endgültige sei. Mit der Herausgabe dieses Buches wird ein neues Ideengut der Öffentlichkeit übergeben.

O. C. Hilgenberg, H. Fricke, E. Ruckhaber, F. Fehse u. a. sind später als J. Zoller zu ähnlichen Ergebnissen auf einem Teilgebiet gekommen. Sie haben darüber seit dem Jahre 1933 berichtet. J. Zoller gab im Jahre 1930 eine Schrift mit dem Titel "Die effektiven magnetischen Strömungen des Magneten und der Erde" heraus. Dieser Schrift legte er seine Gedanken über die Wirbelkinematik erstmalig zugrunde. Das vorliegende Buch erhebt keinen Anspruch auf Vollkommenheit. Es will nur wissenschaftlich Tätige zur Stellungnahme und Mitarbeit anregen. Der Verfasser will auch nicht zu der Wandlung der erkenntnistheoretischen Situation unserer Zeit Stellung nehmen, zu einer Wandlung, die durch die Ergebnisse neuer Forschung in der Naturwissenschaft, vor allem durch die Relativitätstheorie, die Wellen- und Quantenmechanik und die Kernphysik hervorgerufen ist. Durch zahlreiche neue Experimente und eigene Intuition sucht er den Schlüssel zur Erklärung der Zusammenhänge im Mikro- und Makrokosmos. Nach ihm ist die Entdeckung vieler Erscheinungsformen durch die moderne Physik dem vervollkommneten und verfeinerten Instrument durch die unmittelbare Anschaulichkeit zu verdanken. Er will mit seinen Ausführungen keineswegs den Boden der klassischen Physik verlassen. Er sieht vielmehr in der Vorstellung das Primäre und Grundlegende.

Dr. Ing. R. Beck


Erster Teil

Die Wirkungsweise der Induktion

Die Wirkungsweise der Induktion

 1 2

 3 4

Unsere heutigen Vorstellungen von den Kraftlinien magnetischer und elektrischer Felder gründen sich in der Hauptsache auf die Eisenspanbilder permanenter und temporärer Magnete sowie stromführender Leiter. Die charakteristischen Eisenspanbilder, welche entstehen, wenn man Eisenspäne auf Papier oberhalb eines Magneten oder eines Stromleiters streut, veranschaulichen schematisch die Abbildungen 1 bis 4. Da diese sogenannten Kraftlinien in der gesamten Physik keine ähnlichen Vorgänge bzw. Entsprechungen aufzuweisen haben, nehmen sie auch innerhalb der Wissenschaft eine noch unbegründete Sonderstellung ein. Da man also mit diesen Kraftlinien-Gebilden keinerlei Vergleiche mit anderen physikalischen Vorgängen anstellen kann, so weiss man auch bis heute mit diesen Gebilden noch nichts Rechtes anzufangen. Aber gerade von der richtigen Deutung dieser Gebilde hängt die Lösung des gesamten magnet-elektrischen Erscheinungskomplexes ab. Ja, wer diese Kraftliniengebilde richtig zu deuten versteht, der hat gleichsam den Schlüssel zu allen Erscheinungs- und Bewegungsformen der Physik, Chemie und der Himmelsmechanik in der Hand. Unsere Vorstellungen über diese Kraftlinien-Systeme führten uns gleich bei dem Grund- und Ausgangsproblem der Elektrizitätsforschung in eine Sackgasse, aus der wir uns bis heute noch nicht herausfinden konnten. Was hätten wir wohl über die Ursache des Magnetismus und dessen Erscheinungsformen gedacht, wenn wir nicht die allzu anschaulichen Eisenspanbilder zur Verfügung gehabt hätten. Ganz bestimmt wären wir so ohne weiteres nicht auf die Vorstellungen der Kraftlinien-Anordnungen magnetischer und elektrischer Felder gekommen, wenn wir nicht geradezu handgreiflich auf diese Ideen verwiesen worden wären. Vielleicht hätten wir ohne das Charakteristikum der Eisenspanbilder Hypothesen aufgestellt, welche parallel zu bekannten Vorgängen der Physik mehr den tatsächlichen Verhältnissen entsprochen hätten.

In den folgenden Ausführungen soll nun versucht werden, ein anschauliches Bild über das Zustandekommen der charakteristischen Eisenspanbilder zu gewinnen.

Betrachtet man die Entstehung der Eisenspanbilder als Folge einer Strömungsgesetzmässigkeit analog der Äro- und Hydrodynamik, dann gewinnt man anstelle der abstrahierten Sonderstellung der Kraftliniengebilde ganz konkrete Vorstellungen von Wirbeln und deren Strömungs- und Stauungseffekten.

Überall haben wir in der Natur inhomogene Strömungsfelder zu verzeichnen, d. h. überall, wo beispielsweise Luft- oder Wasserströmungen auftreten, finden wir keine gleichförmigen homogene, sondern ungleichförmige, inhomogene Strömungsgeschwindigkeiten vor. Diese ungleichen Strömungsgeschwindigkeiten, welche durch Reibung oder sonstige Widerstände entstehen können, haben stets eine Wirbelbildung zur Folge, was man auch bei Wind- und Wasserströmungen sehr leicht beobachten kann. Man kann sagen, überall, wo inhomogene Strömungsfelder vorhanden sind, ist auch die Grundlage für Wirbelbildungen gegeben. Was hat es nun aber mit den Wirbeln für eine Bewandtnis? Vor vielen Jahren erregte in der gesamten zivilisierten Welt das Flettner’sche Rotorschiff grosses Aufsehen. Es handelt sich hierbei um ein Schiff, das statt mir Segeln mir rotierenden Zylindern ausgestattet ist. Lässt man nämlich einen Zylinder in einer Strömung rotieren, dann erzeugt man innerhalb dieser Strömung ein Wirbelfeld, weil das den Zylinder umgebende Medium durch die Reibung am Zylinder von demselben in gleicher Drehrichtung mitgerissen wird.

 5

Die Abb. 5 veranschaulicht das Prinzip des Flettner-Rotors. Die Luftströmung ist durch einfach Pfeile gekennzeichnet. Innerhalb dieser Strömung dreht sich in der kreisförmig eingezeichneten Pfeilrichtung ein Zylinder. Die an den Zylinder sich anschmiegende Luft wird von diesem durch Reibung in gleicher Bewegungsrichtung mitgerissen. Nun tritt folgender Effekt in Erscheinung:

Auf der linken Seite bewegt sich der Zylinder in gleicher Richtung wie die Strömung der Luft, aber auf der gegenüberliegenden rechten Seite ist die Luftströmung der Drehrichtung des Zylinders entgegengesetzt. Da auf der linken Seite die Geschwindigkeiten zunehmen, während dieselben auf der rechten, gegenüberliegenden Seite durch die hier herrschende Gegenströmung herabgesetzt werden, so hat dies zur Folge, dass links gewissermassen ein Sog und rechts ein Druck bzw. Verdichtung entsteht. Diese Erscheinung ist in der Physik als Magnuseffekt bekannt. Der Zylinder hat nun das Bestreben, sich von der Druckseite nach der Sogseite hin zu bewegen. Streng genommen haben wir hier ein inhomogenes Feld künstlich erzeugt, denn auf der Sogseite haben wir grössere Geschwindigkeiten als auf der Druckseite.

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Die folgende Abb. 6 zeigt nunmehr ein natürliches, inhomogenes Feld, und zwar verursacht durch einen Wasserstrahl, sagen wir einer Feuerspritze. Die umgebende Luft des Wasserstrahles wird nun vom Wasserstrahl in gleicher Bewegungsrichtung mitgerissen; in unmittelbarer Nähe des Strahles mit grösserer Geschwindigkeit und mir der Zunahme des Abstandes vom Wasserstrahl mit geringerer Geschwindigkeit. Man kann sagen: Mit der umgekehrten Entfernung vom Wasserstrahl nimmt auch die Geschwindigkeit der mitgerissenen Luft ab. Wir haben also hier ein ausgesprochen inhomogenes Strömungsfeld der Luft vor uns. Bringen wir nun in dieses inhomogene Strömungsfeld einen Gegenstand, etwa einen Zylinder oder eine Kugel, dann tritt hier, genau wie beim Flettner-Rotor, der Magnuseffekt in Erscheinung. Es entsteht nämlich hier infolge des inhomogenen Feldes eine Wirbelbildung, und zwar sind hier auf dieser dem Wasserstrahl zugekehrten linken Kugelseite die grösseren und auf der rechten Kugelseite die geringeren Strömungsgeschwindigkeiten. Die Folge hiervon ist nun, dass auch hier ein Sog und ein Druck entstehen, deren Effekt den Zylinder oder die Kugel quer zur Strömung, also gegen den Wasserstrahl bewegt. In beiden Beispielen ist also der Magnuseffekt wirksam. Um den Zylinder oder der Kugel zur Strömungsrichtung eine Querbewegung zu erteilen, ist es also gleichgültig, ob man diese in einem homogenen Feld in Drehung versetzt, oder dieselben in einem inhomogenen Strömungsfeld nicht rotieren lässt.

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Betrachten wir nun unter diesem Gesichtspunkt des inhomogenen Strömungsfeldes einen elektrischen Stromleiter nach der folgenden Abb. 7, indem wir annehmen, dass dasjenige, was wir um einen Stromleiter herum als elektromagnetisches Feld in seiner Wirkung wahrnehmen, nichts anderes sei, als eine schwache äussere parallele Fortsetzung des inneren Stromflusses, dann finden wir, sobald wir in dieses Strömungsfeld ein Eisenteilchen hineinbringen, dieselben rechtwinkligen Bewegungserscheinungen wie in den soeben beschrieben Beispielen bei Wasser- und Luftströmungen. Dasjenige, was hier als Strömung bezeichnet wird, bittet der Verfasser zunächst als ein hypothetisch angenommenes "strömendes Etwas" hinzunehmen, bis an geeigneter Stelle die erforderlichen Voraussetzungen zu einer näheren Erläuterung gegeben sind. Man wird hier vielleicht versucht sein, zu entgegnen, man könne ausserhalb des Stromleiters in keiner Weise von einem Stromfluss reden, da man mit den feinsten Instrumenten noch keine Strömung nachweisen konnte. Warum aber eine Messung nicht möglich ist, wird verständlich, wenn man sich das Feld mit Wirbelkernen angefüllt denkt, welche bei gleichmässigem Stromfluss in einem statischen Zustand verharren. Die folgenden Ausführungen werden das Gesagte noch näher zu erläutern versuchen.

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Bringen wir nach Abb. 8 auf eine rechtwinklig zum Stromleiter gedachte Ebene nebeneinander eine Anzahl ferromagnetischer Substanzen (Eisenteilchen), dann ergibt sich die Tatsache, dass ein Süd- und ein Nordpol entstehen.

Die Entstehung des Süd- und des Nordpols

Die einzelnen Substanzen, welche auf der Zeichnung als ferromagnetische Zylinder gedacht sind, werden jeweils von einem Wirbel in gleicher Drehrichtung umströmt, und zwar, wie aus Abb. 8 hervorgeht, diejenigen Zylinder auf der rechten Seite vom Stromleiter im Sinne des Uhrzeigers, und diejenigen auf der linken Seite entgegengesetzt. Auf dieser Gegenläufigkeit der Strömung wollen wir in den weiteren Darlegungen die Polarität auffassen, welche in allen einschlägigen Abbildungen und Projektionen mit einem weissen Halbzylinder als Südpol und mit einem schwarzen Halbzylinder als Nordpol bezeichnet wird. Als Südpol bezeichnet der Verfasser denjenigen Pol, welcher nach dem Nordpol der Erde zeigt, genauso wie es auch in einigen anderen Ländern üblich ist. Diese Massnahme wurde nicht willkürlich vorgenommen, sonder war bedingt durch die im letzten Teil angestellten Betrachtungen über die Polgesetzmässigkeit unseres Sonnensystems. Bei späteren Abbildungen werden auch anstelle der Zylinder, Magnetnadeln oder Kugeln dargestellt. Machen wir in Gedanken mit unserer Blickrichtung senkrecht zur Stromleiterachse um den Stromleiter eine Schwenkung um 360°, dann haben selbstverständlich alle um den Stromleiter gruppierten Zylinder von der Achse aus gesehen gleichen Drehsinn.

Das Gesetz der Abstossung

Wie Abb. 8 veranschaulicht, haben wir zwischen den einzelnen Substanzen durch den gleichen Drehsinn der Wirbel entgegengesetzte Strömungen und demzufolge, ähnlich wie beim Magnuseffekt, eine Stauwirkung zu verzeichnen, welche die Substanzen entsprechend ihrer innewohnenden Strömungsintensität gegenseitig abstossen. Da die parallele Strömung mit der umgekehrten Entfernung vom Stromleiter abnimmt, so nimmt im gleichen Masse auch die Wirbelintensität der ferromagnetischen Substanzen ab. Demnach müssen also die gegenseitigen Abstände der Substanzen nach aussen hin im gleichen Verhältnis bis auf einen ganz bestimmten, der Intensität des Erdfeldes angepassten Abstand geringer werden, wobei natürlich der durch die Auflage der Substanzen bedingte Reibungswiderstand nicht berücksichtigt ist.

Die Entstehung des Ringsystems der um einen Stromleiter gruppierten Eisenspäne

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Die Abb. 9 stellt in axialer Blickrichtung die Ansicht der Substanzebene A-B von Abb. 8 dar. Wir erkennen in dieser Abbildung sofort das bekannte Ringsystem der um einen Stromleiter gruppierten Eisenspäne. Dieses Ringsystem ist die natürliche Folge der Wirbelstrom-Gleichschaltung und der hierdurch bedingten Abstossung der radial nebeneinanderliegenden polaren Substanzen. Das Ringsystem ergibt sich ganz zwangsläufig von selbst und lässt sich analog den Wirbelstromgesetzen des Wassers und der Luft in einfachster Weise erklären. Dieses Ringsystem hat also mit dem so beliebten experimentellen Nachweis einer um einen Stromleiter kreisförmigen Einzelpolbewegung absolut nichts zu tun.

Das Gesetz der Induktion des Stromleiters

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Denken wir uns nunmehr, wie die Abb. 10 veranschaulicht, eine Anzahl solcher Ringsysteme längs des Stromleiters angeordnet, dann wären die Abstände der einzelnen Ringebenen wiederum das Ergebnis der Abstossung bzw. der Intensität der gleichgeschalteten Wirbel. In diesem Falle würde man allerdings nichts mehr von einer parallelen Strömung längs des Stromleiters wahrnehmen können, sondern nur noch eine Unzahl Einzelwirbel. Da aber diese Einzelwirbel bei einem konstanten Stromfluss in ihrer Stellung fixiert wären, so würde uns das gesamte Wirbelfeld trotz des inneren Stromflusses als ein statisches Feld erscheinen. Nehmen wir nun zum besseren Verständnis der weiteren Ausführungen zunächst einmal an, dass das gesamte Wirbelsystem der Abb. 10, durch gegenseitige Abstossung verursachte, fest verankerte Widerstände innerhalb einer Wasser- oder Luftströmung seien, deren Hauptströmung in der Mitte, also anstelle des Stromleiters wäre. Würden wir nun einen Kanal, welcher ausserhalb des Wirbelfeldes parallel zur Hauptströmung bereitstünde, mit der geöffneten Seite im rechten Winkel gegen die Hauptströmung (gefiederter Pfeil 1), also quer zu dieser bewegen, dann würden wir entsprechend der Strömungsrichtung der beaufschlagten Wirbelseite im Kanal eine Strömung erzeugen, welche der Hauptströmung entgegengesetzt wäre. Würden wir mit dem Kanal die Mitte der Hauptströmung überschreiten und in gleicher Bewegungsrichtung fortfahren, oder aber den Kanal um 180° schwenken und mit dem geöffneten Teil wieder zur Ausgangsstellung zurückkehren, dann hätten wir in beiden Fällen, infolge der inneren Beaufschlagung der Wirbelseiten eine Umkehrung der Strömung im Kanal, d. h. wir hätten die gleiche Strömungsrichtung wie die Strömung der Hauptströmung. Kämen wir nun in Versuchung, den Kanal um 90° zu schwenken und ihn in der Richtung der Hauptströmung (gefiederter Pfeil 2) zu bewegen, dann könnten wir im Kanal keine Strömung wahrnehmen, weil sich die gegenläufigen Strömungen der rechten und linken Wirbel im Kanal gegenseitig aufheben würden. Obwohl sich diese Strömungsgesetze auf Wasser und Luft beziehen, so stimmen sie in allen ihren Bewegungen prinzipiell mit der Induktion überein. Kehren wir nun zurück zu unserer Hypothese des zum Stromleiter in gleicher Richtung parallel fliessenden Kraftfeldes und denken wir uns anstelle der sichtbaren ferromagnetischen Substanzen kleinste, nicht mehr wahrnehmbare materielle Teilchen, dann haben wir wiederum ein um den Stromleiter gesetzmässig gruppiertes Wirbelfeld vor uns, welches wir ins einer Wirkung als ein elektromagnetisches, statisches Feld erkennen. Nehmen wir anstatt des Kanals einen Draht und verbinden dessen Enden mit einem Galvanometer, dann beobachten wir an letzterem, dass der induzierte Strom bei gleichen Bewegungen wie beim Kanal auch die gleichen Richtungen hat. Mn könnte also annehmen, dass die Wirbel der Kleinstteilchen, welche entsprechend ihrer Entfernung vom Stromleiter eine elektrische Aufladung von bestimmter Intensität haben, ihre Ladung in derjenigen Richtung abgeben, die auf der beaufschlagten Wirbelseite herrscht. Die entgegengesetzte Wirbelseite kommt hierbei nicht zur Beaufschlagung, weil die Teilchen an der Oberfläche des Stromleiters haltmachen müssen, also nicht durch den Stromleiter hindurchgehen können.

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Gehen wir nun davon aus, dass im Stromleiter zunächst kein Strom fliesst, dann müssen wir trotzdem annehmen, dass um den Stromleiter Substanzen gruppiert sind, die normalerweise der Horizontalintensität des Erdfeldes unterliegen, und entsprechend dieser ihre gegenseitigen Abstände haben. Schicken wir in den Stromleiter nach der Abb. 11 einen galvanischen Strom, dann werden nach unserer Hypothese, die um den Stromleiter gruppierten Kleinstteilchen gemäss der Intensität des Stromes und ihrer Entfernung vom Stromleiter aufgeladen und stossen sich gegenseitig soweit ab, wie es ihrer Wirbelintensität entspricht. Nach unserer Hypothese hätten wir nun ein Potential des magnetischen Feldes, gewissermassen einen magnetischen Plusdruck erzeugt, der am Stromleiter am grössten ist und nach aussen schliesslich bis auf Null herabsinkt. Die der Horizontalintensität der Erde unterliegenden Kleinstteilchen würden also von aussen einen konzentrischen Druck auf das Wirbelfeld des Stromleiters ausüben, das seinerseits einen gleich grossen Druck entgegenstellt. Beide Wirbelfelder würden also zueinander in einem statischen Gleichgewichtszustand stehen. (Aus dieser gegenseitigen Abhängigkeit ergibt sich auch ohne weiteres die Messung eines unbekannten Feldes mit Hilfe eines bekannten Feldes.) Während des Abstossens wandern also die Kleinstteilchen nach Abb. 11 rechtwinklig nach aussen und geben ihre Aufladung – da ja diese einen magnetischen Plusdruck darstellt – in Richtung der beaufschlagten Wirbelseite an den benachbarten Induktionsleiter ab, und zwar ist die Richtung, wie in unserem Kanalbeispiel, dem Hauptstrom entgegengesetzt.

Extrastrom

Da auch die in den Zwischenräumen der Stromleitermoleküle lagernden Kleinstteilchen bei der Schliessung des Stromes von der Peripherie des Leiters rechtwinklig nach innen der Mittelachse zu wandern, so geben sie ihre Ladung an den Stromleiter selbst ab, und zwar ist ihre Richtung der Richtung des Stromes im Leiter entgegengesetzt (Extrastrom). Wird der Stromkreis geöffnet, dann wandern die Kleinstteilchen entsprechend der Intensität des Erdfeldes wieder in ihre Ausgangsstellung zurück und beaufschlagen diesesmal mit der inneren Wirbelseite den Induktionsleiter, so dass der induzierte Schliessstrom die gleiche Richtung hat wie der Hauptstrom. Bei Wechselstrom ändern sich die Wirbelrichtungen jeweils entsprechend dem Wechsel der Hauptströmung.

Die Wirkungsweise der Induktion des unterbrochenen Gleichstroms

Aus dieser Wirbelkinematik ist auch ohne weiteres zu ersehen, dass man mittels eines sog. zerhackten Gleichstromes ebenfalls einen induzierten Wechselstrom erhält, dessen Richtungen ebenso genau bestimmt werden können. Prinzipiell ist es für die Induktion gleichgültig, ob man die Kleinstteilchen hin- und herbewegt, oder ob man sie mit ihren Wirbeln als statisches Feld stehen lässt und den Induktionsleiter gegen die Wirbelseiten beaufschlagt. Auch ist es gleichgültig, ob man die Induktionsspule stehen lässt und den Stromleiter einschl. seiner statischen Wirbelfelder hin- und herbewegt.

Die Wellenbewegung der Kleinstteilchen

Aus der bisherigen Darstellung über die Wirkungsweise der Kleinstteilchen während des Schliessens, Öffnens oder Wechselns des Stromes geht die wellenförmige Bewegung der Kleinstteilchen eindeutig hervor. Im Augenblick des Schliessens werden nach Massgabe der Geschwindigkeit des Fortschreitens des Stromes die Kleinstteilchen des Erdfeldes durch Zunahme der Wirbelintensität und der dadurch bedingten gegenseitigen Abstossung wellenförmig nach aussen getrieben, während sie beim Öffnen des Stromes durch den statischen Druck des Erdfeldes wiederum wellenförmig nach ihrem Ausgangspunkt zurückgedrängt werden. Je rascher die Unterbrechungen oder die Richtungsänderung (Wechsel) des Stromes sind, desto kürzer sind die Wellenbewegungen der Kleinstteilchen.

Die tiefere Begründung des Coulomb’schen Gesetztes

Diese Wirbelkinematik widerspricht keineswegs den bisherigen mathematischen Grundlagen des magnetischen Feldes. Im Gegenteil, das Coulomb‘sche Gesetz erfährt durch sie erst seine tiefere Begründung und sinngemässe Auslegung. Bei diesem Gesetz kann es sich nicht um sog. freie Pole handeln, denn solche gibt es ja bekanntlich nicht, wohl aber betrifft es die zweipoligen Kleinstteilchen, welche sich durch ihren aufsteigenden Wirbel gegenseitig abstossen. Da alle Wirbel gleichen Drehsinn haben, so liegen alle Nordpole auf der einen und alle Südpole auf der anderen Seite. Bezeichnen wir die mechanische Kraft, mit welcher sich zwei Kleinstteilchen gegenseitig abstossen mit P und die Stärke oder Wirbelintensität der Abstossung des einen Teilchens mit M1 und die des anderen Teilchens mit M2, die Entfernung beider Teilchen mit 1 und nehmen wir für die Beschaffenheit des zwischen den Teilchen befindlichen Raumes eine Konstante an, so ist die mechanische Kraft, mit welcher die beiden Kleinstteilchen infolge ihrer gegenläufigen Wirbelströmung auseinanderstreben, in absolutem Mass P=(M1•M2)/12 Dyn.

In sehr anschaulicher Weise kann man auch das Coulomb’sche Gesetz darstellen, indem man Wasser- oder Luftwirbel erzeugt. Lässt man nämlich in einem Abstand 1 zwei an einer biegsamen Welle befestigten Kugeln innerhalb einer Flüssigkeit oder der Luft in gleicher Richtung rotieren, dann werden die Kugeln entsprechend der Drehzahl, d. h. der erzeugten Wirbelintensität, durch den zwischen beiden Kugeln entstehenden Staueffekt mit der Kraft P abgestossen.

Das Ohm’sche Gesetz

Das Ohm’sche Gesetz findet durch die Wirbelkinematik ebenfalls eine restlos befriedigende Erklärung, und zwar entspricht

  1. die Spannung des Stromes der Wirbelintensität bzw. dem Abstand der Kleinstteilchen einer Leitungssubstanz,
  2. die Stromstärke der Wirbeldichte und
  3. der Widerstand dem zwischen den Teilchen auftretenden Wirbelstaueffekt.

Somit ist die Wirbeldichte proportional der Wirbelintensität, d. h. dem Abstand der Kleinstteilchen und die Wirbeldichte umgekehrt proportional dem Wirbelstaueffekt.

Wirbeldichte = Wirbelintensität / Wirbelstaueffekt

Wirbelintensität = Wirbeldichte • Wirbelstaueffekt

Wirbelstaueffekt = Wirbelintensität / Wirbeldichte

Auch die bisherige Vorstellung der Kraftröhren bzw. der Kraftlinien wird durch die Wirbelkinematik klar und eindeutig begründet.

Die Ursache der Querschnittsvergrösserung und Längenverkürzung der Kraftlinien

 12

Die hintereinander liegenden Kleinstteilchen bilden nach den bisherigen Ausführungen gewissermassen eine Kette; stets schliesst sich der Nordpol des einen an den Südpol des anderen Kleinstteilchens an. Infolgedessen entsteht nach Abb. 12 in der Längsrichtung eine Zugkraft. Eine derartige Kleinstteilchenkette wäre also nichts anderes als eine Kraftlinie. Befinden sich, wie in unserem Beispiel, mehrere solcher Kraftlinien, oder besser gesagt, Kraftketten nebeneinander, so entsteht durch die gegenseitige Abstossung der Kleinstteilchenwirbel in der Querrichtung der Kraftröhre eine Druckkraft. Alle den Kraftlinien bisher beigelegten Eigenschaften wie Querschnittsvergrösserung und Längenverkürzung finden also durch diese Anschauung eine klare Begründung. Nur verhält sich die sog. Kraftliniendichte bei der Wirbelkinematik in Bezug auf die Anzahl der Kraftlinien in umgekehrtem Verhältnis zur bisherigen Vorstellung. Bei der Wirbelkinematik wird die höchst erreichbare Kraftliniendichte logischerweise nur eine Kleinstteilchenkette auf dem Quadratzentimeter haben, und die Feldstärke 1 wird auf dem Quadratzentimeter die grösste Kettenanzahl vereinigen. Aus dieser Betrachtungsweise geht das ohne weiteres hervor; denn der gegenseitige Abstand der Kleinstteilchen ist bei der höchst auftretenden Wirbelintensität am grössten und bei der geringsten Intensität am kleinsten. Infolgedessen ist also die Intensität der Kraftlinien am grössten, wenn die geringste Zahl der Kleinstteilchenketten auf den Quadratzentimeter kommt und am geringsten, wenn sich die grösste Zahl auf dem Quadratzentimeter befindet.

Anhand dieser Wirbelhypothese soll nunmehr in den folgenden Ausführungen das Induktionsgesetz in Verbindung mit permanenten und temporären (Elektro-) Magneten näher erläutert werden. Es wird sich zeigen, dass man mit Hilfe dieser plastisch dargestellten Wirbelkinematik in Theorie und Praxis sehr gut und erfolgreich arbeiten kann, zumal sie äusserst komplizierte Vorgänge in sehr anschaulicher und einfacher Weise erklärt.

Betrachtet man in folgerichtiger Fortsetzung der Wirbelhypothesen die tiefere Gesetzmässigkeit der magnetischen Felder sowie der Induktion permanenter und temporärer Magnete, so gelangt man zu überraschenden und eindeutigen Erklärungen zahlreicher Erscheinungsformen des Magnetismus und der Elektrizität.

Gehen wir zunächst einmal davon aus, dass ein Wirbelfeld nichts anderes ist als eine um eine Polachse konzentrisch angeordnete Parallelströmung, dann ist es naheliegend, dass das als parallele Strömung erkannte Feld eines Stromleiters bei einer walzenförmigen Spulenwicklung (Solenoid) eine Art kreisende Wirbelströmung bildet, deren Stirnseite je nach der Strömungsrichtung Bord- bzw. Südpole sein müssen.

Der Elektromagnet

Bringt man in die Achsenmitte eines solchen Strömungswirbels einen Weicheisenstab, dann haben wir einen Elektromagneten vor uns, dessen Pole genau den Polen des Strömungswirbels entsprechen. Dieser Elektromagnet behält nun solange seine magnetischen Eigenschaften, als er einem Strömungswirbel ausgesetzt ist.

Schaltet man nun den Wirbel aus, indem man den Strom der Spulenwicklung unterbricht oder indem man den Wirbel durch Aufstecken einer zweiten, entgegengesetzt gewickelten Spule infolge Erzeugung eines Gegenwirbels unwirksam macht, oder indem man von vornherein nur eine Spule mit bifilarer, also mit gegenläufiger Wicklung vorsieht, dann verschwinden die magnetischen Eigenschaften sowohl der Spulenwicklung als auch des Weicheisenstabes. Ist die Strömungsintensität der beiden gegenläufigen Wirbelfelder verschieden stark, dann ist es verständlich, dass der Eisenstab nach Massgabe der Intensitätsdifferenz magnetisiert wird.

Der permanente Magnet

Der Unterschied zwischen einem Elektromagneten (temporären Magneten) und einem permanenten Magneten scheint also nur darin zu bestehen, dass ein Elektromagnet ein künstlich erzeugtes Wirbelfeld und ein permanenter Magnet ein natürliches Wirbelfeld besitzt, dessen Wirbelströmungsintensität so stark sein muss, wie bei einem Elektromagneten gleicher Leistung. Hier drängt sich nun sogleich die entscheidende Frage nach der Herkunft dieses natürlichen Wirbelfeldes des permanenten Magneten auf. Bei Betrachtung der Wirbelfelder wird man ganz zwangsläufig auf diese Frage verwiesen, und es ist nicht schwer, in konsequenter Fortsetzung des nun einmal beschrittenen Weges auch die richtige Antwort auf diese bedeutsame Frage zu finden. Ob diese Antwort der reinen Wahrheit entspricht, wird sich aus dem Zusammenhang aller Betrachtungen ergeben müssen; denn letzten Endes kann man nach menschlichem Ermessen dasjenige für wahr halten, was durch folgerichtiges Denken und durch allseitige Beobachtungen gestützt wird. Das natürliche Wirbelfeld des permanenten Magneten ist wiederum die Auswirkung der inhomogenen Strömung eines noch grösseren Wirbelfeldes, auf das wir im Laufe unserer Untersuchungen noch zu sprechen kommen werden.

Zunächst wollen wir einmal untersuchen, ob sich aufgrund unserer bisherigen Betrachtungen auch beim permanenten Magneten ein Wirbelfeld vorfindet und ob sich dasselbe auch in Bezug auf die Polanordnung in die bisherige Betrachtungsweise einordnen lässt.

 13

Die Abb. 13 zeigt einen Stabmagnet mit einer Anzahl auf der Achsenebene angeordneter Magnetnadeln, welche auch ebenso gut durch Eisenspäne ersetzt werden könnten. Ein Blick auf diese Abbildung lässt sofort erkennen, dass dem Südpol des Stabmagneten die Nordpole der Magnetnadeln und dem Nordpol des Stabmagneten die Südpole der Magnetnadeln zugeordnet sind. Wir haben nun in unseren früheren Betrachtungen festgestellt, dass eine Magnetnadel bzw. eine ferromagnetische Substanz sich mit ihrer Wirbelachse stets in einen rechten Winkel zur Strömungsrichtung stellt, und dass hierbei der Südpol der Nadel sich immer auf der linken Seite befindet, wenn der Stromleiter oberhalb der Nadel vom Beschauer hinwegführt (Abb. 8 und 9).

Wenden wir diesen Tatbestand nunmehr in unserem Beispiel nach Abb. 13 sinngemäss an, dann machen wir in überraschender Weise die Entdeckung, dass wir tatsächlich um die Achse des Stabmagneten eine Wirbelströmung haben, und zwar an den Polen in absteigender und in der neutralen Zone in aufsteigender Tendenz. Die absteigende und die aufsteigende Richtung der Wirbelströmung ist an den Stellungen der Magnetnadel erkennbar.

Das inhomogene Wirbelfeld des permanenten Magneten

In unserem Beispiel haben wir zwar an den Polen keinen spulenförmig angeordneten Stromleiter, aber sinngemäss findet an den Polen die dichtere Strömung des inhomogenen Wirbels von aussen nach innen und an der neutralen Zone und zu beiden Seiten derselben die dichtere Strömung des inhomogenen Wirbels von innen nach aussen statt. Die Punkte auf der linken Seite der Abb. 13 zeigen die Pfeilspitzen in Richtung auf den Beschauer zukommend und die Kreuze auf der rechten Seite, die Gefieder des Pfeiles vom Beschauer hinwegführend. Wir haben also beim permanenten Magneten eine Wirbelströmung vor uns, welche von aussen gegen die Pole absteigend und von der neutralen Zone gegen die Pole aufsteigend ist. Betrachten wir die aus der Stellung der Magnetnadeln sich ergebende Richtung der Wirbelströmung, dann finden wir die Nord- und Südpole genau auf derselben Seite wie beim künstlich erzeugten Wirbelfeld des Elektromagneten oder des Solenoides. Aufgrund der von den Polen zuströmenden Wirbel und der von der neutralen Zone gegen die Pole aufströmenden Wirbel widerspricht es nun keineswegs dem gesunden Menschenverstand, wenn man annimmt, dass es sich beim permanenten Magneten an den Polen um ein Ein- und an der neutralen Zone und deren Umgebung um ein Ausströmen handelt. Dasjenige aber, das hier ein- und ausströmt, wollen wir – unseren späteren Betrachtungen vorwegnehmend – kurz als aktuelle Sonnenelektrizität bezeichnen.

Der experimentelle Nachweis der Wirbelsteigerung beim Stabmagnet

 14

Streng genommen müssen nun die den Polen zugewandten Wirbelströmungen eine gewisse Steigerung haben, und infolgedessen auch die innerhalb dieser Strömung befindlichen Magnetnadeln eine bestimmte Polabweichung besitzen, weil sie wie wir beim parallelen Strömungsfeld des Stromleiters gesehen haben – sich stets in den rechten Winkel zur Strömung stellen. Die Abb. 14 veranschaulicht schematisch, wie sich in sehr einfacher Weise die tatsächlich vorhandene Steigung der Polwirbel experimentell nachweisen lässt. Sie zeigt einen um seinen Südpol schwenkbar angeordneten Stabmagnet A in Inclinationsstellung 1 sowie einen auf dessen verlängerter Inclinationsachse drehbar aufgehängten Weicheisenstab B mit Spiegel C und ferner – zur Projektion des Spiegelausschlages – eine Lichtquelle D. Vor dem Beginn des Versuches wird der Eisenstab ohne Einfluss des Stabmagneten in die Inclinationsstellung gebracht, um den Drall des Seidenfadens nachher möglichst auszuschliessen. Da es sich nur um geringe Ausschläge, d. h. nur um geringe Steigungen der Wirbel handelt, empfiehlt es sich, den Lichtzeiger mindestens drei bis fünf Meter lang zu wählen. Schwenkt man nunmehr den Stabmagnet A aus seiner Stellung 1 nach Stellung 2, dann gelangt ein bestimmter Wirbeldurchmesser des Südpoles in den Bereich des Eisenstabes B, wobei sich letzterer in den rechten Winkel zur Wirbelsteigung, bzw. Wirbelströmung stellt und somit den Lichtzeiger aus seiner Mittellage nach Stellung 2 zum Ausschlag bringt. Wird nach Feststellung des Zeigerausschlages der Stabmagnet von seiner Stellung 2 zurück über 1 nach Stellung 3 geschwenkt, dann gelangt diesesmal der gegenüberliegende Wirbeldurchmesser in den Bereich des Eisenstabes und richtet diesen wiederum rechtwinklig aus. Da nun beide gegenüberliegende Wirbelsteigungen an ihrem Berührungsdurchmesser um den doppelten Winkelbetrag gegeneinander versetzt sind, so haben wir auch den doppelten Ausschlag des Lichtzeigers zu verzeichnen. Gemäss der Wirbelsteigung lässt sich auch an der Bewegungsrichtung des Zeigerausschlages die Strömungsrichtung des Wirbels erkennen. Da in der Nähe des Poles kaum eine Steigung zu erkennen ist, so ist es ratsam, den Eisenstab in einiger Entfernung vom Stabmagneten aufzuhängen.

Die Ursache der Eisenspangruppierung im magnetische Feld

Genau wie bei unseren früheren Betrachtungen werden auch die einzelnen Magnetnadeln wiederum von Eigenwirbeln umströmt. Da alle Wirbel der Magnetnadeln gleichen Strömungssinn haben, so findet zwischen den Nadeln eine Stauung der gegenläufigen Strömung statt. Es entsteht somit ein Staueffekt, welcher die Nadeln zur gegenseitigen Abstossung zwingt.

Verwenden wir anstelle der Magnetnadeln Eisenspäne, so entstehen aufgrund dieser gegenseitigen Abstossung die charakteristischen Linien der Eisenspanbilder (vgl. Abb. 1-4). Im Verhältnis zu der Strömungsintensität des Hauptwirbels, also des Stabmagneten, sind auch die Strömungsintensitäten der kleineren Wirbel. Grosse Intensitäten bedingen grosse Abstände der Eisenspanlinien und grosse Reichweiten der Spangruppierung, kleine Intensitäten haben geringe Abstände und kleine Reichweiten im Gefolge.

Aus den bisherigen Feststellungen geht hervor, dass innerhalb eines inhomogenen Strömungsfeldes beim Eintritt eines Widerstandes ein Wirbel entsteht, dessen Strömungsrichtung immer im Sinne der dichteren und intensiveren Seite des Strömungsfeldes verläuft. Taucht man in einen solchen Wirbel einen noch kleineren Widerstand, dann ist es logisch, dass innerhalb der Wirbelströmung eine entsprechend kleinere Wirbelströmung entstehen muss, deren Strömungssinn diesesmal von der Wirbelströmung abhängig ist, und zwar wiederum von der dichteren, intensiveren Seite des Wirbelfeldes. Man könnte in dieser Weise fortfahren bis zum Kleinstwirbel eines Kleinstteilchens und umgekehrt bis zum Grösstwirbel eines Spiralnebels.

Nun wollen wir dazu übergehen, uns auch über die Wirkungsweise der Induktion eines Stabmagneten Klarheit zu verschaffen.

Das Induktionsgesetz des permanenten Magneten

 15

Nehmen wir an, wir haben in der Abb. 15 einen Stabmagnet vor uns, der von unsichtbaren, materiellen Kleinstteilchen umgeben ist, wie wir dieselben anhand der Abb. 10 und 11 bereits schon besprochen haben. Diese Kleinstteilchen sind auf dieser Abbildung als Kugeln in der Achsenebene des Stabmagneten in sehr starker Vergrösserung dargestellt, deren Südpole weisse Felder und deren Nordpole schwarze Felder zwecks besserer Übersichtlichkeit der polaren Gruppierung zeigen. Aus dem Obengesagten geht hervor, dass diese Kleinstteilchen innerhalb des grossen Wirbels des Stabmagneten ihre entsprechenden Kleinstwirbel haben und sich infolgedessen alle nach Massgabe ihrer Strömungsintensität gegenseitig abstossen und genauso wie die sichtbare Eisenspangruppierung unsichtbar nach der Intensitätsverteilung der ab- und aufsteigenden Strömungswirbel des Stabmagneten geordnet sind. Die Strömungsrichtungen der Kleinstwirbel sind durch kleine Pfeilellipsen gekennzeichnet. In dieses Feld der Kleinstwirbel sind nun eine Anzahl grösserer Schleifen eingezeichnet, welche jeweils schematisch eine Induktionsspule, d. h. eine Spule mit mehreren Drahtwindungen darstellen soll. Die dem Beschauer zugewandte Seite der Schleifen trägt einen Pfeil, welcher die Richtung des induzierten Stromes anzeigt, wenn die Schleife bzw. die Induktionsspule in Richtung der gefiederten Pfeile bewegt wird.

Aus der Darstellung der Kleinstteilchen ist ersichtlich, dass deren Polachsen zur Polachse des Stabmagneten in jeder Lage eine andere Winkelstellung einnehmen. Infolgedessen ist es schwierig, den Wirkungsgrad der Induktion auf eine hohe Ziffer zu bringen. Genauso, wie wir beim Stabmagneten von der neutralen Zone nach beiden Seiten gegen die Pole hin einen aufsteigenden, oder besser gesagt, einen ausströmenden Wirbel haben, besitzen wir auch bei den Kleinstteilchen, etwa in der neutralen Zone, einen ausströmenden Wirbel. Es ist einleuchtend, dass man bei einem Kleinstteilchen nicht an den absteigenden, gewissermassen einströmenden Wirbelseiten, also an den Polseiten, eine Kraftströmung entnehmen kann, weil hier die Teilchen hart aneinander liegen, sondern nur an den aufsteigenden Wirbeln der neutralen Zone. Dieser aufsteigende, ausströmende Wirbel ist es, dessen Potential bei einer Bewegung des Wirbelfeldes oder der Induktionsspule in Richtung der beaufschlagten Wirbelströmung abgeleitet wird.

Betrachten wir aufgrund dieser Überlegung die Abb. 15, dann erkennen wir sofort die für die Induktion wirksamste Bewegung der Spule. Wir sehen, dass in axialer Bewegungsrichtung und gleichzeitig konzentrischen Spulenhaltung die meisten Wirbelpotentiale abgeleitet werden können. Es ist nun äusserst interessant, anhand dieser Abbildung festzustellen, nach welcher Richtung der induzierte bzw. abgeleitete Strom in der Spule fliesst, wenn die Bewegung derselben in der Richtung der eingezeichneten gefiederten Pfeile erfolgt. Bewegen wir die Spule zunächst in axialer Richtung konzentrisch zur Stabmagnetenachse gegen den Nordpol des Stabmagneten, so ist anfänglich, infolge des nur teilweisen Auftreffens der Windungen auf die aufsteigenden Wirbel der Kleinstteilchen und der mit der Entfernung vom Stabmagneten verbundenen Abnahme der Strömungsintensität, nur eine schwache Ableitung bzw. Induktion in der Spule festzustellen. Trifft man in fortgesetzter Bewegung und Polannäherung mehr und mehr auf die aufströmenden Wirbelseiten der um den Nordpol des Stabmagneten gelagerten Kleinstteilchen, dann ist eine erhebliche Stromzunahme bemerkbar. Die Richtung des induzierten Stromes ist in dieser Bewegungsrichtung auf der Nordpolseite des Stabmagneten entsprechend der beaufschlagten Wirbelseiten der Kleinstteilchen dem Drehsinn des Uhrzeigers entgegengesetzt. Bewegen wir die Spule in der gleichen Richtung weiter, dann treffen wir, je mehr wir uns der neutralen Zone nähern, immer mehr auf die absteigende Polströmung bzw. auf die Südpolseiten der Kleinstteilchen. Wie wir schon festgestellt haben, befindet sich auf den Polseiten der Kleinstteilchen kein nach aussen führendes Potential; infolgedessen kann auch hier keine Strom abgeleitet bzw. induziert werden. Führen wir die Spule über diese Zone hinaus gegen den Südpol des Stabmagneten, dann treffen wir wieder mehr und mehr auf die ausströmenden Wirbelseiten der Kleinstteilchen. Da wir aber diesesmal die Rückseite der Kleinstwirbel beaufschlagen, so ändert sich infolgedessen die Stromrichtung in unserer Induktionsspule. Wir haben also hier, auf der Südpolseite des Stabmagneten, eine Stromrichtung, welche dem Drehsinn des Uhrzeigers entspricht. Das An- und Abschwellen des Stromes auf der Südpolseite geschieht bei Fortsetzung der Spulenbewegung gleichermassen wie auf der Nordpolseite. Bewegen wir die Spule nunmehr rückwärts zur Ausgangsstellung, dann beaufschlagen wir die Kleinstwirbel in jeder Polzone stets auf der entgegengesetzten Seite. Infolgedessen ist auch die Richtung des induzierten Stromes gegenüber der zuerst ausgeführten Bewegungsrichtung entgegengesetzt.

Führen wir nun die Spule ausserhalb der Achsenmitte des Stabmagneten, jedoch parallel zu diesem, dann ist es begreiflich, dass wir im Vergleich zur obigen konzentrischen Bewegung nur einen Bruchteil des Stromes induzieren. Ein Blick auf die Abb. 15 besagt, dass wir ausserhalb der Achse des Stabmagneten nur die Differenz der Strömungsintensität zwischen den in Polnähe befindlichen Kleinstteilchen und den weiter entfernt liegenden ableiten. Wäre keine Differenz der Wirbelintensitäten vorhanden, dann wäre eine Induktion unmöglich, weil wir ausserhalb des Stabmagneten gleiche Strömungssinn der Kleinstwirbel haben und diese sich – wie im Kanalbeispiel beschrieben – in der Spule gegenseitig aufheben würden. Die Richtung des induzierten Differenzstromes richtet sich natürlich nach der Strömungsrichtung derjenigen Kleinstwirbel, welche sich in Polnähe befinden und demgemäss auch die grössere Strömungsintensität besitzen. Bewegen wir die Spule innerhalb der neutralen Zone im rechten Winkel zur Achse des Stabmagneten gegen denselben, dann beaufschlagen wir wiederum die aufströmenden Wirbel der Kleinstteilchen und leiten deren Potential in der Spule ab. Auch hierbei induzieren wir die Differenz der näher und weiter entfernt liegenden Kleinstwirbel. Bei der Rückwärtsbewegung beaufschlagen wir die dem Stabmagneten zugekehrten Wirbelseiten und erhalten somit eine Umkehrung der Stromrichtung.

Die Ableitung des Potentials der Kleinstwirbel ist so aufzufassen, dass bei einer Bewegung entweder der Kleinstteilchen selbst oder der Drahtspule beim Beaufschlagen ein gewaltsamer Eingriff in den statisch ausgerichteten Gleichgewichtszustand der Kleinstwirbel stattfindet und demzufolge ein Potential oder Gefälle nach dem ursprünglichen Gleichgewichtszustand entsteht. Die Kleinstteilchen sind ja entsprechend ihrer gegenseitigen Wirbelabstossung innerhalb des Hauptwirbels des Stabmagneten gewissermassen fest verankerte Widerstände, die wiederum nur solchen Kräften weichen, welche grösser sind als diejenigen ihrer eigenen gegenseitigen Abstützung. Ohne Bewegung befinden sich also die Kleinstteilchen in einem statischen Gleichgewichtszustand. In dem Augenblick aber, wo mittels einer Spule oder dergleichen auch nur ein einziges Kleinstteilchen aus seinem statischen Zusammenhang herausgedrängt wird, entsteht ein Gefälle nach dessen ursprünglicher Lage. Der Wirbel des Kleinstteilchens strömt somit nach der anstossenden Seite des Spulendrahtes und gibt entsprechend dem entstandenen Gefälle seine Strömung in gleicher Richtung an den Spulendraht ab. Die Entstehung des Induktionsstromes ist also mit einer mechanischen Arbeitsleistung verbunden, welche nach dem Energieprinzip das energetische Äquivalent für die elektromagnetische Energie des Induktionsstromes ist.

Bei den schematisch dargestellten Induktionsvorgängen der Abb. 15 muss noch ergänzend hinzugefügt werden, dass es nicht einerlei ist, ob die Induktionsspule rechts- oder linksgängig auf dem Stabmagneten entlanggeführt wird. Wenngleich auch die Richtung des Induktionsstromes hierdurch keinerlei Änderung erfährt, so könnte es doch zu Irrtümern Anlass geben, wenn man bei der Umkehrung der Spule nicht gleichzeitig auch auf den Polwechsel der Spulenanschlüsse achten würde. Wiederum aber beweist gerade dieses Beispiel, wie folgerichtig die Vorstellungen der hier beschriebenen Induktionsvorgänge sind.

 16

Die Abb. 16 zeigt eine linksgängige Spule mit der Blickrichtung gegen den Nordpol des Stabmagneten der Abb. 15. Wird diese Spule, an welche ein Galvanometer angeschlossen ist, vom Beschauer hinweggeführt, dann geben die beaufschlagten Strömungsseiten der Kleinstwirbel ihre Strömung in gleicher Richtung an die Spule ab, und zwar dem Drehsinn des Uhrzeigers entgegengesetzt.

 17

Die Abb. 17 hingegen zeigt die Spule um 180° geschwenkt, so dass ihre Wicklung als rechtsaufsteigend erscheint. Bei gleicher Bewegung der Spule und gleicher Richtung des induzierten Stromes schlägt jedoch das Galvanometer um, weil mit der Spulenschwenkung nicht gleichzeitig auch eine Umpolung der Spulenanschlüsse vorgenommen wurde.

Beweis für das Vorhandensein der Wirbelstaueffekte

Ein weiterer Beweis für das Vorhandensein der Wirbelstaueffekte veranschaulicht ganz eindeutig das folgende Experiment. Wie bei den meisten angeführten Experimenten sagte auch hier der Verfasser den Verlauf der einzelnen Drehrichtungen der Flüssigkeit in den einzelnen Strömungsabschnitten des Stabmagneten voraus.

 18

Die Abb. 18 zeigt im Schnitt A-B ein Glasgefäss mit eingetauchtem Stabmagneten. Ober- und unterhalb der Magnetpole sind je zwei kegelförmige Metallringe 1 und 2 angeordnet. Um die Magnetpole sind je zwei Metallscheiben 3 und 4 befestigt, während um die sog. neutrale Zone des Magneten zwei Metallzylinder 5 und 6 eingebaut sind. Dazwischen befinden sich einige polare Gruppierungen sehr stark vergrösserter Kleinstteilchen sowie eine leitfähige Flüssigkeit, welche das Glasgefäss fast bis zum Rande ausfüllt. Unterhalb des Glasgefässes ist der Schnitt C-D mit den Metallzylindern 5 und 6 gezeichnet. Die Teilansicht links vom Schnitt A-B zeigt in Blickrichtung E die oberen kegelförmigen Metallringe 1 und 2. Die beiden Teilansichten, rechts vom Schnitt A-B, zeigen die um die Pole gelagerten Metallscheiben 3 und 4 in Blickrichtung F und G, während die Teilansicht rechts unten die unteren kegelförmigen Metallringe 1 und 2 in Blickrichtung H veranschaulicht. Legt man nun an die Metallkegelringe und Zylinder je eine Plus- und Minusspannung wie eingezeichnet an, und zwar jeweils von einer getrennten Batterie, also von insgesamt 5 Batterien, dann dreht sich die gesamt Flüssigkeit im Sinne der eingezeichneten gefiederten Pfeile. Vertauscht man nun aber die Plus- und Minuspole, beispielsweise der kegelförmigen Metallringe 1 und 2, dann dreht sich die Flüssigkeit innerhalb dieser Abschnitte in entgegengesetzter Richtung, obwohl die Ringe und Zylinder 3, 4 und 5, 6 nach wie vor die gleiche Drehrichtung, wie oben beschrieben, beibehalten. Ändert man nunmehr auch die Plus- und Minuspole der Metallzylinder 5 und 6, dann dreht sich die Flüssigkeit genau in der gleichen Richtung wie die umgepolten Abschnitte der oberen und unteren Metallringe 1 und 2, während die Abschnitte 3 und 4 ihre entgegengesetzte Richtung beibehalten. Betrachten wir nun die einzelnen Zeichnungen etwas näher, dann erkennen wir sofort die Ursachen der richtungsweisenden Impulse. Zunächst stellen wir fest, dass ein Teil der Kleinstteilchen Metall-Ionen sind, welche mittels des Batteriestromes von den Plusmetallen zu den entsprechenden Minusmetallen wandern. Sobald sich aber die Metall-Ionen von ihren Plusringen und -scheiben gelöst haben, werden dieselben von der Spiralströmung des Stabmagneten (wie Abb. 15 zeigt) umwirbelt und nehmen entsprechend ihre polare Stellung während des Wanderns nach Abb. 18 ein. Dasselbe trifft auch für die Kleinstteilchen der Flüssigkeit zu. Die Richtung der Ionen-Spiralwirbel wird von der Richtung der absteigenden und der aufsteigenden Wirbelströmung des Stabmagneten bestimmt, während aber die Wanderrichtung der Ionen, bzw. der Kleinstteilchen von der Richtung des Batteriestromes abhängig ist. Wie man nun anhand der Zeichnungen sehr leicht feststellen kann, entstehen auf der einen Seite der Kleinstteilchen durch die entgegengesetzten Strömungsrichtungen sowohl der Wirbel als auch des Batteriestromes, Staueffekte, also Druckkräfte und auf der gleichgerichteten Strömungsseite Sogkräfte, welche die Ionen bzw. die Kleinstteilchen im Sinne der gefiederten Pfeile in Rotation um den Stabmagneten versetzen. Die Wirkungsweise der Druck- und Sogkräfte erkennt man sehr deutlich in allen Abbildungen durch die eingezeichneten Strömungspfeile des Batteriestromes und der eingezeichneten Wirbelpfeile der Ionen.

Die Wirkungsweise des Transformators

 19

Nachdem wir nun versucht haben, eine Reihe von Induktionserscheinungen in anschaulicher, einfacher Weise zu erklären, wollen wir uns einmal mit der Wirkungsweise eines Transformators beschäftigen. In der Abb. 19 ist das Prinzip dargestellt, und zwar der Einfachheit halber in Anlehnung an die Abb. 15. Nur handelt es sich hierbei nicht um einen permanenten Magneten, sondern um einen Elektromagneten. Auf diesem befinden sich in der Mitte eine Primärspule und an den Polen je eine Sekundärspule. Die Letzteren sind derart miteinander verbunden, dass der Induktionsstrom in beiden Spulen in gleicher Richtung fliesst. Im Prinzip ist es gleichgültig, ob man durch die Primärspule einen unterbrochenen Gleichstrom oder einen Wechselstrom sendet; in beiden Fällen erhält man auf den Sekundärseiten einen Wechselstrom. Für die Beschreibung ziehen wir daher einen Gleichstrom vor, welchen wir mit Hilfe eines Tastschalters unterbrechen. Ununterbrochener Gleichstrom kann bekanntlich nicht transformiert werden, weil eben die Kleinstteilchen statisch ausgeglichen in Ruhe verharren. Dargestellt ist die Abbildung im Augenblick der Unterbrechung des Primärstromes. Wir haben schon früher davon gesprochen, dass die Kleinstteilchen normalerweise der Intensität des Erdfeldes unterliegen und dementsprechend untereinander bestimmte gegenseitige Abstände haben. Diese natürlichen, gegebenen Abstände der Kleinstteilchen sind kleiner als diejenigen innerhalb des Feldes eines Stabmagneten oder eines stromdurchflossenen Leiters. Haben wir also, wie in Abb. 15 einen permanenten Stabmagneten vor uns, dann sind die gegenseitigen Abstände der Kleinstteilchen innerhalb des Magnetfeldes grösser, als diejenigen innerhalb des Erdfeldes. Die Abstände gleichen sich jedoch mit der Entfernung vom Magneten nach Massgabe dessen Intensitätsabnahme allmählich den Abständen des Erdfeldes an. Wir hätten also innerhalb eines Magnetfeldes gewissermassen einen Plusdruck, der in Polnähe am grössten ist und nach aussen schwächer wird. Es liegt nun auf der Hand, dass in dem Augenblick, in welchem man die grössere Wirbelintensität der Kleinstteilchen innerhalb des Magnetfeldes auf die Normalwirbelintensität des Erdfeldes herabsetzt, was ja beim Elektromagneten durch die Unterbrechung des Stromes ohne weiteres möglich ist, der Plusdruck verschwindet und eine plötzliche Wanderung der Kleinstteilchen von aussen nach innen einsetzt, bis der Druckausgleich mit dem Erdfeld hergestellt ist, d. h. bis die Kleinstteilchen die vom Erdfeld bedingten Abstände wieder erreicht haben. (Auf der Tatsache einer Plusdruckerzeugung innerhalb des Erdfeldes beruht auch die Wirkungsweise eines Schwingkreises.)

Die grösste Wirbelintensität der Kleinstteilchen ist aber letzten Endes nichts anderes als diejenige Energiemenge, die zum Anlauf eines Stromes erforderlich ist und welche man bei der Stromunterbrechung wieder annähernd zurückgewinnt. Treffen die mit grosser Geschwindigkeit von aussen nach innen wandernden Kleinstteilchen auf einen Stromleiter, also in unserem Beispiel der Abb. 19 auf die Sekundärspulen, so geben sie ihre zusätzliche, bzw. überschüssige Energie in der gleichen Richtung ihrer beaufschlagten Wirbelseite an die Spulen ab. Nun werden aber von den zurückflutenden Kleinstteilchen nicht nur die Sekundärspulen, sondern auch die Primärspulen getroffen, was als Selbstinduktion bezeichnet wird. Es entsteht somit nicht nur in den Sekundärspulen ein Stromstoss, sondern auch in der Primärspule, und zwar ist die Stromrichtung beim Zurückfluten der Kleinstteilchen, wie das aus Abb. 19 hervorgeht, in sämtlichen Spulen die gleiche wie die Stromrichtung der Primärspule. Der beim Unterbrechen des Primärstromes entstehende grosse Abreissfunke ist die Folge der Beaufschlagung der zurückflutenden Kleinstteilchen auf die Windungen der Primärspule.

Schliessen wir den Stromkreis nach der Abb. 19, dann entsteht, gemäss unseren früheren Ausführungen, um den Weicheisenstab ein Strömungswirbel in gleicher Richtung wie die Richtung des Primärstromes. Sämtliche um den Eisenstab gelagerten Kleinstteilchen werden von diesem Wirbel erfasst, aufgeladen und entsprechend der Intensität gegenseitig auf grössere Abstände abgestossen. Die Teilchen wandern also bei der Schliessung des Stromes von innen nach aussen und geben hierbei ihr Potential in Richtung ihrer beaufschlagten Wirbelseite an die auftreffenden Windungen der Spulen ab. Die Richtung des induzierten Stromes ist jedoch bei der Schliessung des Primärstromes dessen Richtung entgegengesetzt, weil diesesmal die gegenüberliegenden Wirbelseiten der Kleinstteilchen beaufschlagt werden. Auch die Primärspule wird von den nach aussen wandernden Teilchen getroffen und in entgegengesetzter Richtung induziert. Somit entsteht bei der Schliessung auch in der Primärspule ein Stromstoss, welcher als Extrastrom bekannt und dem Primärstrom entgegengesetzt gerichtet ist. Es wird verständlich, dass dieser sog. Extrastrom schädlich sein muss, da er entsprechend seiner eigenen Stärke den Primärstrom schwächt. Bei Gleichstrom kommt dieser Nachteil nur in der Verzögerung des Stromes bei der Schliessung und beim Polwechsel der Gleichstrommotoren in Betracht, während bei Wechselstrom jede Periode diese Schwächung in der Primärwicklung zeigt und dadurch den Wirkungsgrad erheblich mindert. Man bezeichnet diese Schwächung als Rückwirkung oder Reaktanz. Da die Bewegungen der Kleinstteilchen sowohl nach aussen als auch nach innen gewissermassen strahlenförmig vor sich gehen, so begreift man, warum die induzierte Strommenge nicht von der Länge, bzw. von dem Umfang einer Windung, sondern ausschliesslich nur von der Anzahl der Windungen abhängig ist.

Der Skineffekt

 20

Sehr anschaulich wird die Wirkungsweise der Induktion beim sog. Skineffekt einer Hochfrequenzspule nach Abb. 20. Bekanntlich fliesst der hochfrequente Strom einer Spule in der Hauptsache auf deren Innenseite. In der Abb. 20 ist die Spule in der Ansicht A, in der Draufsicht B und in dem Schnitt C-D dargestellt. Die dick ausgezogenen Linien der Draufsicht B und des Schnittes C-D kennzeichnen die Stelle des Stromflusses auf der Innenseite der Spule. Untersucht man nun anhand der Wirbeltheorie die Eigentümlichkeit des Stromflusses auf der Innenseite der Spule B, dann findet man, dass beim Stromwechsel hier keine Rückwirkung auftritt, weil die Wirbelrichtung der radial sich bewegenden Kleinstteilchen beim Auftreffen auf den gegenüberliegenden Teil der Windung die gleich Richtung wie der in diesem Teil der Windung fliessende Strom hat. Betrachtet man aber den Induktionsvorgang nach der schematischen Darstellung der Spulenansicht A, dann erkennt man sofort, dass die in Spulenlängsrichtung sich bewegenden Kleinstwirbel beim Auftreffen auf die nächste Windung eine entgegengesetzte Strömungsrichtung aufweisen, und somit den Hauptstrom an der Oberfläche, proportional der Induktion, bremsend beeinflussen. Auf der Aussenseite der Spule hingegen ist nur beim Absinken des Feldes auf Null eine Induktionswirkung von den zurückflutenden Kleinstwirbeln vorhanden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass dem Skineffekt auf der Innenseite einer Hochfrequenzspule eine Addition und zwischen den Windungen eine Subtraktion der Induktion zugrunde liegt.

Es gibt in der Elektrotechnik keinen physikalischen Vorgang, der nicht mit Hilfe dieser Wirbelkinematik in anschaulicher Weise restlos aufgeklärt werden könnte. Es würde zu weit führen, wollte man alle Erscheinungsformen des Magnetismus und der Elektrizität anhand von Beispielen besprechen. Es sollen daher nur noch kurz drei Induktionsprinzipien besprochen werden, und zwar die Wirkungsweise des Generators bzw. der stromerzeugenden Maschine, die Bewegungsursache eines Stromleiters innerhalb eines magnetischen Feldes und die Wirkungsweise der drahtlosen Sendung und des drahtlosen Empfanges. Gerade diese Beispiele deuten auf das Vorhandensein der statisch ausgeglichenen Kleinstteilchen-Wirbelfelder innerhalb des Grosswirbelfeldes der Erde hin.

Der Induktionsvorgang bei der stromerzeugenden Maschine

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Die Abb. 21 veranschaulicht schematisch den Induktionsvorgang einer Wechselstrom erzeugenden Maschine. Der Übersichtlichkeit wegen ist um den Rotor nur eine Wicklung gezeichnet. Stehen sich die Polpaare gegenüber, so sind sämtliche Wirbelachsen der Kleinstteilchen parallel zur Polachse, infolgedessen beaufschlagt die Drahtwicklung während ihres Durchganges zwischen den Polen fast ausnahmslos alle Wirbelseiten der dazwischen befindlichen Kleinstteilchen. Beim Generator sind nicht nur die Wicklungen bewegt, sondern auch die Kleinstteilchen fluten mit der Annäherung der Rotorpole an die Statorpole hin und her und vergrössern somit ihre Aufprallgeschwindigkeit, weil ihre Hin- und Herbewegung immer der Bewegung der Wicklung entgegenläuft. Da die Richtung der Kleinstwirbel zwischen den Polen genau der Richtung des Hauptwirbels der Magnetpole entspricht, so haben wir innerhalb der beiden sog. homogenen Polfelder gleichen Strömungssinn der Kleinstteilchen. Wird nun die Wicklung im Sinne der gefiederten Pfeile in Drehung versetzt, dann beaufschlagt der obere Teil der Wicklung die linke Wirbelseite und der untere Teil die linke Wirbelseite der Kleinstteilchen. Hierdurch wird gleichzeitig eine Verdoppelung der Induktion erreicht. Drehen wir die Wicklung aus dem Polbereich heraus, dann trifft sie immer mehr und mehr auf die Polseiten der Kleinstteilchen, bis schliesslich nach 90° Schwenkung, also in der sog. neutralen Zone, der Induktionsstrom auf Null gesunken ist. Wandert die Wicklung über diese Zone hinaus, dann kehrt die Stromrichtung um, weil der vorher obere Teil der Wicklung nunmehr die linke Wirbelseite der unteren Kleinstteilchen und der vorher untere Wicklungsteil die linke Wirbelseite der oberen Teilchen beaufschlagen. Drehen wir die Wicklung über 180° hinaus, dann sinkt der Induktionsstrom bei 270° Schwenkung zum zweitenmal auf Null und nimmt von da na wieder die gleiche Richtung ein, wie bei der Schwenkung innerhalb der ersten 90°.

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In diesem Zusammenhang dürfte es von Interesse sein, auch die Bewegungsursache eines Stromleiters innerhalb eines magnetischen Feldes aufgrund der Wirbelstaugesetze zu erklären. Die Abb. 22 zeigt im oberen Bild die Ansicht eines Magnetfeldes zwischen zwei Polen mit zwei Stromleitern 1 und 2 im Schnitt und im unteren Bild einen Schnitt A-B. Fliesst in den beiden Stromleitern ein Strom in Richtung des dicken Pfeiles, dann ist die Stromrichtung der Kleinstteilchen zwischen Leiter 1 und dem Magnetfeld gleichgerichtet während die Strömungsrichtung der Kleinstteilchen zwischen Leiter 2 und dem Magnetfeld entgegengesetzt gerichtet ist. Die Folge hiervon ist nun, dass sich der Leiter 1 zum Magnetfeld in Richtung C-C bewegt und der Leiter 2 sich vom Magnetfeld in Richtung D-D entfernt. Beide Leiter haben also in diesem Falle die gleiche Bewegungsrichtung, weil beim Leiter 1 ein Sog bzw. eine Verdünnung und beim Leiter 2 infolge Strömungsstauung d. h. durch Gegenströmung ein Druck bzw. eine Verdichtung entsteht. Ändert sich bei den Stromleitern 1, 2 die Strömungsrichtung, dann ändert sich auch die Bewegungsrichtung der Leiter.

Die Induktion des erdmagnetischen Feldes

Wir haben also bei einer stromerzeugenden Maschine die Tatsache vor uns, dass wir mit Hilfe eines natürlichen (permanenten) oder eines künstlich erzeugten (temporären) Wirbelfeldes die durch die magnetischen Plusdrucke entstandenen Potentiale der Kleinstwirbel ableiten, und dass die entstehenden Energielücken durch fortwährendes Hinzuströmen neuer Energien aus dem Grosswirbel der Erde ausgefüllt werden. Mit anderen Worten können wir auch sagen, dass wir ein elektrisches Gefälle oder Potential erzeugen, wenn wir den Gleichgewichtszustand der statisch ausgeglichenen Kleinstteilchen-Wirbelfelder durch einen gewaltsamen und zeitbedingten Eingriff stören.

Das Induktionsprinzip der Fernsendung und des Fernempfangs

Die Wirkungsweise der drahtlosen Sendung ist im Grunde genommen die gleiche wie bei einem Stromleiter und einer Induktionsspule, nur tritt an Stelle des Stromleiters die Antenne des Senders und an Stelle der Induktionsspule die Antenne des Empfängers.

Die im gesamten Erdfeld verteilten Kleinstwirbelfelder stellen in beiden Fällen das Medium der Induktion dar. Wir haben schon früher erkannt, dass es bei der Induktion an sich gleichgültig ist, ob der Stromleiter bzw. die Induktionsspule oder die Kleinstwirbelfelder hin- und herbewegt werden. Da nun aber bei der drahtlosen Sendung das erstere nicht möglich ist, so muss man eben die Kleinstwirbelfelder des Erdfeldes hin- und herbewegen, und dieses ist gewissermassen nur durch ein stoss- oder ruckartiges Auf- und Entladen der Kleinstwirbelfelder des Erdfeldes möglich. Grundsätzlich kann dieses auf zwei Arten erreicht werden, und zwar durch rasches Schliessen und Unterbrechen eines Gleichstromkreises oder durch rasche Wechselfolge eines Wechselstromkreises. Bei allen Sendesystemen handelt es sich darum, dass durch allseitiges oder gerichtetes Ausstrahlen elektrischer Energie das Erdfeld in rascher Folge zusätzlich aufgeladen und wieder entladen wird. Die Bewegung der Kleinstteilchenwirbel geschieht auch beim Erdfeld stets im rechten Winkel zur Strömungs- oder Strahlrichtung der ausgesandten Energien, daher muss auch die Antenne des Empfängers, um den bestmöglichen Empfang zu gewährleisten, in der Strahlrichtung liegen, weil sie in diesem Falle von der grössten Anzahl Kleinstwirbelfelder beaufschlagt wird. Die rechtwinklige Bewegung der Kleinstwirbel in horizontaler Richtung, also parallel zur Erdoberfläche, ist durch die Endlichkeit des Erdumfanges beschränkt, und daher in der Reichweite und in der Induktionswirkung schwach. Die durch das Erdfeld natürlich bedingten Abstände der Kleinstteilchen können bei zusätzlicher Aufladung ihre gegenseitigen Abstände in horizontaler Richtung nicht so vergrössern, wie das in vertikaler Richtung möglich ist; daher ist die Reichweite und die Induktion der vertikal bewegten Kleinstwirbel besser, als der horizontal bewegten Wirbel. Die sog. Reflexion von Kurzwellen aus der Schicht der Ionosphäre, welche als Echo auf der Erde registriert wird, hängt mit der Vertikalbewegung der Kleinstwirbel zusammen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass nur die zusätzliche Verstärkung des Erdfeldes, welche sich in einer zusätzlichen Aufladung der Kleinstteilchenwirbel und deren Abstandsvergrösserung äussert, induziert werden kann. Da sich, wie aus dem vierten Teil über das Wesen und die Fortpflanzung des Lichtes hervorgehen wird, durch die Einstrahlung der Sonne die gegenseitigen Abstände der Kleinstteilchenwirbel vergrössern, so kommen am Tage pro Quadratzentimeter Fläche weniger Kleinstwirbel zur Beaufschlagung als bei Nacht. Da sich die Teilchen horizontal, infolge der Endlichkeit des Erdumfanges, nicht so ausdehnen können wie vertikal, so erhält die Dichteverteilung der Kleinstteilchenwirbel um die Erde nach Abb. 23 ein ovales Aussehen. Da auch, wie das folgende Kapitel zeigt, die Temperatur auf die Abstandsvergrösserung der Kleinstwirbel einen nicht zu unterschätzenden Einfluss hat, so ist die Induktion auch ferner noch von den Schwankungen der Temperatur abhängig. Die tiefere Begründung dieses Einflusses soll indessen dem nachfolgenden Kapitel vorbehalten sein.

 23

Der Grosswirbel der Erde

Wir konnten nun die Feststellung machen, dass die Achse des Wirbels sich stets in einen rechten Winkel zur Strömung stellt, und dass der Südpol der Achse sich immer auf der linken Seite befindet, wenn die grössere Intensität der Strömung oberhalb der Wirbelachse und die Richtung der Strömung vom Beschauer hinwegführt.

Die Strömungsrichtung des Grosswirbelfeldes der Erde

Betrachten wir aufgrund dieses Gesetzes die verschiedenen Stellungen eines Stabmagneten, bzw. einer Magnetnadel in den einzelnen Breitengraden der Erde, dann finden wir, wenn wir die Stellungen in ihren gegenseitigen Beziehungen und in ihrer Gesamtheit auswerten, dass wir von Ost nach West eine Strömung um die Erde haben, und zwar vom Äquator nach beiden Seiten bis zu hohen Breitengraden, einen von der Erde ausströmenden Grosswirbel und an den magnetischen Polen der Erde je einen einströmenden Wirbel. Die beiden ein- und der eine ausströmende Wirbel der Erde haben, wie beim Stabmagneten, gleichen Strömungssinn. Genauso, wie wir im Kleinsten das Strömungsprinzip erkannten, genauso verhält es sich in der Fortsetzung dieses Denkens auch im Grossen. Da die Erde nur einen kleinen Ausschnitt des Sonnensystems darstellt, so muss sich das Wirbelströmungsprinzip in dem noch grösseren Massstab der Sonne ebenso genau und exakt verhalten wie bei der Erde.

Der Grösstwirbel der Sonne

Stellt sich der Strömungswirbel eines Stabmagneten mit seiner Rotationsachse rechtwinklig zur Strömung des Erdgrosswirbels, dann stellt sich letzterer wiederum rechtwinklig zum Strömungswirbel der Sonne. Haben wir zwischen einem Stabmagneten und der Erde gleichen Strömungssinn der Wirbel, dann haben wir konsequenterweise auch zwischen der Erde und der Sonne gleichgerichtete Wirbelströmung. Wie wir festgestellt haben, beruht die Ursache der rechtwinkligen Einstellung auf Stauung zweier gegenläufiger Strömungen. Diese Stauung finden wir beim Stabmagneten (Magnetnadel) auf der der Erde abgekehrten Wirbelseite. Zwischen Erde und Magnet haben wir also gleichen Strömungssinn und auf der der Erde abgekehrten Wirbelseite des Magneten eine Gegenläufigkeit des Magnetwirbels einerseits und des Grosswirbels der Erde andererseits. Genauso, wie ein Stabmagnet bzw. eine Magnetnadel infolge der Wirbelstauung in einem rechten Winkel zum Grosswirbel der Erde gehalten wird, genauso wird wiederum die Erde, d. h. deren magnetische Polachse annähernd in einem rechten Winkel zum Grösstwirbel der Sonne gehalten.

Die Störungen des Grösstwirbels

Es ist nun so, dass auftretende Störungen innerhalb des Sonnenwirbels sich auch auf den Grosswirbel der Erde übertragen und diese Störungen sich wiederum auf die kleineren Wirbel und Kleinstwirbel fortpflanzen müssen. Die täglichen, jährlichen und säkularen Störungen des Sonnenwirbels übertragen sich somit auf den Grosswirbel der Erde, und dieser beeinflusst also die Wirbel der Stabmagneten und der Magnetnadeln, welche in ihren täglichen, jährlichen und säkularen Abweichungen in Übereinstimmung mit dem Lauf und den Vorgängen auf der Sonne die tieferen Zusammenhänge bestätigen. Wir werden in einem weiteren Kapitel diese Schlussfolgerungen noch näher zu begründen versuchen.

Registrierender, erdmagnetischer Differenzialmotor

 24 25

Die Abb. 24 und 25 zeigen einen vom Verfasser entwickelten erdmagnetischen Differentialmotor mit Fernübertragung zur fortlaufenden Registrierung des erdmagnetischen Feldes. Mit Hilfe dieses Motors lassen sich sehr interessante Aufschlüsse über die tieferen Zusammenhänge des erdmagnetischen Feldes mit der Sonne feststellen. Das Erdfeld unterliegt bekanntlich bei Tag und Nacht und während der Jahreszeiten sowie bei Wolkenbildungen fortwährenden Schwankungen. Diese Schwankungen, sowie die Ausbrüche der Protuberanzen auf der Sonne, sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite derselben, werden in sehr charakteristischer Weise aufgeschrieben. Auch scheinen manche Erdbeben mit dem erdmagnetischen Feld in Zusammenhang zu stehen. So fielen beispielsweise schon einige steil ansteigende Kurven fast auf die Stunde genau mit dem Erdbeben in Südfrankreich und dem Erdbeben im Pazifik im Jahre 1959 zusammen. Auch konnte der Verfasser Zusammenhänge zwischen dem Erdmagnetismus und den Sonnenabständen Aphel und Perihel feststellen. Diese Beobachtung lässt in Verbindung mit der hier vertretenen Anschauung die Schlussfolgerung zu, dass das erdmagnetische Feld im Grunde genommen nicht der Erde angehört, sondern der Sonne, und nichts anderes darstellt, als das dem Abstand der Sonne entsprechend verdichtete Gravitationsfeld der Sonne. Ebenso könnte man hieraus schliessen, dass das Gravitationsfeld der Erde bei einer entsprechenden Entfernung sich ebenfalls verdichtet und als magnetisches Feld wirksam wird. Interessante und genauere Ergebnisse werden einmal erzielt werden, wenn innerhalb der einzelnen Breitengrade und Meridiankreise der Erde eine Anzahl erdmagnetischer Differenzialmotore ununterbrochen laufen werden. Der Motor besteht in der Hauptsache aus einem Rotor mit Abwälzkollektor und einem konstant gehaltenen Rotorfeld, sowie aus zwei feststehenden Statorspulen mit konstant gehaltenem, jedoch schwächerem Statorfeld. Letzterem fällt die Aufgabe zu, die auf ein Minimum reduzierten Reibungskräfte des Rotors auszugleichen, so dass fast ausschliesslich nur der Erdmagnetismus zur Wirkung und Aufzeichnung kommt. Ausserdem wird mittels dieses konstanten Statorfeldes die Nullage des Motors bestimmt, indem der Motor mit seiner Nord-Südachse (1-1) um 180° geschwenkt wird. In dieser Lage wird das mit dem Motor verbundene Statorfeld 3-4 derart einreguliert, dass der Motor zum Stehen kommt. In dieser Stellung wird die Schreibfeder des Fernschreibers auf die Nullinie gebracht. Nach dieser Einstellung wird der Motor wieder in seine alte Lage um 180° zurückgeschwenkt, so dass die beiden Nordpole der Statorspulen nach dem Nordpol der Erde zeigen. In dieser Stellung läuft der Motor an und erhält je nach der Dichte des Statorfeldes der Erde seine entsprechende Drehzahl. Diese kann sich zwischen 10 und 100 Umdrehungen pro Minute bewegen. Nimmt die Dichte des Erdfeldes ab oder zu, dann läuft der Motor langsamer bzw. schneller. Die Drehzahl beeinflusst nun infolge der Zentrifugalkraft in radialer Richtung zwei diametral an je einem Hebel befestigte Gewichte. Diese stehen mittels Kette mit einem auf der Rotorachse verschiebbaren Gegengewicht in Verbindung. Auf der unteren Stirnseite dieses Gewichtes kommt ein Rollen-Tasthebel zur Anlage, welcher die Bewegungen des Gewichts durch Übersetzung reibungslos auf eine Ferngeber-Widerstandswalze überträgt, welche mit einem Fernschreiber in Verbindung steht. Der Tasthebel erhält in gewissen Zeitabständen durch einen elektrisch gesteuerten Andrückhebel mit der Widerstandswalze Kontakt und überträgt somit reibungslos die jeweiligen Standwerte des erdmagnetischen Feldes.

 26 Ausschnitte charakteristischer Diagramme

Die Abb. 26 zeigt den Verlauf der erdmagnetischen Schwankungen innerhalb einer Woche auf dem 49. Breitengrad und dem 8. östlichen Meridian. Zu den konstruktiven Merkmalen des erdmagnetischen Differentialmotors wäre noch zu sagen, dass die Spindellager des Rotors in hierfür speziell entwickelten Prisma-Kugellagern laufen, deren Reibungswiderstand auf ein Minimum reduziert wurde. Das Untersetzungsverhältnis des Spindeldurchmessers zu den Kugeln beträgt beim Versuchsmodell 1:5. Die Übertragung des konstanten Stromes auf den Kollektor geschieht nicht durch die bekannten Schleifkontakte, sondern durch Abwälzkontakte, deren Untersetzungsverhältnis 1:50 bemessen ist. Praktisch sind die Reibungsverhältnisse dieser auch hierfür entwickelten Abwälzkontakte des Kollektors gleich Null und üben daher, auch bei erhöhtem Andruck, fast keinen Einfluss auf die Reibung aus. Obwohl die Abreissfunken des Kollektors weitestgehend durch Kondensatoren gelöscht werden, würden sich aber auf den Ablaufflächen des Kollektors und den Abwälzrädern durch kleinste, kaum noch wahrnehmbare Abreissfunken nach einiger Zeit eine Oxydschicht bilden, welche allmählich durch zunehmenden Widerstand die Messung beeinträchtigen würden, wenn nicht der Rotor in einem mit indifferentem Gas gefüllten Behälter untergebracht wäre. Zur Beobachtung des Rotors ist der obere Teil des als schwimmende Glocke ausgebildeten Behälters mit einer Glasscheibe versehen. Ideal wäre natürlich die Messung, wenn der Rotor keinem schwankenden Widerstand durch atmosphärische Druckunterschiede unterworfen und deshalb in einem evakuierten Behälter untergebracht wäre.

Der Vollständigkeit halber soll noch erwähnt werden, dass der Rotor auch ohne die Statorspulen 3-4 läuft, nur machen sich gewisse Reibungsunterschiede bei der Messung bemerkbar.

Im Zusammenhang mit diesem Motor soll noch ein interessantes und für die späteren Betrachtungen bedeutungsvolles Experiment Erwähnung finden. Ordnet man in Fortsetzung der Polachsen mit kleinem Abstand einen Weicheisenstab an und nähert man dessen äusserem Ende einen permanenten Magnet, so läuft der Motor durch Influenzwirkung schneller. Erwärmt man nun den Weicheisenstab mittels einer Gasflamme oder dergleichen, dann läuft der Motor unter dem Einfluss der Wärme langsamer. Umgekehrt läuft der Motor schneller, wenn der Weicheisenstab tiefgekühlt wird.

Die aktuelle Sonnen- und Erdenelektrizität

Will man über das Zusammenwirken einer Anzahl bestimmter Bauelemente, beispielsweise einer Taschenuhr, Klarheit über die dem Bauplan zugrunde liegende Idee erlangen, dann kann man zwei grundsätzlich verschiedene Wege gehen, um zum gleichen Ziele zu gelangen. Der nächstliegende und allgemein übliche Weg ist der, dass man die Gesetzmässigkeit der einzelnen Bauelemente genauestens studiert, letztere in Gruppen ordnet, verbindet und von der Funktion der einzelnen auf die Funktion aller Bauelemente schliesst. Dieser Weg führt also von den einzelnen stofflichen Elementen zur geistigen Idee des Baumeisters. Der zweite Weg ist der ursprüngliche, direkte Weg von der Idee des Baumeisters zur stofflichen Wirksamkeit der Bauelemente. Wollen wir diesen Weg beschreiten, dann müssen wir versuchen, in die Ideenwelt des Baumeisters unterzutauchen. Wir müssen also selber zum Nachschöpfer werden, um von der Aufgabenstellung zur Idee und von dieser zu deren einzelnen Bauelementen zu gelangen. Wir müssen also selbst den Elementen die Gesetzmässigkeit aufdrücken und die Einzel-, Gruppen- und Gesamtfunktionen im voraus bestimmen und berechnen. Gehen unsere Erwartungen in Erfüllung, dann waren unsere nachgebildeten Ideen und Gedanken richtig. Treffen aber unsere Erwartungen nicht oder nur teilweise zu, dann haben wir die Idee des Baumeisters nicht oder nur stückweise erkannt. Den ersten Weg können wir als den empirischen, erfahrungsgemässen von der stofflichen zur geistigen Ideenwelt führenden und den zweiten als den erkenntnistheoretischen von der geistigen zur stofflichen Welt führenden Weg bezeichnen. Wir wollen nunmehr in unseren weiteren Betrachtungen den erkenntnistheoretischen Weg beschreiten. Er ist der schwierigere, aber er führt uns sicherer und schneller zum Ziel.

Im Verlaufe unserer Ausführungen mussten wir, um uns die verschiedensten Induktionsvorgänge anschaulich und begreiflich zu machen, unsichtbare Kraftströmungen annehmen, genau so, wie uns dieselben gemäss den Gesetzen der Gas- und Flüssigkeitsströmungen geläufig sind. Durch diese Annahme konnten wir sogar die Richtungen der unsichtbaren Strömungen und die ursächlichen Zusammenhänge zwischen irdischen und kosmischen Vorgängen aufzeigen. Wir nannten diese unsichtbaren Kraftströmungen, aktuelle Sonnenelektrizität.

Die Eigenschaften der aktuellen Sonnenelektrizität

Unter dieser aktuellen Sonnenelektrizität haben wir uns die von der Sonne ausgehende ost-westliche Spiralströmung vorzustellen, welche sich innerhalb des gesamten Sonnensystems in ihrer Wirkung als die Sonnengravitation erweist. Wir werden später noch ausführlich über diese Zusammenhänge zu sprechen haben. Einstweilen stellen wir nur fest, dass diese aktuelle Sonnenelektrizität in ihrer Auswirkung den Strömungsgesetzen der Aerodynamik und der Hydrodynamik nahe kommt. Wir müssen daher konsequenterweise dieser auch ähnliche Eigenschaften wie Ausdehnung durch Wärme und Zusammenziehung durch Kälte zuschreiben und ebenso auch, dass Wärme durch Bewegung, Reibung, Stauung, und Kälte durch Reibungs- und Stauungslosigkeit, also durch die Ruhe entsteht. Mann kann auch sagen: der Wärmepol hängt mit der Bewegung und der Kältepol mit der Ruhe zusammen. Die aktuelle Sonnenelektrizität ist also die in Bewegung befindliche Elektrizität, während die potentielle Elektrizität die in Ruhe verharrende und auf dem tiefsten Kältepol befindliche Elektrizität ist. Auch diese Zusammenhänge werden an späterer Stelle noch ausführlich behandelt. Die potentielle Elektrizität bzw. Energie ist der Uraggregatzustand aller Substanzen, er ist also der erste Aggregatzustand der Materie und bildet genauso die Voraussetzung zum gasförmigen Aggregatzustand, wie dieser die Voraussetzung zum flüssigen und letzterer wieder die Voraussetzung zum festen Aggregatzustand bildet. Demnach ist also die potentielle Elektrizität oder Energie als der Baustoff der Substanzwelt zu betrachten.

Das Wesen der Wärme und der Kälte

Übertragen wir diese Erkenntnis, dass der Wärmezustand nur die Folge von Reibung und Stauung ist, auf unsere aktuelle Elektrizität, dann machen wir folgende Feststellung: Schauen wir uns einmal daraufhin die früheren Abbildungen etwas näher an. Überall nehmen wir zwischen den Kleinstteilchen Stauungen gegenläufiger Wirbelströmungen wahr. Diese Stauungen müssen also Wärme erzeugen, gleichgültig, ob wir ein künstlich erzeugtes Wirbelfeld oder ein natürliches, wie z. B. beim permanenten Magneten vor uns haben. Da die aktuelle Sonnenelektrizität die Kleinstteilchen entsprechend ihrer Substanzzugehörigkeit und ihres Aggregatzustandes mehr oder weniger intensiv umwirbelt, so haben wir durch diese Stauung einen bestimmten Wärmezustand der Materie zu verzeichnen. Es ist bekannt, dass in Gegenden, in welchen monatelang die Sonneneinstrahlung unterbleibt, die Temperatur nie unter -67 Grad C herabsinkt. Diese scheinbare Temperaturkonstanz ist die Folge einerseits von Stauungen gegenläufiger Kleinstteilchenwirbel, welche sowohl von der aktuellen Sonnenelektrizität als auch von der aktuellen Erdenelektrizität herrühren und andererseits von den Kleinstteilchen-Kugelstauzonen, welche an späterer Stelle noch besprochen werden. Gewisse, z. B. radiumhaltige Substanzen haben ihrer inneren Struktur zufolge eine höhere Stauwärme. Aber genau so, wie die Endtemperatur eines künstlich erzeugten Wirbelfeldes eines Stromleiters nicht überschritten werden kann, weil dauernd ebensoviel Wärme an die Umgebung abgegeben wird, als durch die Stauung der hindurchfliessenden aktuellen Sonnenelektrizität entsteht, kann auch nicht die Endtemperatur des Wirbelfeldes dieser Substanzen höher liegen, als ein bestimmter Betrag über der Umgebungstemperatur. Innerhalb eines Stromleiters liegen die Verhältnisse so, dass wir in der Leitungsachse keine Wirbel zu verzeichnen haben, weil die dort befindlichen Kleinstteilchen der Leitungssubstanz allseitig umströmt werden. Die Wirbelbildung wächst bis zum Rande des Leitungsquerschnittes proportional dem Radius von der Leitungsachse und somit erreicht auch die Wirbelintensität der Kleinstteilchen an dem Rande bzw. in der Nähe der Oberfläche des Stromleiters ihren höchsten Stand.

Die Ursache des elektrischen Leitungswiderstandes und der Wärmeleitung

Hätte man innerhalb eines Stromleiters nur diejenigen Kleinstteilchen, die wir als die ausserhalb des Stromleiters im Raume befindlichen Teilchen schon beschrieben haben, dann wäre im Stromleiter nur eine geringe Wirbelbildung und Stauwärmeentwicklung und infolgedessen eine beschleunigte Wirbelfortpflanzung (Wärmeleitung) und somit auch ein geringer spezifischer Widerstand vorhanden. So aber haben wir je nach der Struktur und Substanzbeschaffenheit des Stromleiters innerhalb desselben verschiedene Wirbelintensitäten und Wirbelfortpflanzungsgeschwindigkeiten. Man kann also sagen: hohe und dichte Wirbelintensitäten pflanzen sich nach den nächstliegenden Teilchen langsam fort, weil eben eine gewisse Zeit zu einer grossen Wirbelbildung bzw. grossen Aufladung erforderlich ist. Grosse Wirbelintensitäten haben grosse Stauungen, d. h. eine hohe Wärmeentfaltung zur Folge. Mit grossen Stauungen ist daher auch ein grosser Widerstand verbunden. Umgekehrt kann man auch sagen, kleine Wirbelintensitäten übertragen sich auf die Nachbarteilchen sehr rasch, weil geringe Aufladungen naturgemäss in kürzerer Zeit vor sich gehen. Kleine Wirbelintensitäten haben geringe Stauungen und Wärmeentwicklung und somit auch einen geringen Widerstand zur Folge. So hat beispielsweise Silber einen spezifischen Widerstand von ca. 0,016 Ohm und eine Wärmefortpflanzung bei einem Meter Länge, einem Quadratmillimeter Querschnitt und einem Temperaturunterschied pro Stunde von 0,00035064 kg-Cal; während Graphit einen Widerstand von 40 Ohm und unter den sonst gleichen Bedingungen eine Wärmefortpflanzung von nur 0,00000360 kg-Cal. hat.

Die Wirbelintensität der Substanzkleinstteilchen kann nicht unermesslich in die Höhe getrieben werden; auch hier ist eine Sättigungsgrenze vorhanden.

Die Zu- und Abnahme des elektrischen Widerstandes bei Temperaturerhöhung

Bis zur Erreichung dieser Wirbelsättigungsgrenze muss also – wie weiter unten noch näher erläutert wird – der Widerstand folgerichtig zunehmen, während er bei Überschreitung dieser Grenze abnehmen muss. Diese Sättigungsgrenze ist nun bei einigen nichtmetallischen Stoffen, wie Kohlenstoff in graphitischer Form, Bleisuperoxyd, Mangansuperoxyd, Silicium und Karbide mit ihren hohen spezifischen Widerständen und geringen Wärmeleit- oder Fortpflanzungszahlen längst überschritten. Daher kommt es, dass deren spezifischer Widerstand bei Temperaturerhöhung abnimmt, während bei metallischen Stoffen mit geringerem Widerstand und höheren Wärmeleitzahlen der spezifische Widerstand bei Temperaturerhöhung zunimmt. Sobald nämlich die Wirbelsättigungsgrenze erreicht ist, macht sich die Ausdehnung bzw. die Verdünnung der aktuellen Sonnenelektrizität bei der Erhöhung der Temperatur bemerkbar. Die Stauung lässt nach und demzufolge auch der Widerstand.

Der spezifische Widerstand und die Wärmefortpflanzung innerhalb einer Substanz sind zwei reziproke Werte, d. h. sie stehen in einem wechselseitigen Verhältnis zueinander. Um die Werte dieser wechselseitigen Verhältnisse gleichnamig zu machen, muss man in der gleichen Zeiteinheit durch den spezifischen Widerstand erzeugte Stromwärme in kg-Cal. einsetzen. Die Stromwärme von Silber ist demnach:

Q=0,00024•J2•W•t=0,00024•12•0,016•36=0,014 kg-Cal/h.

Dagegen beträgt die Stromwärme von Graphit:

Q=0,00024•12•40•3600=34,560 kg-Cal/h.

Das Gesetz der thermoelektrischen Spannungsreihe

Da die Wärmeleitzahl ein Ausdruck für die Geschwindigkeit der Aufladung und die Stromwärme ein Mass für die Aufnahmefähigkeit der Kleinstteilchen einer Leitungssubstanz darstellen, so ergibt das Produkt aus beiden Faktoren ein Kraftmass bzw. ein Intensitätsmass der aufgeladenen Kleinstteilchenwirbel. Berechnet man nun die Wirbelintensität einer Anzahl Substanzen und stellt dieselben der Grössenordnung nach untereinander, dann findet man, dass diese Grössenordnung prinzipiell der empirischen thermoelektrischen Spannungsreihe entspricht. Auf der nachfolgenden Tabelle sind nun vom Verfasser errechnet einige Leitungssubstanzen der Grössenordnung nach untereinander gestellt. Die Wirbelintensität bezieht sich auf eine Temperatur der Substanzen von 18° C. Bei tieferen und höheren Temperaturen ändert sich durch Über- bzw. Unterschreitung der Sättigung die Reihenfolge der Wirbelintensität und dementsprechend auch die thermoelektrische Spannungsreihe.

Substanz

Spez. Widerstand

Wärmeleitzahl

Stromwärme

Wirbelintensität

 

6 mm2 / m

Kcal / cm•sec•Grad

Q=0,00024•J2•W•t/sec

K•Q

Wismut

1,2 - 1,4

0,0194

0,0003360

0,000006458

Konstantan

0,45 - 0,5

0,0540

0,0001080

0,000005832

Platin

0,108

0,1664

0,0000259

0,000004309

Zinn

0,110

0,1570

0,0000264

0,000004144

Gold

0,023

0,7003

0,0000552

0,000003865

Silber

0,016

1,006

0,00000384

0,000003863

Kupfer

0,0175

0,8915

0,00000420

0,000003744

Eisen

0,09 - 0,15

0,1436

0,0000216

0,000003101

Das Wesen der Thermoelektrizität

Werden nun zwei verschiedene Substanzen miteinander verbunden und dieselben an der Verbindungsstelle erwärmt, dann zeigt es sich, dass sich rechts und links der Verbindungsstelle kein Gleichgewichtszustand der Wirbel einstellen kann, weil die Wirbelintensität auf der einen Seite höher liegt als auf der anderen Seite. Es liegt also hier ein Potential, ein Gefälle vor. Notwendigerweise beginnt nun eine Elektrizitätsströmung von der höheren zu der niedereren Wirbelintensität, d. h. die sich ausdehnende aktuelle Sonnenelektrizität strömt von derjenigen Substanz mit der höheren Erwärmung nach derjenigen mit der geringeren Erwärmung. Die durch die Wärme ausgedehnte aktuelle Sonnenelektrizität strebt, ihrem Wesenszustand entsprechend, immer nach der kälteren Zone. Je grösser nun die Wärmedifferenz ist, desto grösser ist das Strömungsgefälle. Nun kommt es allerdings bei der Strömungsrichtung noch darauf an, welche Substanz bei der Temperaturerhöhung den geringeren Widerstand bietet, d. h. welche Kleinstteilchen die Aufladungs-Sättigungsgrenze schon überschritten haben. Um einen Thermostrom zu erzeugen, ist es nach dem Gesagten nicht unbedingt erforderlich, dass man zwei verschiedene Substanzen miteinander verbindet, sondern es genügt schon, wenn man eine Leitungssubstanz an irgendeiner Stelle erwärmt und die Wärmequelle bzw. die erwärmte Stelle über der Wärmequelle hin- und herbewegt. Hält man zunächst die Wärmequelle unbewegt unterhalb der Leitungssubstanz, dann herrscht auf beiden Seiten Wirbelintensitäts- oder Potentialgleichgewicht. Die ausgedehnte aktuelle Sonnenelektrizität versucht, nach beiden kälteren Seiten abzufliessen, hält sich aber infolge des Gleichgewichtszustandes die Waage. Somit heben sich also die beiderseitigen entgegengesetzt abfliessenden , gleichen Gefälle gegenseitig auf. Verschiebt man nun die Wärmequelle nach rechts oder nach links, dann wird das Potentialgleichgewicht gestört und die ausgedehnte aktuelle Sonnenelektrizität beginnt nach derjenigen Seite mit dem geringeren spezifischen Widerstand abzufliessen. Wie wir bereits schon festgestellt haben, ist bei Temperaturerhöhung die Zu- bzw. Abnahme des spezifischen Widerstandes von der Wirbelsättigungsgrenze abhängig. Daher kommt es, dass bei einer Anzahl Substanzen, beispielsweise bei Kupfer, die Stromrichtung gleich der Bewegungsrichtung der Wärmequelle ist, während aber bei kohlenstoffhaltigem Eisen und bei Substanzen mit geringer Wärmeleitzahl die Richtung des Stromes der Bewegungsrichtung des Stromes der Bewegungsrichtung der Wärmequelle entgegengesetzt ist. Bewegt man beim Kupfer die Wärmequelle nach rechts, so befindet sich die grössere Wärmekapazität links. Da nun aber beim Kupfer der Widerstand mit der Erwärmung zunimmt, so findet der Strom auf der rechten Seite mit der geringeren Wärmekapazität den geringeren Widerstand und fliesst infolgedessen rechts ab. Bewegt man hingegen bei Substanzen mit geringer Wärmeleitzahl wie Kohle, Blei, Antimon, kohlenstoffhaltigem Eisen die Wärmequelle nach rechts, dann herrscht auf der linken Seite mit der grössten Wärmekapazität infolge der Wirbelübersättigung ein geringerer spezifischer Widerstand als auf der rechten Seite, welche die kleinere Wärmekapazität besitzt. Infolgedessen fliesst in diesem Falle der Strom nicht nach rechts, sondern nach links, also der Bewegungsrichtung der Wärmequelle entgegengesetzt.

Das Potentialgleichgewicht eines Stromleiters kann man auch dadurch stören, indem man das eine Ende des Stromleiters erwärmt und das andere kalte Ende auf das erwärmte Ende legt. Im gleichen Augenblick entsteht eine ganz erhebliche Störung des Potentialgleichgewichtes und der Strom fliesst, genau wie oben beschrieben, nach derjenigen Seite mit dem geringeren Widerstand, und zwar so lange, bis der Gleichgewichtszustand durch Erwärmung des kalten Stromleiterteils wieder hergestellt ist.

Die Ursache der Verschiebung der heissesten und der kältesten Tage des Jahres

Bekanntlich fallen die heissesten und die kältesten Tage nicht mit dem längsten Tag am 21. Juni und dem kürzesten Tag am 21. Dezember zusammen, sondern die heissesten Tage haben wir etwa in der Mitte Juli und die kältesten Tage etwa in der Mitte Januar. Nach den bisherigen Ausführungen muss man annehmen, dass die höchsten und tiefsten Temperaturen des Jahres nicht in die Zeit der längsten und der kürzesten Tage fallen können, weil in diesen Zeitabschnitten gewissermassen Ruhepausen in der Abstandsgruppierung der Kleinstteilchen eingetreten sind. Erst nach eingetretener Änderung der Tageslängen und Mittagshöhen der Sonne wird die Erdoberfläche und somit auch die um die Erde strömende aktuelle Sonnenelektrizität verschieden stark erwärmt. Es beginnt aber erst nach dem 21. Juni eine Abschwächung der Sonneneinstrahlung und somit eine allmähliche Zusammenziehung der aktuellen Sonnenelektrizität, d. h. die Abstände der innerhalb der Atmosphäre befindlichen Kleinstteilchen werden kleiner und infolgedessen deren Wirbelstauwärme grösser, weil pro Flächeneinheit eine grössere Staudichte kommt. Zu der Mitte Juli noch verhältnismässig starken Einstrahlung kommt also noch die zusätzliche grössere Stauwärme der gegenläufigen Kleinstteilchenwirbel hinzu. Genau so verhält es sich im umgekehrten Sinne im Winter. Erst nach dem 21. Dezember beginnt eine Verstärkung der Sonneneinstrahlung und somit eine allmähliche Ausdehnung der aktuellen Sonnenelektrizität bzw. Abstandserweiterung der Kleinstteilchenwirbel und infolgedessen eine verhältnisgleiche Abnahme der Stauwärme. Zu der Mitte Januar noch schwachen Sonneneinstrahlung wird der Erde, durch gegenseitige Abstandserweiterung der Kleinstteilchen und der damit verbundenen geringer werdenden Stauwärme, noch Wärme entzogen. Aus diesen angeführten Gründen können daher die heissesten und die kältesten Tage nicht in die Zeit des 21. Juni und des 21. Dezember fallen, sondern erst etwas später, wenn die Abstandsänderungen der Kleinstwirbel begonnen haben und die Einwirkungen der Sonneneinstrahlungen den Temperatur-Abfall bzw. Anstieg der Erdoberfläche noch nicht entscheidend beeinflussen. Die praktische Nutzanwendung dieser Kälte- und Wärmeerkenntnis wird in naher Zukunft wohl diese sein, dass man durch periodisch anschwellende Spannungssteigerung magnetischer Felder, durch Abstandsvergrösserung der Kleinstteilchenwirbel tiefste Kälte und umgekehrt durch Spannungsabfall, d. h. durch Abstandsverringerung der Kleinstwirbel höchste Wärmegrade erreichen wird.

Es bedarf wohl keines besonderen Hinweises, dass zwischen der Gesetzmässigkeit der Kälteerzeugung durch Abstandsvergrösserung der Wirbelfelder sowie umgekehrt der Wärmeerzeugung durch Abstandsverkleinerung der Wirbelfelder und der Gesetzmässigkeit der Ausdehnung und Zusammenziehung fester, flüssiger und insbesondere gasförmiger Substanzen bei Kälte und Wärme, sowie Spannungsänderung, ein innerer Zusammenhang besteht. Stets ist die alle Kleinstteilchen umwirbelnde aktuelle Elektrizität die Ursache der Ausdehnung und Zusammenziehung der Substanzen. Die Ausdehnung erfolgt durch Spannungszunahme und die Zusammenziehung durch Spannungsabnahme der aktuellen Elektrizität. Die Spannungszunahme erfolgt entweder durch Wärme oder durch Erhöhung des Stromgefälles, und die Spannungsabnahme durch die Kälte oder Verringerung des Gefälles. Je nach der Intensität der Wirbel werden deren gegenseitige Abstände grösser oder kleiner. Nun ist aber an der Ausdehnung und Zusammenziehung der Substanzen nicht nur die aktuelle Sonnenelektrizität, sondern auch die aktuelle Erdenelektrizität beteiligt. Diese ist spezifisch irdisch und hat ihren potentiellen Sitz im Inneren der Erde. Die aktuelle Erdenelektrizität, welche in den folgenden Kapiteln noch näher erläutert wird, ist die Ursache der Erdenschwerkraft. Sie unterscheidet sich von der aktuellen Sonnenelektrizität nur durch ihren Spannungszustand. Die aktuelle Sonnenelektrizität kommt von der Sonne und ist auf der Erdoberfläche infolge des grossen Abstandes von der Sonne nicht mehr so hochgespannt wie die aktuelle Erdenelektrizität, deren Entfernung vom Innern, d. h. von der dynamischen Gleichgewichtszone der Erde verhältnismässig gering ist. Infolge ihres hohen Spannungszustandes ist sie nicht in der gleichen Weise wie die aktuelle Sonnenelektrizität messbar. Nu in der Kraft der Fallbeschleunigung hat man ein unmittelbares Mass ihres Spannungszustandes. Die aktuelle Sonnenelektrizität hat also auf der Erdoberfläche einen dem Sonnenabstand gemässen Spannungszustand und Dichte, während die aktuelle Erdenelektrizität eine der Erde entsprechende Spannung und Dichte besitzt. Alle irdischen Substanzen werden sowohl von der aktuellen Erdenelektrizität, als auch von der aktuellen Sonnenelektrizität in gleicher Strömungsrichtung umwirbelt, nur, wie schon erwähnt, mit dem Unterschied, dass die Erdenelektrizität entsprechend der Entfernung, eine bedeutend höhere Spannung und geringere Dichte hat als die aktuelle Sonnenelektrizität, welche wir bei der Besprechung des erdmagnetischen Differenzialmotors in ihrer Wirkungsweise als das erdmagnetische Feld erkannt haben.

Der Einfluss der aktuellen Sonnenelektrizität auf die Grosswetterlage

Die aktuelle Sonnenelektrizität übt insbesondere auf die Substanzen im gasförmigen Aggregatzustand einen grossen Einfluss aus. So z. B. unterliegt die Atmosphäre dauernd diesem Einfluss. Nimmt die aktuelle Sonnenelektrizität innerhalb des Erdfeldes an Wirbelintensität zu, dann nimmt der Luftdruck ab, und umgekehrt nimmt der Luftdruck zu bei Abnahme der aktuellen Sonnenelektrizität. Im Grossen gesehen, kann man sagen, dass der Einfluss der aktuellen Sonnenelektrizität die Grosswetterlage der Erde bestimmt. Ebenso ist die aktuelle Sonnenelektrizität – unabhängig von der Sonneneinstrahlung – auch noch an den Wärme- und Kälteerscheinungen massgeblich beteiligt. Auch müssen wir unterscheiden, ob das aktuelle Sonnenelektrizitätsfeld mit oder ohne Sonneneinstrahlung zu- oder abnimmt. Im allgemeinen kann man sagen, dass mit der Abnahme des aktuellen Sonnenelektrizitätsfeldes ein Temperaturanstieg und mit Zunahme ein Temperaturabfall verbunden ist, weil eben die Wärme die Folge der gegenläufigen aktuellen Sonnenelektrizitäts-Kleinstwirbelstauung und Abstandsänderung der Kleinstwirbel ist.

Wolken- und Hagelbildung

Bei der Wolken- und Hagelbildung können wir beobachten, dass bei starker Zunahme des aktuellen Sonnenelektrizitätsfeldes in höheren Lagen Kälte eintritt, was zur Kondensation des Wasserdampfes der Atmosphäre führt und Wolken-, Hagel-, Gewitterbildung, d. h. aktuelle Sonnenelektrizitätsentladung (Blitz) zur Folge hat. Auch wird durch die Abstandserweiterung der Kleinstteilchen die Atmosphäre durchsichtiger und dadurch das Blickfeld weiter und grösser. Die praktische Verwertung dieser neuen Erkenntnis wird nun dazu führen, dass man in naher Zukunft einen weitestgehenden Einfluss auf die Kleinwetterlage ausüben wird. Man wird in der Lage sein, z. B. ein örtliches Hagelwetter dadurch zu verhindern, dass man durch rasche Bewegung der Kleinstteilchen – entweder durch künstliche Blitze oder durch explosionsartige Erschütterungen – das aufgeladene Erdfeld induziert. Zu diesem Behufe wären zweckmässig gebaute und gut geerdete Antennen in den zu schützenden Gegenden aufzustellen. Umgekehrt kann man aber auch durch Aufladen des Erdfeldes Regen erzeugen. Wie das Aufladen am zweckdienlichsten vollzogen wird, müssten Grossversuche ergeben. Z. B. wäre es denkbar, mit Hilfe von Flugzeugen elektrisch aufgeladene Substanzen in feinster Verteilung aus grosser Höhe auszustreuen. Durch diese zusätzliche Aufladung der atmosphärischen Kleinstteilchen würde durch Vergrösserung deren gegenseitigen Abstände eine Kältewirkung und demzufolge eine Kondensation des Wasserdampfes der Atmosphäre eintreten und als Regen zum Ausfallen kommen. Die bereits erwähnte Kälteerzeugung durch Spannungssteigerung wäre also in der Natur schon vorhanden.

Die Ursache des absoluten Nullpunktes

Da nach dieser Wirbeltheorie Elektrizität und aktuelle Sonnenelektrizität ein und dasselbe ist, d. h. sich nur durch Spannung und Dichte unterscheiden, so müssen auch die Stau-, Wärme- und Widerstandserscheinungen die gleichen sein. Da also Wärme durch Stauung der gegenläufigen Wirbel entsteht, so kann man die Stauung auch schlichtweg als Widerstand der aktuellen Sonnenelektrizität bezeichnen. Wenn nun bei reinen Metallen der elektrische Widerstand, welcher ja auch nur die Folge des Wirbelstaueffektes des elektrischen Stromes ist, pro Grad Temperaturabnahme etwas 0,4 % beträgt, so muss das auch bei Gasen der Fall sein, wenn die Temperaturabnahme der gegenläufigen Wirbelstauabnahme entsprechen soll. In der Tat ist dieses auch der Fall, denn die Stauabnahme ist bei Gasen auch gleichzeitig mit der Abstandsverringerung der Kleinstteilchen und somit der Volumenverminderung verbunden, und diese Volumenverminderung beträgt, wenn auch nicht bis zu den tiefsten Temperaturen unverändert, pro Grad Temperaturabfall 0,3662 %, d. h. der Widerstand der aktuellen Sonnenelektrizität nimmt bei Gasen 0,3662 % pro Grad Temperaturabfall ab, während er bzw. die Elektrizität bei reinen Metallen, z. B. Kupfer, Blei, Aluminium 0,4 % beträgt. Es ist nun sehr leicht auszurechnen, dass bei 100 % oder bei einem Temperaturabfall von minus 273 Grad C der Widerstand und demzufolge auch die Wirbelstauung und Stauwärme vollkommen ausgeschaltet sein muss. Mit anderen Worten würde das heissen, dass von -273 Grad ab die aktuelle Sonnenelektrizität innerhalb der Substanzen keiner Wirbelbildung mehr unterworfen ist und demnach stauungslos bzw. widerstandslos durch die Substanzen strömt. Der Grund zu diesem Verhalten der Elektrizität kann aber nur darin zu erblicken sein, dass die mit bestimmter Dichte und Spannung auf der Erde ankommende aktuelle Sonnenelektrizität gerade bei minus 273 Grad weder ausgedehnt noch zusammengezogen wird, dass also gerade diese Temperatur ihrem ankommenden Spannungszustand entspricht. Somit hätte die aktuelle Sonnenelektrizität von minus 273 Grad an keinerlei Wirbelgefälle, Stauung und Wärmebildung mehr. Die aktuelle Erdenelektrizität hingegen bleibt von dieser Temperatur unberührt, weil ihr Spannungszustand gegenüber der aktuellen Sonnenelektrizität weitaus höher liegt. Infolge der Spannungsabhängigkeit der aktuellen Sonnenelektrizität von dem Abstand der Sonne-Erde tritt in der Gesetzmässigkeit der kinetischen Gastheorie bei etwa -273 Grad C ein Wendepunkt ein. Über diesen Wendepunkt hinaus kann man die Gesetze der kinetischen Gastheorie nicht mehr zur Anwendung bringen.

Die klare Überlegung zeigt also, dass wir gegenwärtig zwar ausserstande sind, die Temperatur unter -273 Grad herabzudrücken, dass aber für unsere weiteren Betrachtungen durchaus kein Grund vorhanden ist, bei dieser Temperatur Halt zu machen. Vielmehr erscheint es durch das unerbittliche Gesetz der Logik geboten, auf der Grundlage des im zweiten Teil beschriebenen Substanzaufbaues noch weitaus tiefere Temperaturen als -273 Grad als möglich und als berechtigt anzunehmen.

Ferner gelangen wir zu der Erkenntnis, dass die Temperatur von -273 Grad eine spezifisch irdische Angelegenheit ist und auf Himmelskörper mit anderen Sonnenabständen nicht übertragen werden darf; dass vielmehr jeder Himmelskörper innerhalb des Sonnensystems seinen eigenen spezifischen sog. absoluten Nullpunkt hat. So wären beispielsweise die mittleren spezifischen absoluten Nullpunkte unserer Planeten wie folgt:

Merkur -106°; Venus -197,5°; Erde -273°

Mars -418°; Jupiter -1425°; Saturn -2610°

Uranus -5250°; Neptun -8230°

Bei der experimentellen Bestimmung der tiefsten Temperatur sind die Abstände bei grösster Sonnennähe und bei grösster Sonnenferne zu beachten, weil beide jeweils andere Ergebnisse zeitigen müssen.

Zusammenfassung

Nachdem der Verfasser das neue universal wirkende Wirbelgesetz in grossen Umrissen zu skizzieren versuchte, wollen wir unsere Betrachtungen nicht schliessen, bevor wir nicht noch einmal unseren Blick auf die wesentlichen Züge und Merkmale dieses Gesetzes geworfen haben, um vielleicht doch noch die eine oder die andere Erkenntnis etwas klarer herauszustellen. Der Übersichtlichkeit und Kürze wegen wollen wir die gewonnen Erkenntnisse alphabetisch und jeweils als selbständige Glieder des Ganzen ordnen.

1. Anpressung (Anziehung) und Abstossung

Bei der sog. Anziehung, welche wir vorstellungsgerecht als Anpressung bezeichnen, handelt es sich stets um Druckkräfte, die im Raum von aussen nach innen, also zentripetal wirken, während es sich bei der Abstossung um zentrifugale Kräfte handelt. Um diesen Unterschied klar zu machen, müssen wir auch hierbei von dem Normalzustand des Erdfeldes ausgehen. Wir wissen nun, dass die Kleinstteilchen bzw. Kräftebälle im Erdfelde ganz bestimmte gegenseitige Abstände haben. Betrachten wir nun beispielsweise einen Stabmagnet innerhalb des Erdfeldes, dann finden wir, dass die Kräftebälle des Erdfeldes an den Polen des Stabmagneten durch die absteigenden Polwirbel zusätzlich aufgeladen sind und dementsprechend im Polumkreis grössere Abstände haben als ausserhalb. Wir haben also um die Pole herum gewissermassen eine Kräfteballverdünnung vor uns, welche sich innerhalb des Erdfeldes als statischer Plusdruck äussert, weil das Erdfeld stets die Normalabstände der Kräftebälle herzustellen sucht.

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Bringen wir nun in die Nähe eines Stabmagneten-Nordpoles den Südpol eines zweiten Stabmagneten nach Abb. 27, dann wird der statische Gleichgewichtszustand der Kräftebälle gestört, sobald die beiderseitigen verdünnten Kräfteballsphären der Pole ineinander greifen. Nun versucht das Erdfeld durch den von aussen wirkenden Druck die beiden ungleichpoligen Kräfteball-Verdünnungssphären ineinander zu schieben, um einen Gleichgewichtszustand auf kleinstem Raum herzustellen. Dieses Ineinanderschieben ist aber nur möglich, weil die Wirbelströmungen zwischen den Kräftebällen der ungleichnamigen Pole gleichen Strömungssinn haben und infolgedessen sich nicht stauen und gegenseitig abstossen.

Bei der Abstossung handelt es sich lediglich darum, dass der Strömungssinn zwischen den Kräftebällen gleichnamiger Pole entgegengesetzt gerichtet ist und demzufolge ein Staueffekt entsteht, welcher in seiner Gesamtheit dem Ineinanderschieben der Verdünnungssphären entgegenwirkt. Auf diesem gleichen Prinzip der Anpressung und der Abstossung beruhen grundsätzlich auch alle chemischen Verbindungen und Reaktionen, wie wir später noch sehen werden.

2. Elektrizität

Die Elektrizität ist ihrem Wesen nach konzentrierte aktuelle Sonnenelektrizität, deren Gefälle in Bezug auf den Normalzustand des Erdfeldes sowohl positiv als auch negativ sein kann. Da sie stets durch Störung des Gleichgewichtszustandes des Erdfeldes zur Auslösung gelangt, so halten sich positiv und negativ immer die Waage. Die Störung des Gleichgewichtszustandes kann nun auf verschiedene Arten erfolgen:

  1. Durch mechanische Verschiebung der Kräftebälle innerhalb eines statisch ausgeglichenen Kräfteballfeldes (Induktion, Reibungselektrizität);
  2. Durch Schaffung eines Wärmegefälles mittels jeweils verschiedenem Wirbelpotential (Thermoelektrizität, galvanische Elektrizität);
  3. Durch Entleerung der potentiellen Kernelektrizität eines Kräfteballes (Lichtrakete, Photostrom).

3. Potentielle und aktuelle Erdenelektrizität

Die potentielle Erdenelektrizität hat ihren Sitz im Innersten der Erde und wurde in urferner Vergangenheit, anlässlich einer ungeheuren Eruption, aus der Sonne geworfen. Die aktuelle Erdenelektrizität hingegen, ist diejenige Kraft, welche, ebenso wie die aktuelle Sonnenelektrizität, in ost-westlicher Richtung von der dynamischen Gleichgewichtszone der Erde aus in aufsteigender hochgespannter Spiralströmung um die Erde strömt, alle Substanzen umwirbelt und diese durch die entstehenden Staueffekte an die Erde drückt. Die Substanzen werden also nicht angezogen, sondern werden in zentripedaler Richtung an die Erde gedrückt. Die aktuelle Erdenelektrizität ist also die Erdgravitation, d. h. die Ursache der Erdenschwerkraft. Die aktuelle Erdenelektrizität beeinflusst zum Teil die Umdrehung des Mondes um die Erde; ferner ist sie, in Verbindung mit der Stellung des Mondes, die Ursache von Ebbe und Flut. Alles Nähere soll einem späteren Kapitel vorbehalten werden.

4. Erdmagnetisches Feld

Innerhalb des inhomogenen Grosswirbels der Erde befinden sich eine Unzahl Kräftebälle, deren gegenseitige Abstände von der Intensität des Grosswirbels, der Temperatur und der Sonneneinstrahlung abhängig sind. Infolge des inhomogenen Grosswirbels haben die Wirbel der Kräftebälle alle gleichen Strömungssinn. Durch die Sonneneinstrahlung werden die auf der Tagseite befindlichen Kräfteballwirbel zusätzlich aufgeladen und somit deren gegenseitige Abstände vergrössert. Es kommen also auf der Tagseite pro Quadratzentimeter Fläche weniger Kräftebälle zur Beaufschlagung als auf der Nachtseite, wo die Kräfteballdichte eine grössere ist. Es findet auf der Tagseite gewissermassen eine Aufblähung bzw. eine Abstandserweiterung der Kräftebälle – oder man kann auch sagen: eine Verminderung der Kräftebälle pro Raumeinheit – statt, während auf der Nachtseite eine Zusammenziehung durch Abstandsverringerung oder eine Vermehrung der Kräftebälle pro Raumeinheit stattfindet. Will man das magnetische Erdfeld induzieren, so erhält man den grössten Strom, wenn man mit der Induktionsspule gegen den Äquator der Kräftebälle fährt, welche mit ihrem Südpol, bei Berücksichtigung der Inklination und der durch Störungen des Feldes bedingten Abweichungen alle nach dem magnetischen Nordpol der Erde zeigen. Bewegt man die Spule in Richtung gegen deren Pole, so ist auch hier der Strom gleich null. Auch beim Erdfeld kann man – wie beim magnetischen Feld des Stromleiters oder des Magneten beschrieben – die Induktionsspule stille stehen lassen und die Kräftebälle hin- und herbewegen, sobald das Erdfeld periodische und zusätzliche Verstärkungen erfährt. Letzteres wird durch hochfrequente Ströme erreicht (Sender). In diesem Falle wäre die Induktionsspule die Empfangsantenne. Es ist einleuchtend, dass nur die zusätzliche Verstärkung des Erdfeldes, was sich in der Aufladung der Kräfteballwirbel und deren Abstandsvergrösserung äussert, induziert werden kann. Auch ist es ferner einzusehen, dass die beste Induktion nur bei Nacht und bei gleichzeitiger tiefer Temperatur möglich ist, weil hierbei eine grössere Anzahl Kräftewirbel auf den Quadratzentimeter Fläche beaufschlagt wird als am Tage und bei höheren Temperaturen. Die Richtwirkung der Sender beruht darauf, dass die zusätzliche Verstärkung des Erdfeldes die elektrische Sendeenergie strahlenförmig fortpflanzt und die Kräftebälle durch die hierbei bedingte zusätzliche Aufladung zur Strahlrichtung rechtwinklig in Bewegung setzt. Die beste Induktion bzw. der beste Empfang ist nur dann gewährleistet, wenn die Antenne in der Strahlrichtung liegt, weil durch die zur Strahl- oder Strömungsrichtung stattfindende Querbewegung die grösste Anzahl Kräftebälle induziert wird. Die rechtwinklige Bewegung der Kräftebälle in Richtung der Erdoberfläche ist durch die Endlichkeit des Erdumfanges beschränkt und daher schwach in der Induktionswirkung. Die Kräftebälle können also ihre gegenseitigen Abstände in horizontaler Richtung nicht so vergrössern, wie das in vertikaler Richtung möglich ist. Daher ist die Induktion bzw. der Empfang der vertikal bewegten Kräftebälle besser als derjenige der horizontal bewegten Bälle; ebenso ist auch die Reichweite grösser. Je nach der vertikalen Abstandserweiterung der Kräftebälle wird auch die Zeit der Hin- und Herbewegung derselben verschieden sein. Ist bei einem Sendeimpuls die nach dem Weltraum stattfindende Aufblähung gross – was insbesondere in Sommertagen der Fall sein wird – dann wird de rückwärtige Bewegungsimpuls längere Zeit beanspruchen als umgekehrt. Da die vertikale Induktion der Kräftebälle eine bessere als die horizontale ist, so empfiehlt es sich, die Antenne als horizontale Bänder mit breiter und waagerechter Flächenbasis auszubilden.

Mit der Entfernung von der Erde werden die gegenseitigen Abstände der Kräftebälle geringer, so dass die Konzentration gegen den Kosmos in stetiger Zunahme begriffen ist, ähnlich, wie wir die Abstandsverringerung der Bälle in den Feldern der Magnete und Stromleiter mit der Entfernung kennen gelernt haben.

5. Induktion

Die Induktion beruht ihrem Wesen nach auf Verlagerung bzw. Störung des Gleichgewichtszustandes der statisch gegenseitig ausgerichteten Kräfteballwirbelfelder. Die Induktion ist in vollem Umfange nur zu begreifen, wenn man das gesamt magnetische Erdfeld mit Kleinstteilchenwirbeln ausgefüllt denkt. Diese Kleinstwirbel haben, entsprechend der Strömungsintensität des Erdfeldes gegenseitig bestimmte Abstände. Werden diese gegebenen Abstände durch das inhomogene Wirbelfeld eines permanenten oder temporären Magneten, oder durch das inhomogene Strömungsfeld eines Stromleiters infolge Aufladung der Kleinstwirbel zusätzlich erweitert, dann wandern die Kleinstwirbel soweit nach aussen, bis wiederum ein statischer Gleichgewichtszustand zwischen Erdfeld und dem zusätzlichen Feld hergestellt ist. Stossen die Kleinstwirbel während ihres Fortwanderns auf einen geschlossenen Leiter (Induktionsspule), dann geben sie ihre zusätzliche Aufladung in derjenigen Richtung weiter, welche die beaufschlagte Wirbelseite hat. Verschwindet die zusätzliche Aufladung durch Stromunterbrechung, dann wandern die Kleinstwirbel wieder zu ihrer Ausgangsstellung zurück und geben hierbei ihre zusätzliche Aufladung beim Aufschlagen an den Induktionsleiter ab. Da aber beim Zurückfluten die Wirbel auf der gegenüberliegenden Seite auftreffen, so ist die Strömungsrichtung des induzierten Stromes diesmal umgekehrt. Denselben Induktionseffekt erzielt man auch, wenn die Kleinstwirbel stille stehen und der Induktionsleiter gegen die Gleicher der Kleinstwirbel bewegt wird. Die Polachse der Kleinstwirbel stellt sich immer in den rechten Winkel zum Strömungsfeld. (Sie auch erdmagnetisches Feld.)

6. Potentielle und aktuelle Mondenelektrizität

Die Mondenelektrizität ist ihrem Wesen nach Erden- und letzten Endes Sonnenelektrizität. Die potentielle Elektrizität hat ihren Sitz im Innersten des Mondes und befindet sich ebenfalls auf dem absoluten kosmischen Kältepol. Genau so wie die Erde einstens aus der Sonne geworfen wurde, wurde auch der Mond als potentielles Energievolumen eruptiv aus dem Innersten der Erde geworfen. Die aktuelle Mondenelektrizität bewirkt die Schwerkraft auf dem Monde. Alle anderen Monde der übrigen Planeten haben ein ähnliches Schicksal durchgestanden und besitzen ebenso potentielle und aktuelle Elektrizität.

7. Negative Elektrizität

(Siehe positive Elektrizität)

8. Planetarischer Nullpunkt

Jeder Planet hat seinen eigenen (absoluten) Nullpunkt, und zwar liegt derselbe entsprechend dem Abstand von der Sonne beim Merkur am höchsten und beim Uranus, Neptun und Pluto am tiefsten. Mit dem Abstand von der Sonne nimmt die Spannung der aktuellen Sonnenelektrizität infolge Temperaturrückgang ab; während im gleichen Verhältnis die Dichte derselben pro Raumeinheit zunimmt. Somit wirbelt die aktuelle Sonnenelektrizität um jeden Planeten und deren Substanzen mit einer anderen Spannung und dichte und äussert sich als Magnetismus. Da der gegenseitige Abstand der Kräftebälle und deren Stauwärme bei Substanzen mit gasförmigem Aggregatzustand zum grössten Teil von der Spannung und Intensität der aktuellen Sonnenelektrizität herrührt, so ändern sich auch die Abstände und somit die Stauwärme mit der Spannungsänderung derselben. Will man also auf einem Planeten, beispielsweise auf der Erde, tiefste Temperaturen erzielen, dann ist dieses nur bis zum demjenigen Grad möglich, an welchem durch die Herabsetzung der Temperatur der dynamischen Gleichgewichtszone der Kräftebälle die vorhandene Spannung der aktuellen Sonnenelektrizität nicht mehr erhöht werden kann. Von diesem Punkt an unterliegt also die aktuelle Sonnenelektrizität durch die erreichte Temperatur der Gleichgewichtszone keiner weiteren Ausdehnung und infolgedessen keiner Wirbelbildung und Stauwärmeentwicklung mehr. Daher kann man nach den bisherigen Methoden keine tiefere Temperatur als -273 Grad C erreichen, weil eben von da an die aktuelle Sonnenelektrizität als Stauwärmeerzeuger ausgeschaltet wird. Gemäss der jeweiligen anderen aktuellen Sonnenelektrizität auf den anderen Planeten liegt relativ zu deren aktuellen Planetenelektrizitätsspannung auch dort der erreichbare tiefste Kältepol jeweils anders. Dieser erreichbar Kältepol hat aber mit dem absoluten kosmischen Kältepol der tiefsten Hohlraumtemperatur sowohl der Sonne als auch der Planeten und Monde nichts zu tun.

9. Positive und negative Elektrizität

Der Unterschied beider Elektrizitätsarten besteht eigentlich nur in der gegensätzlichen Abweichung von dem Normalzustand des Erdfeldes und in der Richtung des Gefälles bzw. des Potentials. Um diesen Unterschied recht klar zu machen, müssen wir von dem Begriff eines Normalzustandes des magnetischen Erdfeldes ausgehen. Der Normalzustand ist derjenige Induktionszustand des Erdfeldes, in welchem die gegenseitigen Wirbelabstände der Kräftebälle bzw. Kleinstteilchen ohne äussere Eingriffe wie durch zusätzliche Verstärkung oder Schwächung des Erdfeldes bestimmt sind. Werden die Abstände der Kräftebälle durch zusätzliche Aufladung vergrössert – was einer Kräfteballverminderung pro Raumeinheit gleichkommt und begreiflicherweise am ehesten an der Oberfläche von Substanzen möglich ist – dann haben wir positive Elektrizität vor uns, sobald die Kräftebälle ihre zusätzliche Wirbelaufladung abgeben und wieder zu ihrem Normalzustand zurückkehren. In diesem Fall strömt die überschüssige aktuelle Sonnenelektrizität von innen nach aussen, also zentrifugal. Werden aber die gegenseitigen Abstände der Kräftebälle durch Verringerung ihrer vom Erdfeld bedingten Normalaufladung kleiner – was einer Kräfteballvermehrung pro Raum- oder Flächeneinheit gleichkommt – dann haben wir, sobald die Kräftebälle ihre fehlende Wirbelladung wieder erhalten und zu ihrem Normalzustand zurückkehren, negative Elektrizität vor uns. Diesesmal strömt jedoch die, die Aufladung bewirkende, aktuelle Sonnenelektrizität von aussen nach innen, also zentripetal und zwar solange, bis die Kräftebälle wieder ihren Normalabstand erreicht haben.

 28 29

Vergleichen wir in diesem Zusammenhang die Lichtenberg‘schen Figuren nach Abb. 28 und Abb. 29, dann finden wir das Gesagte in vollem Umfange bestätigt. Die heute landläufige Auffassung, dass der elektrische Strom vom Minus- zum Pluspol strömt, hat selbst in Fachkreisen schon manche Verwirrung verursacht. Hervorgerufen wurde diese Anschauung durch die Elektronen-Wanderung, welche entgegen dem Stromfluss durch die Wirbelung rückwärts verläuft. Es ist auch nicht einleuchtend, warum ausgerechnet der negative Pol als elektronenreich und der positive Pol als elektronenarm bezeichnet wird. Hätte man, um dieser Begriffsverwirrung zu entgehen, konsequent die Plus- und Minuszeichen vertauscht, so wäre man zwar dem inneren Stromfluss gerecht geworden, hätte aber in der Praxis mit der neuen Polbezeichnung eine noch viel grössere Verwirrung hervorgerufen.

Nach den hier beschriebenen Wirbelgesetzen ist die ganze Angelegenheit überhaupt kein Problem. Wir haben erkannt, dass auf der positiven Seite eine grössere Wirbelintensität gegenüber der negativen Seite herrscht. Infolgedessen sind auch am positiven Pol grössere Wirbelabstände, d. h. also weniger Kräftebälle pro Flächen- bzw. Raumeinheit vorhanden, als am negativen Pol. Sinngemäss kann man also den negativen Pol kräfteballreich und den positiven Pol kräfteballarm bezeichnen (Abb. 30).

 30

Diejenige Kraft aber, welche die Abstandsgruppierung der Kräftebälle verursacht, ist die, die Kräftebälle umwirbelnde, aktuelle Sonnenelektrizität. Je grösser die Wirbelintensität, desto grösser sind die Abstände der Kräftebälle und desto höher ist die Spannung der aktuellen Elektrizität. Da nun aber bei Substanzen im festen Aggregatzustand die Abstandserweiterung und Abstandsverringerung der Kräftebälle nur an der Oberfläche stattfinden kann und nicht im Innern der Substanzen, so findet der Spannungsausgleich der Wirbelintensitäten trotz des höheren inneren Widerstandes über die Flüssigkeit von Oberfläche zu Oberfläche statt. Es ist nun aber irreführend, zu sagen: der Strom fliesse von Minus zu Plus; denn Tatsache ist, dass die positive Elektrizität oder das Gefälle von derjenigen Substanz ausgeht, welche die höchste Wirbelintensität besitzt, und allerdings auch die geringste Anzahl beweglicher Kräftebälle an der Oberfläche vereinigt. Die positive Elektrizität oder das Gefälle der Sonnenelektrizität geht also stets von derjenigen Substanz aus, welche an ihrer Oberfläche durch Loslösen der Kräftebälle die höhere Wirbelintensität entfaltet und infolgedessen auch korrodiert.

Die übliche Polbezeichnung ist daher nur bedingt richtig und hat für die äussere Stromführung Gültigkeit. Die innere Stromführung geht von der positiven Substanz zur negativen über. Es ist daher falsch, abwegig und unkorrekt, zu sagen, der Strom fliesse vom Minus- zum Pluspol. Unterscheidet man aber zwischen innerem und äusserem Stromfluss, dann ist ein für allemal der Streit beigelegt, und der Strom fliesst sowohl im inneren als auch im äusseren Stromkreis jedesmal vom Plus- zum Minuspol, wobei aber selbstverständlich der positive, stromabgebende Pol sich am Anfang des inneren Stromflusses befindet.

10. Potentielle und aktuelle Sonnenelektrizität

Die potentielle Sonnenelektrizität ist der erste Aggregatzustand der Materie. Ihr Sitz ist im Innersten der Sonne und befindet sich auf dem tiefsten kosmischen Kältepol. Der Übergang von der potentiellen zur aktuellen Sonnenelektrizität bildet die dynamische Gleichgewichtszone der Sonne. Die Temperatur dieser Zone beträgt etwa 6000 Grad Wärme. Im potentiellen Zustand besitzt die Sonnenelektrizität ihre grösste Dichte und ihre geringste Spannung. Es ist der Urzustand der Kraft. Von der dynamischen Gleichgewichtszone der Sonne strömt nach beiden Seiten des Sonnenäquators bis zu hohen Breitengraden unaufhörlich von Osten nach Westen in aufsteigenden Spiralen die aktuelle Sonnenelektrizität und umspannt hiermit das gesamte Sonnensystem. Diese Spiralströmung erweist sich in ihrer Wirkung als die Gravitation der Sonne und ist auch die Ursache der Umdrehung der Sonne um ihre eigene Achse von Ost nach West; sowie der Umdrehung der Planeten, Planetoiden und Monde um die Sonne. Ferner ist sie die Ursache des Magnetismus und des spezifisch irdischen Nullpunktes von minus 273 Grad.

11. Wärme

Die Wärme ist ihrem Wesen nach gestaute aktuelle Sonnenelektrizität. Überall, wo gleiche entgegengesetzte Elektrizitätsströmungen auftreten, heben sich dieselben in ihrer Wirkung gegenseitig auf. Wo aber inhomogene Elektrizitätsströmungen vorhanden sind, und das ist bei allen Wirbelfeldern der Fall, da entsteht bei den sich gegenläufig durchdringenden Strömungen Stauung, Reibung und infolgedessen Wärme und Ausdehnung der aktuellen Elektrizität. Die Wirbelintensität der Kräftebälle nimmt zu und deren gegenseitig Abstände werden grösser. Es tritt pro Raum- oder Flächeneinheit eine Verminderung der Kräftebälle und demzufolge innerhalb derselben ein Plusdruck auf.

12. Ausblicke zu neuen Aufgaben

Nach Klarstellung der tieferen Gesetzmässigkeiten magnetischer und elektrischer Felder drängt sich die Frage auf, ob es nicht möglich wäre, das Gefälle der aktuellen Sonnenelektrizität, welches wir als eine Ost-Westströmung innerhalb unserer Erde erkannt haben, für die Menschheit auszuwerten, genau so, wie sich Luft- oder Wasserströmungen bzw. Luft- oder Wassergefälle in nutzbare Energie umwandeln lassen. Wir nutzen zwar mit der Erfindung der Dynamomaschine, unter Aufwendung grösserer Energien, dieses Gefälle aus, aber nicht in der naturgegebenen, direkten Weise. So wie wir heute bei Dynamomaschinen dieses Gefälle ausnützen, entspricht im Endeffekt genau dem Vorgang, als würden wir das Wasser, welches uns die Natur in Form von Regen in die Tiefebene liefert, auf die Berge pumpen und das entstandene Gefälle in Energie umwandeln. Wir zapfen heute diese von der Natur gegebene Ost-Westströmung beim permanenten und temporären Magneten an dessen Polen, d. h. an den absteigenden Spiralströmungen an, statt Einrichtungen zu treffen, die Ost-Westströmung entweder direkt durch Schaffung natürlicher Gefälle, oder die austretenden, aufsteigenden Spiralströmungen durch entsprechend physikalische Manipulationen einzufangen, wobei diamagnetische Substanzen bei strömungsrichtiger Anwendung die Vermittlerrolle zu übernehmen hätten.


Zweiter Teil

Das Urphänomen der Substanzbildung

Im ersten Teil der Wirbeltheorie haben wir uns das Wesen der Wärme klargemacht und festgestellt, dass sowohl die potentielle Sonnenelektrizität als auch die potentielle Erdenelektrizität sich im Uraggregatzustand auf dem kosmischen absoluten Nullpunkt befinden, und dass die aktuelle Sonnenelektrizität stets das Bestreben zeigt, ihrem Urzustand, der Kälte, zuzustreben. Auch haben wir auf die Wesensgleichheit der Sonnen- und Erdenelektrizität hingewiesen und bemerkt, dass sich beide auf der Erde nur durch ihren jeweils verschiedenen Spannungszustand und ihre Dicht unterscheiden. Unser logisches Denken musste hierbei die Folgerung ziehen, dass der sog. absolute Nullpunkt von –273 Grad C bei weitem noch nicht der tiefste kosmische absolute Nullpunkt zu sein braucht. Wenn wir im folgenden von einem kosmischen absoluten Nullpunkt sprechen, dann wollen wir den Begriff des Absoluten nur auf unser Sonnensystem beziehen.

Die Entstehung der Substanz

Nachdem wir unsere Vorstellungen und Gedanken aus dem Herkömmlichen und gewohnten etwas losgelöst haben, wollen wir aufgrund unserer bisherigen Untersuchungen einmal weiter unten eine Hypothese aufstellen. Würde diese Hypothese der absoluten Wahrheit nahe kommen, dann müssen sich mit ihr auch alle naturwissenschaftlichen Phänomene ohne Ausnahme erklären lassen. Insbesondere werden wir bei dem Lichtphänomen und den Bewegungsgesetzen unseres Sonnensystems erkennen, dass wir der Wahrheit sehr nahe sind. Zunächst müssen wir versuchen, unsere Auffassung, dass -273 Grad C der tiefste Kältepunkt sei, zu korrigieren. Wenn der elektrische Strom bei nahezu -273 Grad C ohne Widerstand einen Leiter passiert, so findet nach dieser hier vorliegenden Auffassung keine Wirbelstauung mehr statt. Der elektrische Strom findet also zu den Kleinstteilchen der Leitersubstanz kein Gefälle mehr vor; infolgedessen fliesst der Strom ohne Wirbelbildung und demgemäss auch ohne Stauung und Widerstand, sowie ohne Wärmebildung hindurch. Das, was wir heute als Temperatur messen, ist lediglich die Stautemperatur zwischen den Substanzteilchen, aber nicht deren Kerntemperatur. Sobald die gegenläufige Strömungsstauung aufhört, sind wir bei -273 Grad C angelangt. Bei dieser Temperatur hat allem Anschein nach die von der Sonne ausströmende aktuelle Sonnenelektrizität entsprechend dem Abstand Sonne-Erde, auf der Erde ihre grösste Dichte erreicht. Bevor wir nun auf die oben erwähnte Hypothese eingehen, müssen wir uns durch folgende Überlegung klarzumachen versuchen, dass man ohne Schwierigkeit einsehen kann, dass es noch wesentlich tiefere Temperaturen als -273 Grad C geben muss. Stellen wir einmal über das von Newton gefundene und in der klassischen Physik durch zahlreiche Versuche bewiesene Gesetz von der Kraft und Gegenkraft folgende Überlegung an: Es ist bekannt, dass ein Gramm Radium bis zu seinem völligen Zerfall 10 Milliarden Joule Wärme abgibt. Umgerechnet entspräche dieser Betrag nach dem Wärrneäquivalent 2‘390‘000 kcal. Nehmen wir nun an, diese 2‘390‘000 kcal sollten durch irgend einen Umstand urplötzlich frei gemacht werden; andererseits aber soll dieser Freimachung wirksam entgegengetreten werden. Nun wird niemand bezweifeln wollen, dass dieser Freimachung durch die Gegenkraft der Kälte wirksam begegnet werden könnte. Man müsste also dieser Wärme von 2‘370‘000 kcal. ebensoviel kcal. Kälte gegenüber stellen, um das Gleichgewicht zu halten, d. h. die ungeheure Gefahr dieser Wärmeentfaltung zu bannen. Da nun aber unter normalen Bedingungen eine urplötzliche Freiwerdung nicht möglich ist, muss angenommen werden, dass ein fortwährender Gleichgewichtszustand zwischen Wärme und Kälte vorhanden ist, dass also Kraft und Gegenkraft sich fortwährend die Waage halten. Die Kraft wäre die potentielle Energie bzw. potentielle Sonnenelektrizität im Kern eines jeden Substanzteilchens auf tiefstem Kältepol. Man kann sich vorstellen, dass diese potentielle, in sich ruhende Energie, sich überhaupt nur in diesem ungeheuren Kälteurzustand erhalten kann. Die Gegenkraft wäre diejenige Kraft, die wir als die aktuelle Sonnenelektrizität kennen gelernt haben, welche entsprechend der Aussentemperatur ihrem Urzustand, dem Kältepol zustreben will. Diejenige Zone, in welcher sich Kraft und Gegenkraft die Waage halten, wäre die dynamische Gleichgewichtszone eines Kleinstteilchens, oder eines Mondes, eines Planeten, oder der Sonne. Wollte man diese potentielle Energie in ihrem Gleichgewichtszustand stören, dann wäre dieses nur durch Änderung der Aussentemperatur möglich, weil dadurch das Kräfteverhältnis von Kraft und Gegenkraft sich nach aussen bzw. nach innen verschieben würde.. Die dynamische Gleichgewichtszone würde beispielsweise bei Erhöhung der Aussentemperatur im Durchmesser grösser und bei Erniedrigung derselben kleiner werden. Da nach dem Wärmeäquivalent die Substanzen mir unterschiedlichem Atomgewicht auch unterschiedliche Kerntemperaturen haben, sind demnach aber auch die Durchmesser dieser Kleinstteilchen verschieden gross. Aus diesem Grunde darf man die Aussentemperatur nicht unermesslich in die Höhe treiben, weil sonst die Gefahr besteht, durch die Umgruppierung der unterschiedlichen Kleinstteilchen einer Substanz die dynamische Gleichgewichtszone der Kleinstteilchen zu sprengen, wobei die potentielle Kernelektrizität von Millionen Grad Kälte mit der Aussentemperatur unmittelbar in Berührung käme und sich infolge ihrer Wärmeempfindlichkeit unvorstellbar hoch explosiv ausdehnen und hierbei die frei werdende potentielle Elektrizität innerhalb eines gewissen Umkreises alles verbrennen würde. Hierbei wäre zu unterscheiden, ob man Teilchen mit tiefster Kerntemperatur, grosser Dichte und geringer Spannung oder Teilchen mit höherer Kerntemperatur, geringer Dichte und höherer Spannung einer höchsten Aussentemperatur aussetzen würde. Im ersten Falle hätte man bei Sprengung der dynamischen Gleichgewichtszone hohe Stromdichte mit geringer Spannung und im zweiten Falle geringe Stromdichte, aber höhere Spannung zu gewärtigen. Bei der Sprengung der dynamischen Gleichgewichtszone wären also Substanzen mit tiefsten Kerntemperaturen, grösster Dichte und geringster Spannung nicht so gefährlich wie Substanzen mit höheren Kerntemperaturen, geringer Dichte, aber hohen Spannungen, wie beispielsweise dieses beim Wasserstoff in höchstem Masse zutreffen würde. (Inzwischen wurde dieses Experiment durch die Entwicklung der Atombombe bestätigt.)

Wäre die Sonne im Inneren so heiss, wie sie in Wirklichkeit kalt ist, dann wäre sie nicht mehr als Kugel in ihrer jetzigen Gestalt am Himmel zu sehen, sondern es wäre ihr sodann schon längst so ergangen wie der Nova-Pictoris oder der Nova-Herkules. Nur in der Annahme eines tiefsten Kältepoles liegt die Möglichkeit des fast unerschöpflichen potentiellen Energievorrates der Sonne.

Endlich wollen wir nun zu unserer erwähnten Hypothese schreiten. Nehmen wir an, unsere Erde sei auf Grund einer riesenhaften Eruption von vielen Millionen Jahren aus dem Innern der Sonne als potentielles Elektrizitätsvolumen mit etwa 5 Millionen Grad Kälte ausgeworfen worden. Dieses potentielle Elektrizitätsvolumen hätte sich nun sofort ausserhalb der dynamischen Gleichgewichtszone der Sonne innerhalb der Aussentemperatur als geballte Kraft zu einer Kugel geformt, weil sich dieses Volumen innerhalb eines Raumes befand, welcher mit seiner Temperatur wesentlich höher lag. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen wäre dieser Tatbestand folgendermassen verlaufen:

 31

Die an die Peripherie des ausgeworfenen Volumens angrenzende aktuelle Sonnenelektrizität wäre von allen Seiten ihrem Urzustand der Kälte zentripetal zugestrebt (Abb. 31), während umgekehrt das ausgeworfene Volumen an seiner Peripherie mit einer wärmeren Zone in Verbindung gekommen wäre. Da das potentielle Volumen sehr wärmeempfindlich ist, so hätte es sich an seiner Peripherie ungeheuer zentrifugal ausgedehnt. Die Kräfte hätten sich also gegenläufig so verhalten, dass sie sich gegenseitig aufgehoben und gewissermassen eine Gleichgewichtszone gebildet hätten. Da die sich gegenüberstehenden Kräfte gleich gross waren, so würde zwangsläufig die Kugelform entstanden sein – ähnlich einer Seifenblase, bei der sich ebenfalls die inneren und äusseren Druckkräfte die Waage halten. Nun darf man sich diese Gleichgewichtszone nicht als eine starre, unbewegliche Zone vorstellen, sondern dynamisch beweglich und in fortwährender Unruhe begriffen. Dieses fortwährende Ineinanderfliessen innerhalb der Peripherie hätte natürlich eine Wärmeentfaltung zur Folge, so dass man sagen kann: die dynamische Gleichgewichtszone ist auch gleichzeitig eine Wärmezone. Nun muss man sich vorstellen, dass diese Wärmezone sowohl nach aussen als auch nach innen abnimmt, wobei die Abnahme nach innen viel schroffer wäre als nach aussen. Kommt nun während dieser andauernden Kugelegalisierungsbestrebungen der dynamischen Gleichgewichtszone die Wärmezone einmal näher an die innere, potentielle Elektrizität, welche wir nunmehr als Erdenelektrizität bezeichnen wollen, dann würde sich diese infolge ihrer Wärmeempfindlichkeit ungeheuer – vielleicht explosionsartig – ausdehnen und die Gleichgewichtszone stellenweise sogar sprengen. Gleichzeitig würde sich in denkbar kleinstem Massstab das gleiche vollziehen, was sich zuvor im Grossen beim Auswurf aus der Sonne vollzogen hat. Es würden sich kleinste Kügelchen bilden, deren Kerntemperatur jeweils derjenigen Zone angemessen wäre, aus welcher diese ausgeworfenen potentiellen Elektrizitätsvolumen entstammen würden. Da alle Kleinstkugeln das gleiche Kraftmass, Dichte mal Spannung besässen, würden sich dieselben nur durch ihre Kerntemperatur und demzufolge auch durch ihren Durchmesser unterscheiden. Beispielsweise wäre der Wasserstoff an der äussersten Peripherie zuerst entstanden und hätte demnach die geringste Kerntemperatur und demzufolge die geringste Dichte, wohl aber in sich die höchste Spannung und den grössten Durchmesser. In dieser Weise könnte man bei allen Elementen fortfahren bis zu einem der schwersten Elemente, Uran. Dieses ist zwar kein reines Element, wie es überhaupt keine reinen Elemente geben kann, sondern setzt sich aus einer Anzahl unterschiedlicher Kleinstteilchen zusammen. Immerhin hat die Mehrzahl dieser Teilchen fast die grösste Dichte, die geringste Spannung und den kleinsten Durchmesser und zwar deshalb, weil bei einem Grossteil sich die Kerntemperatur auf dem tiefsten Kältepol befindet, welcher hier, in sich ruhend, im Urzustand verharrt. Die anhaltende Störung dieses Verharrungszustandes wird nur durch Teilchen grösseren Umfanges mit geringerer Kerntemperatur und höherer innerer Spannung hervorgerufen. Die Teilchen halten nicht zusammen und lösen daher die 2-3 Grad höhere Temperatur als die Umgebungstemperatur aus und beschleunigen dadurch den Zerfall. Wäre das Element Helium mit seinem grossen Durchmesser und inneren grossen Spannung nicht dazwischen, gäbe es auch beim Uran keinen Zerfall.

Die im Ruhezustand verharrende Kernelektrizität wird durch ihre Angrenzung an die Wärmezone hier aktuell, wodurch die dynamische Gleichgewichtszone von innen her entsteht. Diese kleinsten Teilchen wurden aller Wahrscheinlichkeit nach erst gegen Ende der Substanzbildung unter ungeheuren Eruptionen aus den tieferen Regionen des Erdvolumens ausgeworfen. Da die kleinsten Teilchen der Substanzen durch ihre potentielle Energie jeweils ein Kraftzentrum darstellen, wollen wir dieselben nunmehr als Kräfteball bezeichnen. Betrachten wir nunmehr die dynamische Gleichgewichtszone der Kräftebälle, welche wir auch als Wärmezone bezeichnet haben, etwas näher, dann finden wir, dass dem Wasserstoff infolge seiner geringeren Wärmezone mehr spezifische Wärme zugeführt werden muss als den anderen Kräftebällen mit höheren Wärmezonen, um dieselben einen Grad C zu erhöhen. Uran hingegen hat die höchste Wärmezone und demgemäss auch die geringste spezifische Wärmezufuhr. (Siehe Tabelle.)

Bezeichnung

Symbol

Ordn.

Zahl

Atomgew.

1x

Spez. Wärme

1x

Spez. Gewicht

1x

Wasserstoff

H

1

1.0078

3.43

0.09

Helium

He

2

4.002

1.25

 

Lithium

Li

3

6.940

 

0.534

Beryllium

Be

4

9.02

0.424

1.93

Bor

B

5

10.82

0.306

2.5

Kohlenstoff

C

6

12.00

 

3.51

Stickstoff

N

7

14.008

 

 

Sauerstoff

O

8

16.00

 

1.4292

Fluor

F

9

19.00

 

1.14

Neon

Ne

10

20.183

 

 

Natrium

Na

11

22.997

0.297

0.97

Magnesium

Mg

12

24.32

0.249

1.74

Aluminium

Al

13

26.97

0.218

2.7

Silicium

Si

14

28.6

0.171

2.34

Phosphor

P

15

31.02

0.182

1.83

Schwefel

S

16

32.06

0.175

2.07

Chlor

C2

17

35.457

0.226

1.5 S

Argon

Ar

18

39.944

0.124

1.38

Kalium

K

19

39.096

0.187

0.86

Calzium

Ca

20

40.08

0.149

1.55

Scandium

Sc

21

45.10

 

 

Titan

Ti

22

47.90

0.112

4.5

Vanadium

V

23

50.95

 

5.5

Chrom

Cr

24

52.01

0.112

6.7

Mangan

Mn

25

54.93

0.11

7.39

Eisen

Fe

26

55.84

0.113

7.86

Kobalt

Co

27

58.94

0.103

8.6

Nickel

Ni

28

58.69

0.1081

8.8

Kupfer

Cu

29

63.57

0.0936

8.933

Zink

Zn

30

65.38

0.0931

7.1

Gallium

Ga

31

69.72

0.0802

5.92

Germanium

Ge

32

72.60

0.0737

5.459

Arsen

As

33

74.91

0.0830

5.72

Selen

Se

34

78.96

0.1125

4.8

Brom

Br

35

79.916

0.1071

3.14

Krypton

Kr

36

83.7

 

2.155 S

Rubidium

Rb

37

85.44

0.0792

1.52

Strontium

Sr

38

87.63

 

2.54

Yttrium

Y

39

88.92

 

3.8 S

Zirkonium

Zr

40

91.22

0.0660

6.4

Niob

Nb

41

92.91

 

7.37

Molybdän

Mo

42

96.0

0.0646

9.0

Masurium

Ma

43

 

 

 

Ruthenium

Ru

44

101.7

0.0611

12.26

Rhondium

Rh

45

102.91

0.0580

12.1

Palladium

Pd

46

106.7

0.0592

11.5

Silber

Ag

47

107.88

0.0565

10.5

Cadmium

Cd

48

112.41

0.0549

8.64

Indium

In

49

114.76

0.0569

 

Zinn

Sn

50

118.7

0.556

7.28

Antimon

Sb

51

121.76

0.0503

6.62

Tellur

Te

52

127.61

0.0483

6.25

Jod

J

53

126.92

0.0524

4.942

Xenon

X

54

131.3

 

5.815

Cäsium

Cs

55

132.91

0.0481

1.88

Barium

Ba

56

137.36

0.068

3.8

Lanthan

La

57

138.92

0.044

6.1

Cer

Ce

58

140.13

 

6.8

Praesodym

Pr

59

140.92

 

6.47

Neodym

Nd

60

144.27

 

6.96

Illinium

Il

61

 

 

 

Samarium

Sm

62

150.43

 

7.7

Europium

Eu

63

152.00

 

 

Gadolinium

Gd

64

157.3

 

 

Terbium

Tb

65

159.2

 

 

Dyprosium

Dy

66

162.46

 

 

Holmium

Ho

67

163.5

 

 

Erbium

Er

68

167.64

 

4.77 S

Thulium

Tm

69

169.4

 

 

Ytterbium

Yb

70

173.04

 

 

Cassiopeium

Cp

71

175.00

 

 

Hafnium

Hf

72

178.6

 

 

Tantal

Ta

73

180.88

0.0326

16.6

Wolfram

W

74

184.00

0.0338

19.1

Thenium

Re

75

186.31

 

 

Osmium

Os

76

191.5

0.0311

22.48

Iridium

Ir

77

193.1

0.0323

22.4

Platin

Pt

78

195.23

0.0320

21.4

Gold

Au

79

197.2

0.0311

19.3

Quecksilber

Hg

80

200.61

0.0334

13.69 S

Thalium

Tt

81

204.39

0.0326

11.85

Blei

Pb

82

207.22

0.31

11.34

Wismut

Bi

83

209.00

0.0303

9.8

Polonium

Po

84

210.00

 

 

Alabimium

Am

85

 

 

 

Radon

Rn

86

222.00

 

 

Virginium

Vg

87

 

 

 

Radium

Ra

88

226.05

 

 

Actinium

Ac

89

227.0

 

 

Thorium

Th

90

232.12

0.0275

11.0

Protactinium

Pa

91

230

 

 

Uran

U

92

238.14

0.0280

18.7

 

1x) Landolt Börnstein Physikalisch Chemische Tabellen

Der Umstand, dass einerseits die Stauwärme sowohl der dynamischen Gleichgewichtszone eine Funktion der Kerntemperatur, als auch der Umgebungs- oder Aussentemperatur ist und andererseits das Gewicht der unmittelbare Ausdruck dieser Funktion in Verbindung mit dem Grosswirbel der Erde, lässt die Aussentemperatur der Elemente annähernd konstant erscheinen. Somit besteht also zwischen Gewicht, Stauwärme und der Aussentemperatur der Substanzen ein annähernd konstantes Verhältnis. Will man also z. B. die Aussentemperatur der Substanzen um einen Grad erhöhen, so muss man zuzüglich der schon in den Substanzen vorhandenen Stauwärme (Atomwärme) eine ganz bestimmte Wärmemenge zuführen, um das bestehende konstante Verhältnis beizubehalten. Da der Wasserstoff von allen Elementen die höchste Kerntemperatur und demzufolge auch die tiefste Stauwärme besitzt, so muss man ihm, gegenüber allen anderen Substanzen, auch die höchste Anzahl Kalorien zuführen, um die Aussentemperatur desselben um einen Grad C zu erhöhen.

 

Es liegt in der Natur der potentiellen Kernelektrizität begründet, dass die annähernde Konstante nur innerhalb bestimmter Temperaturgrenzen Gültigkeit hat, denn die tiefe Hohlraumtemperatur macht sich bei der Erhöhung der Aussentemperatur bemerkbar. Besonders ist das bei mehratomigen Gasen, z. B. Wasserdampf, Kohlensäure, Ammoniak usw. der Fall. Hier wächst die zugeführte Wärmemenge, d. h. die spezifische Wärme mit der Temperatur sehr stark an. Son fand z. B. Wiedemann die Folgenden Werte:

Gasart

 

Spezifische Wärme

Cp bei 200°

 

 

100°

 

Kohlensäure

CO2

/ 0.195

0.217

0.239

Stickoxydul

NO2

0.198

0.221

0.244

Ammoniak

NH3

0.501

0.532

0.563

Äthylen

C2>H4

0.336

0.419

0.502

Betrachten wir auf Grund dieser Erkenntnistheorie die Wärme- und Kälteerscheinungen oder gegenseitige gewichtsmässige Abhängigkeit zweier oder mehrerer Substanzen bei organischen oder anorganischen Verbindungen (Wertigkeit), die Strukturbedingtheit usw., dann wird uns sehr Vieles klar und verständlich von der Wirksamkeit der Substanzwelt.

Nach dieser Hypothese hätte sich die Erde zunächst vom Unsichtbaren her zur gasförmigen, feuerflüssigen und festen Substanzwelt entwickelt, wobei der heutige Kern der Erde noch dem unsichtbaren Zustand angehört, d.. hier noch die potentielle, ruhende Energie schlummert. An deren Peripherie würde sich die dynamische Gleichgewichtszone oder Wärmezone anschliessen, in welcher heute noch der gasförmige und weiter aussen der feuerflüssige Zustand vorhanden wäre. Nach Millionen Jahren würde sich anschliessend der feste Zustand gebildet haben.

Die Ursache der periodischen Systeme der Elemente

Das von der Sonne ausgeworfene potentielle Energievolumen wäre natürlich sofort dem Wirbelgesetz des Grosswirbels der Sonne unterlegen und hätte ihren Antrieb durch der Ost-Westströmung erhalten, auf die wir im letzten Kapitel noch ausführlich zurückkommen werden. Jedenfalls hängt die feste Substanzbildung auch mit der jeweiligen Konstellation der Erde mit den anderen Planeten eng zusammen. Wir können uns ein anschauliches Bild von der Wirkung dieser gegenseitigen Beeinflussung wirksamer Kraftfelder machen, wenn wir eine Anzahl Magnetstäbe in bestimmten gegenseitigen Abständen derart aufhängen, dass oben und unten jeweils die gleichen Pole vorhanden sind. Bringt man nun einen dieser Stäbe aus seiner Lage, so reagieren die anderen Stäbe sofort und nehmen eine neue Lage ein. Da unsere Planeten in ähnlicher Weise innerhalb ihrer Bahn alle Nordpole auf der einen und alle Südpole auf der anderen Seite haben, so beeinflussen sich diese ebenfalls, insbesondere aber dann gegenseitig sehr stark, wenn Saturn, Jupiter, Mars, Erde, Venus und Merkur auf einer radialen Verbindungslinie zur Sonne stehen. Man kann sich nun sehr leicht vorstellen, dass in dem Zeitraum der Erdenoberflächenverhärtung die Substanzbildung bei jeweils ähnlichen Planetenkonstellationen, durch diese bedingte Eruptionsausbrüche, Substanzen mit jeweils ähnlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften entstanden sind. Wir könnten uns somit ein anschauliches Bild machen von der Entstehung des periodischen Systems der Elemente. Betrachten wir uns einmal unter diesem Gesichtswinkel die Spiraltafel des periodischen Gesetzes der chemischen Elemente von Erdmann (1) Abb. 32, dann müsste man annehmen, dass die auf einem Strahl liegenden Elemente bei jeweils gleicher Konstellation der Planeten entstanden sind. Man könnte diese Tafel von Erdmann somit auch als das Entwicklungsgesetz der Substanzen bezeichnen. Auch hier wäre der Wasserstoff an den Anfang der Entwicklung, und als Endglied der Substanzbildung Uran mit dem höchsten Atomgewicht gestellt.

 32

Es ist durchaus denkbar, dass bei derartigen Konstellationen der Planeten zur Sonne jeweils starke Eruptionen auf der Erde ausbrachen, die aber jedesmal stärker wurden, je mehr sich die Oberfläche verhärtete. Bei diesen stärker werdenden Eruptionen wurden dann auch immer tiefer liegende Volumen mit tieferen Kältegraden ausgeworfen, welche die Kräftebälle mit tiefer liegenden Kerntemperaturen bildeten, sodass am Ende des Verhärtungsprozesses Uran mit seiner tiefsten Kerntemperatur und seinem kleinsten Kräfteballdurchmesser entstanden ist.

Inwiefern die Konstellation der Planeten zur Erde und Sonne bei der Substanzbildung eine Rolle spielte, kann man noch heute erkennen an den Abstosskräften der Substanzen, d. h. an den Staukräften der Kräfteball-Spiralströmungen. So wie die Erde ihre eigene Ost-West-Spiralströmung hat – hervorgerufen durch deren aktuelle Erdenelektrizität, welche durch Angrenzung an die Wärmezone sich fortwährend ausdehnt und die Ursache der Erdenschwerkraft bildet – so haben auch sämtliche Planeten ihre eigenen ost-westlichen aktuellen Elektrizitätswirbel, welche heute noch die Erdensphäre durchdringen und insbesondere diejenigen Substanzen umwirbeln, die bei bestimmten Konstellationen des einen oder anderen Planeten entstanden sind. Eine vom Verfaser entwickelte Schwerkraftwaage zeigt sehr anschaulich den Einfluss der jeweiligen Stellung der Planeten auf die einzelnen Metalle, insbesondere der Erde beim Umlauf um die Sonne im Perigäum (Erdnähe) und Apogäum (Erdferne).

Die Versuche in dieser Richtung sind vom Verfasser noch nicht abgeschlossen. Im nächsten Kapitel über die Schwerkraft finden wir die Abbildung dieses Gerätes.

Was nun den Zusammenschluss der Kräftebälle zu einer Substanz betrifft, so wäre darüber nicht mehr viel Neues zu sagen. Wir haben erkannt, dass die Kräftebälle von der aktuellen Elektrizität umwirbelt und durch den Staueffekt bzw. durch die entstehende Polarität zu sog. Elementen zusammengefügt werden. Die Wirbelrichtung dieser aktuellen Elektrizitätsströmung der Kräftebälle ist stets vom Grosswirbeldfeld der Erde abhängig und kann somit niemals umgepolt werden. Die aktuelle Sonnenelektrizität hingegen umwirbelt die Kräftebälle zusätzlich und gelangt bei minus 273 Grad C zum Stillstand ihrer Wirbelung. Alle chemischen Verbindungen und Reaktionen werden vom zusätzlichen aktuellen Sonnenelektrizitätswirbel vollzogen. Dieser aktuelle Sonnenelektrizitätswirbel ist innerhalb der Substanzen nicht unbedingt an die Strömungsrichtung des aktuellen Erdenelektrizitätswirbels gebunden, weshalb stets die schwächeren Kräfteballwirbel der aktuelle Sonnenelektrizität dem nächst stärkeren Sonnen-Kräfteballwirbel unterliegen und daher von den stärkeren Wirbeln umgepolt werden. Gleichstarke Wirbelfelder lassen sich nicht umpolen. Das fundamentale Gesetz aller chemischen Verbindungen beruht also auf der Tatsache, dass jeder schwächere Sonnen-Kräfteballwirbel infolge des Staueffektes von aussen gegen das Zentrum des nächst stärkeren Sonnen-Kräfteballwirbels gedrückt wird, wobei der stärkere jeweils eine Umpolung des schwächeren verursacht. Da jedoch die aktuelle Sonnenelektrizität bei -273 Grad C keinerlei Wirbelbildung mehr zeigt, so sind auch bei dieser Temperatur, wie schon erwähnt, keine chemischen Verbindungen und Reaktionen mehr möglich.

Wie wir anhand des Spektrums bei Besprechung des Lichtphänomens erkennen werden, gibt es wohl kaum eine Substanz, welche nur aus gleich grossen Kräftebällen zusammengesetzt ist. Ein Idealfall, den es aber wahrscheinlich nicht geben kann, ist auf den Abb. 33 und 34 dargestellt.

 33 34

Die Abb. 33 zeigt uns einen Würfel, welcher in gleichen gegenseitigen Abständen 13 Kräftebälle mit gleichen Durchmessern enthält. Betrachten wir diesen Würfel von irgendeiner der 8 Ecken aus, dann erkennen wir jeweils diagonal durch die Mitte des Würfels gehend, um den im Zentrum befindlichen Kräfteball 6 Bälle in gleichen Abständen angeordnet. Vor und hinter diesen 7 auf einer Ebene angeordneten Kräftebällen nach Abb. 34 befinden sich jeweils 3 Kräftebälle. Insgesamt sind es also 13 Bälle, welche in ihrer äussersten Umgrenzung wieder eine Kugel oder in einer anderen Blickrichtung gesehen, einen Würfel bilden. Errechnet man nun den Inhalt der 13 Kugeln von dem Inhalt der Umgrenzungskugel ab, dann entspricht der Restinhalt bzw. der Zwischenraum genau dem Inhalt von 14 Kugeln. Das Substanzvolumen dieser hypothetisch angenommenen Substanz wäre 48 4/27 % und das Zwischenraumvolumen entspräche 51 23/27 %. Der Zwischenraum dieser idealisierten Substanz wäre also 3 19/27 % grösser als die Substanz selbst.

Wie wir aber nun erkennen konnten, erhalten alle Substanzen ihren inneren Zusammenhalt, ihre gegenseitige Bindekraft nur durch die unterschiedlichen Kerntemperaturen der Kräftebälle, d. h. durch ihre unterschiedlichen Durchmesser und demzufolge durch ihre von aussen nach innen wirkenden Staueffekte. Demgemäss ist auch der Zwischenraum bei allen Substanzen verschieden gross. Wenn es einmal gelungen sein wird, die einzelnen Substanzen nach der Zusammensetzung ihrer verschieden grossen Kräftebälle zu registrieren, wird man auch ihren Zwischenraum ermitteln können. Substanzen ohne Zwischenraum kann es nicht geben. Nur der erste Aggregatzustand der Substanzen hat keinen Zwischenraum, deshalb füllt auch dieser den Zwischenraum aller Substanzen aus. Dasjenige, was wir heut noch als Magnetismus bezeichnen, gehört dem ersten Aggregatzustand an und füllt daher auch alle Zwischenräume der Substanzen aus. Aus diesem Grunde bieten Substanzen diesem Aggregatzustand auch keinen Widerstand und Hindernisse, wobei wir unterscheiden müssen zwischen bewegten Kräftebällen im elektrisch-magnetischen Felde, welche die Substanzen nicht durchdringen können und deshalb auch abschirmbar sind, weil diese ihre Aufladung nach dem beschriebenen Induktionsgesetz an die leitfähigen Substanzen abgeben.

Auch die grösste Dichte des Wassers bei 4 Grad C beweist, dass die Kräftebälle der einzelnen Substanzen H2 und O verschieden grosse Durchmesser haben. Wie wir erkannt haben, sind die Wasserstoffkräftebälle grösser als die Sauerstoffkräftebälle. Durch die Abkühlung der verschieden grossen Bälle schwinden deren Durchmesser, sodass eine allmähliche Umgruppierung bei den einzelnen Kugelstellungen stattfindet und bei 4 Grad nicht mehr enger aneinanderliegen können. Hätten die Kräfteballkugeln H und O gleichen Durchmesser, dann müsste die grösste Dichte des Wassers bei 0 Grad C liegen.

Vielleicht ist es nicht uninteressant, noch auf die Kristallisationsvorgänge in Verbindung mit den Kräfteballdurchmessern hinzuweisen. Wo sich gleich grosse Kräftebälle gegenüberstehen, findet keine Umpolung statt, sondern zwischen diesen eine Stauung der spiralen Strömung. Innerhalb dieser Stauung, die sich zwischen den Teilchen flächenmässig auswirkt, findet keine Verbindung, sondern eine Abstossung statt. Der Kristallisationsvorgang ist also während der Verfestigung –der Substanz ein Abstossungsvorgang gleich grosser Kräftebälle. Je nach dem Vorhandensein von Kräftebällen mit verschiedenen Durchmessern kommen die verschiedenen Kristallformen zustande, welche sich nach der Anordnung ihrer Stauflächenlagen spalten lassen.

Zusammenfassung

Wir haben uns anhand einer Hypothese klar zu machen versucht, dass -273 Grad C nicht der tiefste Kältepol sein kann, sondern dass bei dieser Temperatur die ost-westliche Sonnenelektrizität kein Gefälle mehr vorfindet und infolgedessen stauungslos durch die Leitungssubstanz fliesst. Was wir messen, ist nicht die Kerntemperatur der Kräftebälle, sondern die Temperatur zwischen den Kräftebällen, welche durch entgegegesetzte Strömungsrichtung infolge Wirbelstauung entsteht. Ferner versuchten wir uns klar zu machen, dass es nun denkbar ist, die ungeheure Wärmeaufspeicherung bei den Kräftebällen, z. B. des Radiums, auf tiefste Temperaturen von Millionen Grad Kälte im Gleichgewicht zu halten, weil diese Kälte dem Urzustand der potentiellen Elektrizität nahekommt und sie hier ihre grösste Dichte und ihre geringste Spannung hat. Da jeder Kräfteball das gleiche Kraftmass Dichte mal Spannung besitzt, müssen deren Durchmesser je nach Kerntemperatur verschieden gross sein. Ein Wasserstoff-Kräfteball hat den grössten Durchmesser, die geringste Dichte und die höchste innere Spannung, wohl aber das gleiche Kraftmass wie alle anderen Kräftebälle mit tieferen Kerntemperaturen. Auf diese höchste innere Spannung der Wasserstoff-Kräftebälle ist auch deren grössere Diffusionsgeschwindigkeit zurückzuführen. Hingegen hat der Uran-Kräfteball den kleinsten Durchmesser, die grösste Dichte und die geringste Spannung, weil die Erdenelektrizität gewordene Sonnenelektrizität hier auf ihrem Urzustand verharrt. Bei der Entstehung der Substanzen waren aller Wahrscheinlichkeit nach neben den Egalisierungs- oder Ausgleichsbestrebungen der dynamischen Gleichgewichtszone auch die Planetenkonstellationen die Ursache, welche in grossen und gleichmässigen Zeitabständen zu Eruptionen führten, die das periodische System der Elemente entstehen liessen. Der Zusammenhalt der Kräftebälle ist auf den Staueffekt zurückzuführen, welcher stets zentripedal die Kräftebälle mit geringeren Kerntemperaturen an Kräftebälle mit tieferen Kerntemperaturen drückt. Kräftebälle mit gleichen Kerntemperaturen stossen sich gegenseitig ab. Mit anderen Worten kann man auch sagen, dass das Bindeglied der Kräftebälle das unterschiedliche Atomgewicht derselben darstellt, weil das grössere Atomgewicht den grösseren Strömungswirbel hat und dieser dem kleineren Strömungswirbel des geringeren Atomgewichts die Strömungsrichtung aufzwingt, bzw. den Kräfteball mit dem geringeren Atomgewicht umpolt und dadurch aussenseitig entgegengesetzte Strömungen herrschen, welche den zentripedalen Staueffekt bewirken. Alle Substanzen bestehen aus einem einheitlichen, wärmeempfindlichen Baustoff, welchen wir entsprechend seiner Herkunft als Sonnenelektrizität und seiner nachherigen Zugehörigkeit als Planeten- oder Mondenelektrizität bezeichnen. Solange ein Temperaturunterschied zwischen innen und aussen besteht, bezeichnen wir die Elektrizität als Substanz. Besteht hingegen kein Temperaturunterschied mehr, dann bezeichnen wir die Elektrizität als ersten Aggregatzustand der Materie oder für den Fall, dass ein Gefälle auftritt, als Kraft, Energie, Magnetismus, Elektrizität, Blitz oder dergleichen. Im Sonneninnern befindet sich die Elektrizität in ihrem potentiellen Zustand auf dem tiefsten kosmischen Kältepol. Sie stellt das grosse Kraftreservoir des ganzen Sonnensystems dar; ebenso stellen Teilreservoirs das Innere der Planeten, Planetoiden und Monde dar. Die dynamischen Kugelgleichgewichtszonen sind die heissen Zonen – wie etwa bei der Sonne die Photosphäre oder bei der Erde der noch gasförmige, glühende Zustand unterhalb der Erdfeste, oder desgleichen bei den übrigen Planeten und Monden.


Dritter Teil

Die Wirkungsweise der Schwerkraft

Das Gesetz der Schwerkraft

Wir haben nun bereits im zweiten Teil der Wirbeltheorie erkannt, dass das Atomgewicht der –Substanzen eine Funktion der aktuellen Erdenelektrizität ist, indem die verschiedenen Kerntemperaturen der Kräftebälle deren Durchmesser und demgemäss deren gegenseitige Abstände bestimmen, da jeder einzelne Kräfteball von der ost-westlichen aktuellen Erdenelektrizitätsströmung umwirbelt, oberhalb dieser gestaut und folglich auf die Erde herabgedrückt wird. Somit wurde uns klar, dass die Substanzen nicht von der Erde angezogen, sondern von aussen auf die Erde gedrückt werden.

Die Ursache des Atomgewichtes und der Fallbeschleunigung

Das Gewicht einer Substanz ist also abhängig von der Anzahl ihrer Kräftebälle, welche ihrerseits wiederum abhängig sind von den Kerntemperaturen und somit von den Durchmessern ihrer dynamischen Gleichgewichtszonen und dem Kraftmass der Dichte mal Spannung des ost-westlichen Grosswirbelfeldes der Erde an ein- und demselben Ort, sowie von der durch die Rotation der Erde bedingten Fliehkraft. Wir wollen nun versuchen, uns den Anpressdruck bzw. das Atomgewicht und die Beschleunigung an zwei Beispielen klar zu machen.

 35

Die Abb. 35 zeigt schematisch einen Kräfteball eines Wasserstoff-Atoms innerhalb des von Osten nach Westen strömenden Grosswirbelfeldes der Erde. Dieser Kräfteball besitzt von den bis heute bekannt gewordenen Elementen die höchste Hohlraumtemperatur und die geringste Dichte, sowie die höchste innere Spannung. Infolgedessen ist die Stauwärme bzw. Atomwärme innerhalb der dynamischen Gleichgewichtszone geringer als bei den anderen Substanzen. Da auch die ost-westliche Strömung der aktuellen Erdenelektrizität genau so wie die der aktuellen Sonnenelektrizität ihrer Natur nach immer ihrem Urzustand der Kälte zuströmt, so strömt sie auch den Kältepolen jedes einzelnen Kräfteballs zu und wird innerhalb der neutralen, wärmeren Zone wieder ausgetrieben. Da nun aber das ost-westliche Strömungsfeld inhomogen ist, so entsteht während des Zu- und Ausströmens eine Wirbelströmung, deren Richtung im Sinne der dichteren Strömung zwischen der dynamischen Gleichgewichtszone der Erde und der Substanz ist. Dieses ist auch die Ursache jeglicher Spiralbildung sowohl der absteigenden als auch der aufsteigenden Spiralen. Da also die Strömungsrichtung zwischen Kräfteball und der dynamischen Gleichgewichtszone der Erde gleichgerichtet und auf der der Erde abgekehrten Wirbelseite entgegengesetzt ist, so bewirkt diese Gegenläufigkeit auf dieser Seite einen Staueffekt, welcher den Kräfteball nach Massgabe des universellen einheitlichen Kraftmasses – Dichte mal Spannung – rechtwinklig zur Strömungsrichtung des Grosswirbels gegen die Erde drückt. Da die Dichte und die Spannung des ost-westlichen Strömungsfeldes der Erdenelektrizität mit dem Abstand von der dynamischen Gleichgewichtszone der Erde in einem reziproken Verhältnis stehen, d. h. Dichte mal Spannung in jedem Abstand immer dasselbe Kraftmass besitzen, so ist auch bei der Erdbeschleunigung, g = 9,80665 m/sec2, immer dasselbe konstante Kraftmass vorhanden.

 36

Vergleichen wir nun nach der Abb. 36 die schematische Darstellung enes Uran-Kräfteballes, dann fällt uns sofort der Grössenunterschied mit dem Wasserstoff-Kräfteball auf. Rechnerisch hätten also rund 238 Uran-Kräftebälle innerhalb des Wasserstoff-Volumens Platz. Da beide Kräftebälle über das gleiche Kraftmass: Dichte mal Spannung verfügen, so ist die Staukraft des Uran-Kräfteballes genau so gross wie beim Wasserstoff-Kräfteball. Man kann auch umgekehrt sagen, würde man das Volumen des Wasserstoff-Kräfteballes auf das Volumen des Uran-Kräfteballes bringen, dann hätte der Wasserstoff-Kräfteball das gleiche Gewicht wie ein Uran-Kräfteball. Da nun aber das Volumen eines Wasserstoff-Kräfteballes 238,14 mal grösser ist als das Volumen des Uran-Kräfteballes, so muss die Kern- oder Hohlraumtemperatur der dynamischen Gleichgewichtszone, d. h. der Atomwärme weitaus niedriger sein als beim Uran-Kräfteball. Auf Grund der Dezimalen bei den Atomgewichten, und die in kein einheitliches konstantes Verhältnis zu bringende Atomwärme der Substanzen, kann man mit Bestimmtheit darauf schliessen, dass die Elemente jeweils aus einer Anzahl unterschiedlicher Kräftebälle zusammengesetzt sind, wie wir dieses auch noch –später bei der Besprechung des Spektrums erkennen werden. Es wird der Wissenschaft vorbehalten bleiben, analog der Spektralanalyse, auch bei den Elementen eine genaue ganzzahlige Aufstellung der Kräftebälle mit ihren jeweiligen Kerntemperaturen, Durchmessern, Stauwärme (Atomwärme) festzulegen.

Der Staueffekt P eines Kräfteballes stellt die resultierende Kraft zweier Staukomponenten dar, und zwar einerseits dem von dem konstanten Kraftmass abhängigen Kleinstwirbelpotential und andererseits von dem Grosswirbelpotential der Erde. Beide sind ausserdem noch von der Konzentration der aktuellen Erdenelektrizität abhängig. Beispielsweise ist die Konzentration am Äquator und in den höheren Schichten nicht so stark wie an den Polen der Erde, folglich unterliegt auch das Gewicht dieser unterschiedlichen Konzentration der Erdenelektrizität. Die Konzentration der Erdenelektrizität lässt sich nur auf Grund der Fallbeschleunigung ermitteln, welche am Äquator 978,030 cm/sec und an den Polen 983,216 cm/sec beträgt. Ebenso lässt sich die Konzentration bzw. Dichte der Erdenelektrizität anhand der verschiedenen Umdrehungszahlen des im Ersten Teil beschriebenen erdmagnetischen Differenzialmotors bestimmen.

Nachdem wir uns nunmehr über die Wirkungsweise der Schwerkraft eine Vorstellung gebildet haben, wollen wir in den folgenden Betrachtungen nicht mehr von Anziehung, sondern nur noch von Anpressung sprechen. Die Anpressung der Erde einschliesslich der Fallbeschleunigung findet innerhalb der dynamischen Gleichgewichtszone der Erde ihr Ende; sie ist hier, wie auch im Mittelpunkt der Erde, gleich Null. Genau so wie die resultierenden Kräfte der Anpressung von aussen nach innen bis zur Gleichgewichtszone gerichtet sind, so sind auch die Anpresskräfte vom Mittelpunkt der Erde nach aussen bis zur Gleichgewichtszone wirksam. Ein Körper würde praktisch also nie nach dem Erdmittelpunkt, sondern nur bis zur dynamischen Gleichgewichtszone fallen; ebenso würde ein in der Nähe des Erdmittelpunktes fallender Körper – unabhängig von der durch die Rotation der Erde bedingten Fliehkkräfte – nach aussen bis zur Gleichgewichtszone angepresst werden.

Das Gravitationsgesetz

Es wurde bereits schon früher darauf hingewiesen, dass der Unterschied zwischen einem Gravitationsfeld und dem erdmagnetischen Feld nur in der –unterschiedlichen Dichte und Spannung der auf der Erde feststellbaren aktuellen Sonnenelektrizität besteht. Das sogenannte magnetische Feld der Erde gehört zum Gravitationsfeld der Sonne. Von dort aus strömt – wie wir im Fünften Teil noch sehen werden – ununterbrochen eine zweiarmige aktuelle Sonnenelektrizitäts-Spiralströmung in den Grossraum innerhalb welchem sich die Planeten mit ihren Monden bewegen. Als experimenteller Beweis wird vom Verfasser sein erdmagnetischer Differenzialmotor angeführt, dessen Umdrehungszahlen sich pro Zeiteinheit und gleicher Temperatur bei Perihel und Aphel verhalten wie die Quadrate der Abstände der Erde von der Sonne. Käme nämlich der Erdmagnetismus nicht von der Sonne, sondern wäre dieser spezifisch irdisch, dann würden sich im Durchschnitt die Umdrehungszahlen bei Sonnenannäherung und Sonnenentfernung nicht ändern. Die gleichen Messergebnisse erzielt man auch, wenn man das Erdfeld direkt induziert, und zwar mit Hilfe eines abgeschirmten Synchronmotors, dessen Drehzahl von einer genau geregelten Frequenz konstant gehalten wird. Die Messungen müssen sich über viele Jahre hin erstrecken, weil die Schwankungen des Erdfeldes enorm sind und dauernd von den Protuberanzen der Sonne und der Konstellation der Planeten beeinflusst werden.

Bei dem von Newton (1687) aufgestellten sog. Gravitationsgesetz: "Zwei Massen ziehen einander an mit einer Kraft, die dem Produkt der Massen direkt und dem Quadrat ihrer Entfernung voneinander umgekehrt proportional ist" muss man nach dem Gesetz der Wirbelkinematik unterscheiden, ob sich die Massen in ihrer Polarität gleichnamig oder ungleichnamig gegenüberstehen. Stehen sich zwei Massen ungleichnamig gegenüber, und das trifft innerhalb des Sonnensystems nur in Bezug auf die Sonne zu, dann muss es heissen: Zwei Massen pressen einander an usw.; stehen sich aber die Massen gleichnamig gegenüber, wie dieses bei den Planeten und den Planetoiden oder bei den Sonnensystemen untereinander der Fall ist, dann muss es genau wie beim Coulomb’schen Gesetz heissen: "Zwei Massen stossen sich ab mit einer Kraft, die dem Produkt der Massen direkt und dem Quadrat ihrer Entfernung voneinander umgekehrt proportional ist."

Die Gravitationskonstante

Nach den experimentellen Untersuchungen des Verfassers scheint es fragwürdig zu sein, ob die von Richarz und Krigar-Menzel durch die Bleiversuche ermittelte Gravitationskonstante Gültigkeit hat. Bei den Experimenten des Verfassers stellte sich heraus, dass sowohl Blei als auch verschiedene andere Metalle fortwährenden Gewichtsschwankungen unterliegen und somit deren Gewichte nur relativ sind.

 37

Der Verfasser fertigte aus Ahornholz sieben Präzisionswaagen (Abb. 37) an und beschickte diese auf der einen Seite mit Quecksilber, Kupfer, Silber, Eisen, Zinn und Blei. Auf der anderen Seite des Waagebalkens wurde als Gegengewicht abermals Ahornholz verwendet. Alsdann wurden die Waagen lackiert, um gegen Feuchtigkeitseinflüsse immun zu sein. Die Empfindlichkeit der Waagen wurde jeweils nach ihrem aufliegenden Gewicht geeicht. Die Gesamtanzeige betrug bei 130 mm Ausschlag bei jeder Waage 1/10 des aufgelegten Gewichtes. Im Laufe von zweijährigen Versuchen stellte sich nun heraus, dass unsere Gewichte von Sonnenferne (Aphel) bis Sonnennähe (Perihel) zunehmen und von da an bis Sonnenferne wieder um den gleichen Betrag abnehmen. Ferner konnte der Verfasser mit diesen Waagen feststellen, dass die Gravitation der einzelnen Planeten auf jeweils bestimmte Metalle einen gewichtsvermindernden bzw. gewichtsvermehrenden Einfluss haben. Insbesondere trifft dieses zu bei den Oppositionsstellungen der Planeten. An den Maximalausschlägen der Waagen lässt sich mit Bestimmtheit und auf die Stunde genau feststellen, welches Metall den in Opposition befindlichen Planeten zugeordnet ist und in welcher Stunde die Opposition stattgefunden hat. Bis heute konnte der Verfasser feststellen, dass Quecksilber mit dem Merkur und Blei mit dem Saturn in Zusammenhang steht. Weitere Versuche sind noch im Gange.

Eine weitere, nicht minder interessante Beobachtung machte der Verfasser mit diesen Waagen in der Zeit vom 6. bis 13. September 1960. Während dieser Zeit gingen einigemale sämtliche Zeiger wie auf Kommando in ihre oberste Stellung, verharrten dort mehrere Stunden und gingen allmählich wieder in ihre Ausgangsstellung zurück. Nun fielen aber gerade diese extremen Stellungen jeweils mit den furchtbaren Wirbelstürmen "Donna" auf der amerikanischen Insel Puerto Rico, Provinz Oriente, Gibara, Florida und New York zusammen. Auf Grund dieser Waagenstellungen kann geschlossen werden, dass das Schwerefeld der Erde vorübergehend zunahm. Aus dieser Schlussfolgerung muss man nun auch annehmen, dass ungeheure Eruptionen innerhalb der dynamischen Gleichgewichtszone der Erde stattgefunden und die aussergewöhnlichen Stürme ausgelöst haben.

Sollten nun diese messbaren Schwereeinflüsse auch anderweitig bestätigt werden, müssten die Untersuchungen von Richarz und Krigar-Menzel unter diesem Aspekt erneut überprüft werden.

Wir haben bisher immer nur vom Grosswirbel der Erde gesprochen. Es ist aber anzunehmen, dass alle zu unserem Sonnensystem zählenden Planeten, Planetoiden und Monde einen eigenen Grosswirbel besitzen, und dass wiederum alle Grosswirbel dem Grösstwirbel der Sonne unterstehen, welcher den gesamten Raum des Sonnensystems umschliesst. So unterstehen die Monde nicht nur dem Grosswirbel ihrer Planeten, sondern auch gleichzeitig noch unmittelbar dem Grösstwirbel der Sonne. Von diesem Gesichtspunkt aus gesehen würde das Gravitationsgesetz der Planeten und der Sonne etwa heissen: "Die Grosswirbel der Planeten sind direkt proportional ihres von der dynamischen Gleichgewichtszone umschlossenen potentiellen Elektrizitätsvolumens, und die resultierend Anpresskraft ihrer gegenläufigen Staukomponente ist umgekehrt proportional dem Quadrate ihrer Entfernung von der Sonne".

Wird das Gravitationsgesetz nur auf die Planeten untereinander bezogen, dann heisst es nicht "Anpresskraft" und *Entfernung von der Sonne", sondern "Abstosskraft" und "ihrer gegenseitigen Entfernung". Bei Planeten mit Monden ist das Gravitationsgesetz komplizierter, weil hier zu den Anpresskräften abwechselnd zuzüglich und abzüglich die Abstosskräfte hinzutreten. Im Fünften Teil der Wirbeltheorie soll bei der Besprechung der Bewegungsursache der Himmelskörper auf diese wechselseitigen Beziehungen noch ausführlicher hingewiesen werden.

Nach dem hier entwickelten Gravitationsgesetz wird es möglich sein, eine Anti-Schwerkraft zu erzeugen, indem man einen Satelliten mit der naturgegebenen Strömungsintensität versieht, welche direkt von der Sonne gespeist und demgemäss auch die gleiche Wirbelrichtung wie die Erde besitzt und demzufolge von der Erde abgestossen wird. Wir werden diesen Gedanken noch weiter entwickeln, wenn wir hierzu die Voraussetzungen im Fünften Kapitel geschaffen haben werden.


Vierter Teil

Das Wesen und die Fortpflanzung des Lichtes

Das Wesen und die Fortpflanzung des Lichtes

Nachdem wir den Schlüssel zur Erklärung aller Bewegungs- und Wärmevorgänge, sowie zur Entstehung der Substanzwelt gefunden haben, führt uns nunmehr der nächste Schritt mit geradezu zwingender Notwendigkeit zu dem Wesen und der Fortpflanzung des Lichtes. Mit scheinbarer Sicherheit hat die wissenschaftliche Forschung die Wellennatur des Lichtes einerseits und den stofflichen Charakter desselben andererseits (Energiequanten) erkannt. Allerdings tritt die Quanten-Theorie in schärfsten Gegensatz zur Huygens’schen Undulation-Theorie. Letztere hat aber noch vorläufig in den Interferenz- und Bewegungserscheinungen eine plausible Grundlage. Nach unseren Überlegungen kann die Doppelnatur eines gleichzeitig wellenartigen und korpuskularen Vorganges der Lichtausbreitung bestehen, wenn man sie in der richtigen Weise deutet und vertieft. Im Grunde genommen verhalten sich die Lichtwellen zu den Quanten so, wie sich beispielsweise die Wasserwellen zu einem fahrenden Schiff oder die Luftwellen zu einem fliegenden Geschoss oder Flugzeug verhalten. Demnach wären also die Lichtwellen nichts anderes als eine sekundäre Erscheinung der Energiequanten oder, nach der hier entwickelten Anschauung, die Folge der in grosser Geschwindigkeit und in bestimmten gegenseitigen Abständen befindlichen Kleinstteilchen bzw. Kräftebälle. Aufgrund unserer bisherigen Erkenntnisse soll nun versucht werden, einen Weg aufzuzeigen, der es ermöglichen wird, das Lichtphänomen in allen Erscheinungsformen sinn- und vorstellungsgerecht zu deuten.

Das Urphänomen des Lichtstrahles

Wir haben bisher erkannt, dass das kleinste, unteilbare Teilchen einer Substanz – der sog. Kräfteball – nichts anderes darstellt, als ein Energievolumen, dessen Kern sich auf einem bestimmten Kältegrad befindet und dessen Mantel von einer bedeutend höheren Temperatur umgeben ist. Der Wesenszug der Elektrizität, sich durch Kälte zusammenzuziehen und sich durch Wärme auszudehnen, liess die dynamische Gleichgewichtszone des Kräfteballes entstehen. Der Kern des Kräfteballes stellt somit eine ruhende, potentielle Energie dar. Wird nun die Gleichgewichtszone eines Kräfteballes durch eine einseitige äussere Temperaturerhöhung gestört, dann reisst die Gleichgewichtszone an der Störungsstelle auf, d. h. die an dieser Seite angrenzende potentielle Kernelektrizität bzw. die im ersten Aggregatzustand der Materie befindliche Energie dehnt sich durch diese einseitige Erwärmung aus und tritt mit ungeheurer Kraft und Geschwindigkeit heraus und treibt durch die Reaktionskraft den Kräfteball in entgegengesetzter Richtung fort. Wir haben also im Grunde genommen im Lichtstrahl nichts anderes vor uns, als das Urbild der Rakete und gleichzeitig einen Übergang der Substanz bzw. eine Rückführung in ihren ersten Aggregatzustand. Die Geschwindigkeit einer solchen Kräfteballrakete ist abhängig von dem Produkt aus Dichte mal Spannung der potentiellen Kernelektrizität. Da ein Kräfteball nahezu gewichtslos ist, so ist auch die Kraft, welche zur Beschleunigung dient, sehr klein. Die bis heute festgestellte hohe Geschwindigkeit von rund 300'000 km/sec entspricht annähernd der Expansion der potentiellen Energie. Dieses Mysterium des Lichtstrahles soll nun im folgenden an ganz konkreten Beispielen erläutert werden:

Wie wir im Zweiten Teil bei der Besprechung über die Substanzbildung erkannt haben, gibt es so viele verschieden grosse Kräfteballdurchmesser als es Kerntemperaturen gibt. Selbst die sog. Elemente setzen sich noch aus zahlreichen verschieden grossen Kräftebällen gemäss der in ihrem Spektrum auftretenden Linien zusammen. Auf diese Zusammenhänge kommen wir noch später ausführlich zurück. Bringen wir eine Substanz – sagen wir den Glühfaden einer elektrischen Beleuchtung – auf eine hohe Temperatur, dann finden während des Glühens an der äusseren Peripherie des Glühfadens nach allen Seiten ununterbrochen Abstösse von Kräfteballraketen statt, und zwar solange, bis an einer besonders beanspruchten oder schwächeren Stelle der Vorrat an Kräftebällen erschöpft ist und der Stromkreis zwangsweise für immer unterbrochen wird.

 38

Die Abb. 38 zeigt nun in schematischer Anordnung und in sehr starker Vergrösserung den Rand eines solchen Glühfadens. Wird der Glühfaden mittels elektrischen Stromes zum Glühen gebracht, dann werden die an der äussersten Zone des Glühfadens befindlichen Kräftebälle an ihrer dynamischen Gleichgewichtszone zuerst gestört, weil die nach der Achsenmitte des Glühfadens zeigende Kugelfläche der Kräftebälle infolge Stauung der zwischen der vorletzten und der letzten aufsteigenden Spiralströmung dieser Kräftebälle eine höhere Temperatur aufweist als die vom Glühfaden nach aussen abgekehrte und unberührte Kugelfläche. Es ist ohne weiteres einzusehen, dass die dynamische Gleichgewichtszone der Kräftebälle stets nur bei den äussersten Bällen einer Störung unterliegen und demzufolge derart aufgerissen werden, dass die Kernelektrizität die Kräftebälle durch Reaktion raketenartig abstösst, während die vorletzten, drittletzten Kräftebälle usw. allseitig gleichmässig erhitzt werden und solange keiner Störung ihrer Gleichgewichtszone ausgesetzt sind, bis auch sie schliesslich an die Reihe kommen und infolge Freilegung ihrer nach aussen zeigenden Kugelfläche abgestossen werden. Da im selben Augenblick, in welchem sich die äussersten Kräftebälle abstossen, auch schon die nächsten folgen, so entsteht eine ununterbrochene Kette von Kräfteballraketen, welche wir in ihrer Wirkungsweise als Lichtstrahl bezeichnen. Jede Substanz wird analog ihrer chemischen Zusammensetzung verschieden grosse Kräftebälle abstossen und wird demzufolge – wie wir später noch erkennen werden – das für jede Substanz charakteristische Spektrum liefern.

Brechung des Lichtes

Fallen Lichtstrahlen in einem spitzen Winkel auf die Oberfläche einer durchsichtigen Substanz, so gehen dieselben nicht in der Einfallsrichtung durch die Substanz, sondern werden innerhalb dieser von ihrer ursprünglichen Bahn abgelenkt.

Arten der Lichtbrechung

 39

Die Abb. 39 veranschaulicht schematisch zwei von einer gemeinsamen Lichtquelle ausgehende Strahlen I und II, welche im Falle von I im spitzen Winkel von Luft auf die Oberfläche von Wasser fallen. Der erste Fall zeigt augenscheinlich, dass sich der Kräfteball entsprechend seiner Kugelform, seines bestimmten Durchmessers, seines Strahlungswinkels a und seiner Aufprallenergie c=(m•v2)/2 sich zum Strahlungswinkel a1 abrollt und unter diesem Winkel seine Bewegung in dem Wasser fortsetzt. Fällt ein Lichtstrahl wie im zweiten Fall der Abb. 39 im rechten Winkel auf die Wasseroberfläche, also der Strahlungswirbel a mit dem Einfallslot zusammen, dann findet kein Abrollen der Kugel statt und der Lichtstrahl wird nicht gebrochen, einerlei wie unterschiedlich gross die Kräfteballdurchmesser und die Beschaffenheit der durchsichtigen Substanz auch sein mögen. In den folgenden Beispielen soll gezeigt werden, dass die Farben mit den Kräfteballdurchmessern und somit auch mit den Brechungswinkeln zusammenhängen.

 40

Die Abb. 40 veranschaulicht den Gang zweier Lichtstrahlen durch eine Glasscheibe mit planparallelen Flächen. Der Strahl I sei ein roter Lichtstrahl. Infolgedessen besitzt die Kräfteballrakete einen kleinen Durchmesser mit tiefer Kerntemperatur und hoher Stauwärme an der dynamischen Gleichgewichtszone bzw. eine sog. hohe Atomwärme. Durch den hohen Temperaturunterschied zwischen Kern- und Aussentemperatur ist die Spannung der potentiellen Kernelektrizität gering und die Dichte desselben hoch. Das Produkt aus Dichte mal Spannung ergibt die wirksame Raketenenergie, d. h. das einheitliche Kraftmass aller Raketen, welche die Fortpflanzungsgeschwindigkeit bewirkt. Da die Masse der Kräfteballraketen von ihrem Durchmesser unabhängig ist, so muss die Spannung und die Dichte der potentiellen Kernelektrizität in einem reziproken Verhältnis zueinander stehen. Wenn also der rote Strahl I unter dem Winkel a auf die vordere Eintrittsfläche der Glasscheibe auftrifft, so rollt die Rakete gemäss ihrem Durchmesser und ihrer Fortpflanzungsgeschwindigkeit bis zum Winkel a1 ab und passiert unter diesem neuen grösseren Winkel die Dicke der Glasscheibe. Auf der Austrittsfläche rollt die Rakete diesesmal auf der gegenüberliegenden Halbkugel nach der entgegengesetzten Seite, und zwar unter dem gleichen Winkel wie der Eintrittswinkel a wieder aus der Glasscheibe.

Wir betrachten nun in unserer Abb. 40 den violetten Strahl II. In diesem Falle ist der Raketendurchmesser grösser als in Strahl I. Die Kerntemperatur ist demzufolge nicht so tief und die dynamische Stauzone kälter, d. h. die Atomwärme geringer. Infolgedessen ist die Dichte der potentiellen Elektrizität geringer und die innere Spannung desselben grösser. Das Produkt aus beiden ergibt aber wiederum die gleiche wirksame Raketenenergie wie im Falle des roten Lichtstrahles I. Somit haben alle im weissen Licht enthaltenen Farbstrahlen die gleiche Fortpflanzungsgeschwindigkeit. Trifft nunmehr der violette Strahl II unter dem gleichen Winkel auf die vordere Glasfläche, so rollt der grössere Raketendurchmesser entsprechend seines grösseren Radius und seiner Fortpflanzungsgeschwindigkeit bis zum Winkel a2 ab und passiert unter diesem grösseren Winkel die Dicke der Glasscheibe und tritt wie beim Lichtstrahl I wieder unter dem gleichen Winkel wie der Eintrittswinkel a aus der Glasscheibe aus. Der violette Strahl II hat also analog seines grösseren Raketendurchmessers einen grösseren Durchgangswinkel bzw. einen grösseren Brechungswinkel wie der rote Lichtstrahl I.

Die Entstehung des Spektrums im Prisma

Nun sind wir bei einem der interessantesten Lichtphänomene, der Entstehung des Spektrums, angelangt. Mit Recht galt dieses Phänomen in früherer Zeit als ein Heiligtum und wurde von eingeweihten Kreisen sorgsam behütet. Dieses Mysterium offenbart die Gebundenheit der potentiellen Kernenergie an die Materie und dessen Freiwerdung und Auflösung der Materie durch Lichtwerdung. Im Zusammenhang hiermit, und zum besseren Verständnis des Folgenden, soll vorausgeschickt werden, dass die Farbe an sich, also ausserhalb unseres Auges, überhaupt nicht existiert und dass dasjenige, was wir gemeinhin als Farbe bezeichnen, nur ein Ausdruck dessen ist, was wir auf unserer Netzhaut empfinden, wenn die ausströmende Elektrizität einer dort ankommenden Kräfteballrakete mit einer ganz bestimmten Intensität in den Sehnerv übergeht. Diese in das Auge einströmende potentielle Elektrizität ist die Kraft, die dem Auge die Sehfähigkeit erhält. Wird diese Kraft dauernd unterbrochen, dann erlischt die Fähigkeit der Lichtaufnahme des Auges. Normalerweise entspricht die Intensitätsaufnahme der Sehnerven dem Umfang des sichtbaren Spektrums. Geringere Intensitäten werden nicht mehr empfunden. Damit ist aber keineswegs gesagt, dass unempfundene Intensitäten dem Auge gleichgültig sind. Wenngleich auch ultrarot der Intensität einer Kräfteballrakete mit geringer Spannung und grosser Kernelektrizitätsdichte entspricht, so besitzt hingegen ultraviolett eine Intensität von hoher innerer Spannung und geringer Kernelektrizitätsdichte. Immer ist die wirksame Raketenenergie pro Zeiteinheit massgebend, ob das Auge zu viel oder zu wenig Licht erhält. Eine hohe Energie zerstört das Auge sehr schnell und eine zu geringe Intensitätsleistung zerstört das Auge allmählich. Um eine weitestgehende Anpassung an –einen erträglichen Normal-Lichtintensitätseinlass zu erreichen, damit das Auge vor dem Zuviel oder vor dem Zuwenig geschützt wird, hat die Weisheit der Schöpfung die Iris-Blende des Auges zur Regulierung des Lichtraketen-Einlasses geschaffen. Um nicht allzusehr vom Thema abzuschweifen, wollen wir nun die Entstehung des Spektrums mittels eines Quarzprismas auf Grund der schematischen Zeichnung der Abb. 41 beschreiben.

 41

Die Abb. 41 zeigt die als Farbe sich offenbarenden Kräfteballraketen in ihren jeweils den betreffenden Farben angemessenen Durchmessern und ihren gegenseitigen Abständen während ihres Fluges. Der Übersichtlichkeit wegen sind dieselben der Grössenordnung nach untereinander angeordnet. In Wirklichkeit aber nehmen dieselben ungeordnet ihre Flugbahn ein, so dass sich neben den kleinsten Raketendurchmessern auch die grössten befinden, genau so, wie die Kräftebälle innerhalb der Substanz chemisch gebunden sind. Daher kommt es auch, dass das zusammenhängende Spektrum erst von einer bestimmten Entfernung, vom Prisma an gerechnet, sichtbar wird, weil eben die kleinsten und die grössten Raketen auf der gesamten Eintrittsfläche des Prismas durcheinander gemischt ankommen. Wir wollen auf diese Zusammenhänge bei der Besprechung der Abb. 43 noch ausführlicher zurückkommen.

Verfolgen wir nun die einzelnen Raketen ihrer Grösse nach, so wie sie das Prisma passieren, dann finden wir – wie bei der Betrachtung der Abb. 40 – dass die grössten Raketen des sichtbaren Spektrums bei ihrem Auftreffen auf die schräge Prismafläche gemäss ihrem grösseren Kugelradius ein grösseres Kippmoment aufweisen und demzufolge eine stärkere Ablenkung durch das Prisma erfahren. Beim Verlassen des Prismas findet die Rakete die Austrittsfläche des Prismas in genau entgegengesetzter Winkelstellung vor wie beim Eintritt. Infolgedessen tritt die zuerst in das Prisma eingetretene Kugelhälfte zuletzt aus demselben, so dass wiederum ein Kippmoment entsteht, welches die Rakete zum zweitenmal um den gleichen Winkelbetrag zur Ablenkung zwingt. Verfolgen wir nun in der gleichen Weise die Flugbahn der kleinsten Rakete des sichtbaren Spektrums, dann finden wir hier beim Ein- und Austreten, gemäss dem kleineren Kugelradius ein kleineres Kippmoment und demzufolge auch eine geringere Ablenkung. Alle dazwischenliegenden verschieden grossen Raketendurchmesser erhalten ihre Ablenkung entsprechend ihrem vom Kugelradius abhängigen Kippmoment, so dass wir beim sichtbaren Spektrum zwischen Violett – dem grössten Raketendurchmesser – und dem Rot – dem kleinsten Raketendurchmesser – ein geschlossenes Farbenspektrum violett-blau-gelb-rot erhalten, wobei die Übergangsfarben indigo-grün-orange durch Mischung von violett und blau, blau und gelb, gelb und rot entstehen. Die unsichtbaren ultravioletten Strahlen haben einen noch grösseren Raketendurchmesser als die violetten Strahlen. Aus diesem Grunde gehen sie auch nicht durch ein Glas mit engerem Strahlendurchlass und werden auch beim Durchgang durch Flüssigkeiten und Gase gemäss ihrem grösseren Widerstand aufgehalten oder verschluckt. Andererseits haben die unsichtbaren ultraroten Strahlen einen noch kleineren Raketendurchmesser als die roten Strahlen. Aus diesem Grunde haben diese Raketen die grössere Durchdringungskraft, d. h. den geringeren Widerstand beim Passieren von Flüssigkeiten und Gasen wie die andersfarbigen Strahlen bzw. Raketen mit grösseren Durchmessern. Die Durchmesser der roten Lichtraketen verhalten sich zum Durchmesser der violetten Lichtraketen wie der Brechungswinkel der roten zum Brechungswinkel der violetten Lichtstrahlen. Die Abb. 41 veranschaulicht ferner den ungefähren prozentualen Abstand der hintereinander folgenden verschiedenfarbigen Raketen, oder mit anderen Worten, das ungefähre Mischungsverhältnis der einzelnen Raketen pro Zeiteinheit. Der folgende Versuch liefert auch gleichzeitig den Beweis für die Richtigkeit der Zusammensetzung des weissen Lichtes aus den Grundfarben des Spektrums rot, gelb, blau und violett. Misst man nämlich den Helligkeitswert des weissen Lichtes, welches man mit Hilfe eines Prismas auf einen Bildschirm projiziert, dann ist dieser Wert gleich der Summe der einzelnen Messwerte von den Spektralfarben des gleichen Prismas rot, gelb, blau und violett, wenn die Messung unter den gleichen Bedingungen des Bildschirmabstandes und der Beleuchtungsintensität wie beim weissen Licht durchgeführt wird. Prozentual verteilen sich die Messwerte in der Nähe der Fraunhofer’schen Linien A D G und H etwa wie folgt: rot 21 %, gelb 60 %, blau 15 % und violett 4 %. Die chemische Wirkung der Farbstrahlen ist demnach nicht von der quantitativen sondern von der qualitativen Beschaffenheit abhängig. Obwohl zwar die wirksame Raketenenergie bei allen Farbstrahlen die gleiche ist wie sie sich bei der Fortpflanzungsgeschwindigkeit äussert, so besteht doch ein wesentlicher Unterschied darin, ob der Zustand der Kernelektrizität eine hohe Dichte oder eine hohe Spannung hat. So bewirken beispielsweise die violetten Lichtraketen mit ihrer hohen Kernelektrizitätsspannung und geringen Kernelektrizitätsdichte das Ausscheiden von metallischem Silber aus den Salzen Chlorsilber, Jodsilber, oder Bromsilber, während andererseits die roten Lichtraketen mit ihrer hohen Kernelektrizitätsdichte und geringer Kernelektrizitätsspannung im Verein mit dem Chlorophyll der Pflanzen die Trennung der Kohlensäure in Kohlenstoff und Sauerstoff vollführen, wobei der Kohlenstoff zum Aufbau der Pflanzen und der Sauerstoff zur menschlichen und tierischen Atmung verwendet wird. Es wäre nicht abzusehen, was sich auf unserem Planeten ereignen würde, wenn sich das prozentuale Strahlungsgemisch auf Kosten der roten und zugunsten der violetten Lichtraketen ändern würde.

Diese Anschauung würde die Quantentheorie von Prof. Max Planck in mancher Hinsicht ergänzen. Die universelle Konstante h, auch Wirkungsquantum genannt, wäre gleich der wirksamen Raketenenergie: Dichte mal Spannung mal Zeit. Nur dürfte es nicht heissen: Je grösser die Schwingungszahl, desto grösser ist das Energiequant, sondern es müsste heissen: "Je grösser die Anzahl der Lichtraketen pro Zeiteinheit, desto grösser ist das Energiequant".

Nun wollen wir noch weitere Phänomene des Spektrums betrachten, um durch weitere Teilwahrheiten die Gesamtwahrheit dieser neuen Erkenntnis zu stützen. Es ist bekannt, dass die Temperatur des Spektrums von ultra-violett bis ultra-rot einen Anstieg erfährt. Worauf ist dieses nun zurückzuführen? Wir haben bei der Entstehung der Kräftebälle erkannt, dass die grössten Kräftebälle die geringsten Kerntemperaturen un demzufolge auch die geringste Stauwärme bzw. Atomwärme haben, während umgekehrt die kleinsten Kräftebälle die tiefsten Kerntemperaturen und demgemäss auch die höchste Stauwärme bzw. Atomwärme aufweisen. Betrachten wir in diesem Zusammenhang die ultravioletten und violetten Strahlen, also die grössten als Raketen wirksamen Kräftebälle, dann finden wir, dass in dem ultravioletten und violetten Raketenbereich des Spektrums infolge seiner geringen Atomwärme eine gewisse Anzahl Wärmeeinheiten zugeführt werden müssen, um eine Temperaturgleichheit mit dem ultraroten und roten Raketenbereich des Spektrums entsprechend dessen höherer Atomwärme zu erzielen. Auch spielt hier noch die Anzahl der Lichtraketen pro Zeiteinheit eine nicht unwesentliche Rolle.

Ein weiteres Phänomen bildet die Feststellung mittels des Spektrums, ob sich ein Stern unserer Erde nähert oder entfernt. Kommt ein Stern unserer Erde näher, dann findet im Spektrum eine Verschiebung nach violett statt; entfernt sich hingegen ein Stern von unserer Erde, dann tritt eine Verschiebung nach rot ein. Wie erklärt sich nun –dieser Tatbestand mit der Anschauung der hier entwickelten Lichtraketen? Wir haben festgestellt, dass der Brechungswinkel einer Lichtrakete abhängig ist einerseits von deren Fortpflanzungsgeschwindigkeit und andererseits von dessen Durchmesser. Nimmt nun entweder die Fortpflanzungsgeschwindigkeit zu oder ab, bzw. vergrössert oder verkleinert sich der Raketendurchmesser, dann ändert sich in allen Fällen jeweils der Brechungswinkel. Die Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Lichtes ist zwar im Normalfall bei allen Lichtstrahlen konstant, aber sie ändert sich in dem Augenblick, wo die Anzahl der Lichtraketen in der Zeiteinheit geändert wird. Kommt also ein Stern auf uns zu, dann nimmt die Lichtgeschwindigkeit proportional der Geschwindigkeit des auf uns zueilenden Sternes zu, weil die Abstände der hintereinander –folgenden Lichtraketen kleiner werden. Die Lichtintensität nimmt dieserhalb ebenfalls zu. Demzufolge wird der Brechungswinkel des von diesem Sterne ausgesandten Lichtes entsprechend grösser, so dass eine Verschiebung gegen violett eintreten muss. Entfernt sich aber der Stern von uns, dann nimmt die Lichtgeschwindigkeit wiederum proportional der Geschwindigkeit des davoneilenden Sternes ab, weil diesesmal die Abstände der Lichtraketen grösser werden. Die Lichtintensität nimmt diesesmal ab. Demzufolge wird der Brechungswinkel des von diesem Sterne ausgesandten Lichtes naturgemäss kleiner, so dass wir eine Verschiebung des Spektrums nach rot erhalten. Dieses –Doppler’sche Prinzip bietet bei seiner Übertragung auf die Wellentheorie theoretisch die grössten Schwierigkeiten und ist eigentlich bis heute überhaupt noch nicht in exakter Weise möglich gewesen.

Wenn wir folgern, dass die Lichtgeschwindigkeit konstant sei, dann trifft diese Folgerung nach den hier beschriebenen Gesetzmässigkeiten nur auf eine Lichtfortpflanzung innerhalb eines Raumes mit konstanter Temperatur zu. Das Kraftmass Dichte mal Spannung einer Lichtrakete ist wohl konstant, aber es besteht ein Unterschied darin, ob das Lichtteilchen einen Raum mit grosser aktueller Elektrizitätsdichte und geringer Spannung oder einen Raum mit geringer Dichte und hoher Spannung durcheilt. Wir wissen, das die Dichte der aktuellen Sonnenelektrizität mit abfallender Temperatur (Sonnenferne) zunimmt und umgekehrt mit steigender Temperatur (Sonnennähe) abnimmt. Der Lichtstrahl wird also mit fallender Temperatur an Geschwindigkeit abnehmen und mit steigender Temperatur an Geschwindigkeit zunehmen. Sollte dieser Nachweis im Laboratorium gelingen, indem man die Lichtgeschwindigkeit innerhalb einer entsprechend langen Kammer mit einer Temperatur von plus 60 Grad C misst, dann müsste die Lichtgeschwindigkeit grösser sein wie in einer Kammer mit 20 Grad C. Solle diese Annahme bestätigt werden, dann könnte man die Rot- bzw. die Violettverschiebung der K-Linie auch damit begründen, dass das Licht kältere bzw. wärmere Zonen passiert, welche die Geschwindigkeit herabsetzen bzw. erhöhen und demzufolge eine Rot- oder eine Violettverschiebung verursachen. Auch bei unserer Erde hätte die Rot- und Violettverschiebung die gleiche Ursache. Wenn wir uns von der Sonne ab 21. Dezember entfernen, muss das Licht der Sonne bis zum 21. Juni stets kälter werdende Zonen passieren, was einer Geschwindigkeitsverzögerung des Lichtes und demzufolge einer Rotverschiebung entspräche, während umgekehrt ab 21. Juni bis 21. Dezember das Licht wieder stetig wärmere Zonen passiert, was einer Geschwindigkeitszunahme des Lichtes und demnach einer Verschiebung nach dem Violett gleichkäme.

Würde sich also diese Annahme durch Versuche bestätigen, woran der Verfasser nicht die geringsten Zweifel hegt, dann wäre auch die unglaubliche These, dass die Spiralnebel mit ihren unzähligen Sonnen von unserem Milchstrassensystem in jeder Sekunde zehntausend Kilometer auseinander rasen sollen, unhaltbar geworden. Denn die Grösse der Rot- oder Violettverschiebung wäre nur ein Mass für den unterschiedlichen Kälte- oder Wärmezustand des Raumes, den das Licht dieser Spiralsysteme zu passieren hat.

Wie erklärt sich nun aber die Änderung des Spektrums, wenn die Temperatur eines zu untersuchenden Gases erhöht oder erniedrigt wird? Wir haben früher schon festgestellt, dass die dynamische Gleichgewichtszone eines Kräfteballes diejenige Zone ist, in welcher die unter dem Einfluss der höheren Aussentemperatur sich ausdehnende Kernelektrizität und die ihrem Kälte-Urzustand zustrebende, ausserhalb des Kräfteballes befindliche aktuelle Elektrizität sich das Gleichgewicht halten. Bei zunehmender Aussentemperatur vergrössert sich automatisch die dynamische Gleichgewichtszone, weil eben das Gefälle zwischen innen und aussen zunimmt, während bei abnehmender Aussentemperatur sich das Gefälle verringert und dadurch der Durchmesser der dynamischen Gleichgewichtszone kleiner wird. Demzufolge verschiebt sich also bei Erhöhung der Temperatur (Aussentemperatur) durch die Vergrösserung des Raketendurchmessers das Spektrum nach violett, während bei Verringerung der Temperatur der Raketendurchmesser sich verkleinert und das Spektrum sich nach rot verschiebt.

Warum mit zunehmendem Atomgewicht der Substanzen die Verschiebung der Spektrallinien nach dem roten Ende des Spektrums stattfindet, hängt damit zusammen, dass mit der Abnahme des Kräfteballdurchmessers der Brechungswinkel der abstrahlenden Substanzen sich verkleinert, wie wir dieses beim Strahlengang durch das Prisma hinreichend festgestellt haben. Da nun das Spektrum von ultraviolett bis ultrarot alle uns bekannten und noch unbekannten Substanzen umfasst, so können wir das Spektrum auch als die Skala der Substanzbausteine und deren Kerntemperaturen bezeichnen. Die Lichtraketendurchmesser und die Kerntemperaturen der Kräftebälle sind also von ultraviolett bis ultrarot in allen ihren jeweiligen Lagen verschieden gross. Man kann also nicht sagen, dass die Lichtraketen der jeweiligen Bandbreiten z. B. von rot nur einen Durchmesser haben, sondern man hat hier über die ganze Breite einen fortwährenden Übergang von einem Durchmesser zum anderen anzunehmen. An denjenigen Stellen, welche durch dunkle, sog. Fraunhofer’sche Linien gekennzeichnet sind, fehlen die betreffenden Raketendurchmesser, so dass wir hier eine Lücke zu verzeichnen haben, deren Ursachen eben von vornherein auf ein Nichtvorhandensein von bestimmten Kräftebällen bzw. Lichtraketen zurückzuführen sind und deren Abwesenheit auch durch Absorption bedingt sein können. Bombardiert man Lichtraketen mit solchen gleichen Durchmessers von der entgegengesetzten Richtung, dann heben sich deren Geschwindigkeiten gegenseitig auf und fallen daher beim Spektrum aus, d. h. es entstehen an deren Stelle dunkle Linien. Man darf sich die Durchmesser der dynamischen Gleichgewichtszonen der Kräftebälle bzw. der Lichtraketen nicht als äussere Begrenzung des Licht-Kügelchens vorstellen, sondern man muss darüber hinaus auch noch ein unsichtbares Kraftfeld sich vorstellen, welches auch beim Abrollen und Kippen wesentlich beteiligt ist. Es ist ähnlich wie beim Kleinstmagneten, dessen Kräfteumfang seinen substanziellen Teil auch noch weit überragt. Eine künftige Chemie wird mit den einzelnen Kräfteballdurchmessern rechnen müssen, wenn sie eine restlose Klarheit über die Kombinationsmöglichkeit neuer Substanzen gewinnen will. Aus dieser Tatsache heraus dürfte es auch nicht möglich sein, über den Substanzcharakter anderer Himmelskörper etwas Positives auszusagen. Zur Erde gelangen Kräftebälle (Lichtraketen) der verschiedensten Durchmesser und Kerntemperaturen, welche innerhalb unserer Erdensphäre mit ihren spezifisch irdischen Spannungs- und Dichteverhältnissen so gruppiert werden, wie sie eben durch das Prisma der Durchmesser-Reihenfolge nach im Spektrum in Erscheinung treten. Daher kann man auch unmöglich annehmen, dass die Substanzen anderer Himmelskörper mit den irdischen Substanzen identisch sind. Was den Substanzen der verschiedenen Himmelskörper gemeinsam zu Grunde liegt, sind die Urbausteine der Welt, welche wir als die Kräftebälle oder Lichtraketen kennen gelernt haben. Aus diesen Urbausteinen sind alle Substanzen der Himmelskörper nach deren jeweiligen gültigen Gesetzen aufgebaut. Bei unseren – zum Sonnensystem zählenden – Planeten werden die Substanz-Verbindungsgesetze von ihrem verschiedenen Sonnenabstand bestimmt. Was wir auf unserem Planeten Erde zum Beispiel als Eisen, Kupfer, Nickel usw. bezeichnen, hat nur auf der Erde seine Gültigkeit. Auf den anderen Planeten gibt es auf Grund deren Sonnenabstände andere Substanzverbindungen. Wenn wir zwar die Feststellung treffen, dass die Meteore, welche auf unsere Erde herniederprasseln, in der Hauptsache stets aus Eisen bestehen, so ist das nur ein Beweis dafür, dass alles, was durch die Reibung an der Lufthülle in eine Weissglut gerät, nunmehr der irdischen Gesetzmässigkeit unterworfen und neu gruppiert wird, und in dieser irdischen Zone mit seinem ganz bestimmten Spannungszustand eben nichts anderes entstehen kann als 90 % Eisen, 8 % Nickel und 2 % verschiedene Substanzen.

Der hauptsächlichste Einwand, welcher von den Anhängern der Goethe’schen Farbenlehre immer wieder gegen die verschiedenfarbige Zusammensetzung des weissen Lichtstrahles gemacht wird, ist derjenige, dass die Mischung der einzelnen Farben beim Drehen des Farbkreises kein reines Weiss, sondern ein schmutziges Grau ergebe. Dieses hängt aber nur damit zusammen, dass die Mischfarben keine reinen Spektralfarben sind, mit Ausnahme der mittels einer Sammellinse wiederum auf einen Punkt zusammengeführten Spektralfarben. Letzteren Beweis lassen jedoch die Anhänger der Goethe’schen Farbenlehre nicht gelten, weil sie der Meinung sind, dass die durch das Prisma verursachten Spannungszustände des weissen Lichtes durch eine Sammellinse wieder aufgehoben werden. Folgendes Experiment, welches der Verfasser wiederholt ausführte, widerlegt nun eindeutig alle derartigen und unlogischen Einwände.

 42

Mischt man nämlich, wie es die Abb. 42 veranschaulicht, die mittels eines Prismas zerlegten reinen Spektralfarben durch eine rasche, oszillierende Bewegung des Prismas, dann entsteht auf dem Bildschirm reines weisses Licht. Verlangsamt man die oszillierende Bewegung, dann wird zuerst an den Umkehrpunkten das Spektrum sichtbar, während aber bei noch langsamerer Bewegung das Spektrum auf der gesamten Wegstrecke sichtbar wird. Um nun festzustellen, ob das oszillierende Spektrum gegenüber dem weissen Sonnenlicht auch tatsächlich weiss erscheint, lässt man ein zweites, gleich grosses Prisma die oszillierende Bewegung des ersten Prismas mitmachen, wobei aber zu beachten ist, dass durch das zweite Prisma infolge Versetzung um etwa 120 Winkelgrade kein Spektrum entsteht, sondern von demselben nur weisses Licht auf den Bildschirm fällt, und zwar unmittelbar neben das Spektrum des ersten Prismas. Erhalten nun beide Prismen die gleiche rasche oszillierende Bewegung, dann ist bei einem Vergleich beider Lichtstreifen nicht der geringste Unterschied in ihrem weissen Licht festzustellen. Bei diesem Versuch kann man nicht von Aufheben der Spannungszustände reden.

Der zweite Einwand, der damals auch von Goethe gemacht wurde und heute noch von allen seinen Anhängern vertreten wird, ist dieser, dass von dem Auge unmittelbar hinter dem Prisma keinerlei Farbe, sondern nur weisses Licht wahrgenommen wird.

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Verfolgt man aber in objektiver Weise den Strahlengang durch das Prisma, zum Bildschirm nach der Abb. 43, dann findet man, dass das weisse Licht zunächst auf der gesamten Eintrittsfläche des Prismas auftritt. Da, wie schon früher erwähnt, im weissen Licht alle verschieden grossen Lichtraketen gemischt und noch ungeordnet den Raum passieren und ebenso auf der Eintrittsfläche des Prismas auftreffen, nehmen dieselben entsprechend ihrer Ablenkung von jedem Punkte der Eintrittsfläche aus ihren Weg durch das Prisma zur schräg gegenüberliegenden Austrittsfläche und werden hier zum zweitenmal abgelenkt. Die aus der zweiten Prismafläche austretenden Lichtraketen sind gemäss ihrer zweifachen, d. h. ihrer Gesamtablenkung, fast noch genau so verschieden gross beieinander wie bei ihrem Eintritt in das Prisma. Entsprechend ihrem jeweiligen Durchmesser aber weichen sie alle in ihrer weiteren Flugbahn voneinander ab und so kommt es, dass das sichtbare Spektrum von rot bis violett erst bei einem bestimmten Abstand des Prismas von dem Bildschirm zusammenhängend wird, wobei auch die Breite des Spektrums von der Breite der Austrittsfläche des Prismas abhängig ist. Es ist nun einleuchtend, dass das Auge hinter der Austrittsfläche innerhalb eines genau bestimmbaren Lichtkeiles (Abb. 43) nur weisses Licht wahrnehmen kann, weil in diesem Lichtkeile alle farbigen Lichtraketen enthalten sind, welche das Auge erreichen und in ihrer Gesamtheit die Empfindung des weissen Lichtes erzeugen. Wenn man nun bedenkt, dass gegenüber der Eintrittsöffnung des Auges nach Ramöny/Cajal auf der Netzhaut pro Quadratmillimeter im Mittel etwa 13'000 Nervenendigungen mit den dazugehörigen Aufnahmeelementen wie Stäbchen und Zapfen vorhanden sind, wird man verstehen, dass bei den kaum vorstellbaren kleinen Lichtraketendurchmessern die Lichtraketen zwischen den Stäbchen und Zapfen ihre Entladung abgeben und hier auf engstem Raum eine der Entladung gemässe Empfindung erzeugen, welche beispielsweise bei gleichzeitiger Entladung aller im weissen Licht vorkommenden farbigen Lichtraketen die Empfindung weiss erzeugen. Wie die Abb. 43 noch weiterhin veranschaulicht, sind ausserhalb des weissen Lichtkeiles nicht mehr alle farbigen Lichtraketen enthalten, sondern eben nur violett-blau und rot-gelb. Die Überschneidungs- oder Mischfarben indigo-grün-orange wurden weggelassen. Es gelangen also ausserhalb des weissen Lichtkeiles auf die Netzhaut unseres Auges nur ein Teil der farbigen Lichtraketen, so dass wir diese Randstrahlen nie als weisses Licht empfinden können, wie dieses innerhalb des weissen Lichtraketenkeiles hinter der Austrittsfläche des Prismas wahrgenommen wird. Somit ist nun auch der zweite Einwand der Goethe’schen Farbenlehre gegenstandslos geworden.

Die Entstehung der Normalspektren

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Die Abb. 44 zeigt in schematischer Darstellung den Gang und die Ablenkung der Lichtraketen beim Durchgang durch eine schmale Schlitzöffnung. Auf dieser Abbildung ist ohne weiteres ersichtlich, dass diejenigen Lichtraketen, welche auf die Schlitzkanten1 und 2 treffen, entsprechend ihrer Raketendurchmesser verschieden stark abgelenkt werden. Auch hier rollen sich die kleinsten Durchmesser weniger ab als die grösseren Durchmesser. Demnach treten auf dem Bildschirm links und rechts als erste Farbraketen des Spektrums erster Ordnung die roten und als letzte die violetten Lichtstrahlen auf. In der Mitte des Spaltes gehen alle im weissen Licht enthaltenen Farbraketen durch und werden daher auf dem Bildschirm als weiss empfunden. Es lässt sich dieses Phänomen besonders schön beobachten, wenn man die Sonne unmittelbar hinter einem Spalt von einem Tausendstel Millimeter Breite und einer Spaltdicke von einem Hundertstel Millimeter betrachtet, insbesondere aber, wenn man den Spalt in den Brennpunkt einer stark vergrössernden Linse rückt, welche in einem Tubus eingebaut ist. An Stelle des Spaltes kann man auch ein rundes Loch von einem Tausendstel Millimeter Durchmesser verwenden. In diesem Falle besteht das Spektrum jedoch nicht aus parallelen Längsstreifen, sondern naturgemäss aus parallel angeordneten Ringen in der gleichen Farbreihenfolge wie beim Spaltspektrum.

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Wie ist nun aber die Ursache der Spektren der ersten, zweiten und dritten Ordnung nach dem Raketenprinzip zu erklären? Zunächst wollen wir anhand der Abb. 45 zeigen, wie man sich den Ablauf der Lichtraketen beim Auftreffen auf eine Spaltkante vorzustellen hat. Bei allen Lichtraketen besteht die Möglichkeit, dass diese an ihren vorderen Halbkugeln an irgendeinem Punkte auf einer Spaltkante auftreffen können. Von diesem Auftreffen wird es in der Hauptsache abhängen, ob die Lichtraketen zur ersten, zweiten oder dritten Ordnung abgelenkt werden oder ob die Lichtraketen zurückgehalten, verschluckt, zerstreut werden und als diffus zu gelten haben. Da wir innerhalb der Bandbreite Rot eine grosse Anzahl Übergänge von einem Raketendurchmesser zum anderen und alle Rot-Schattierungen zu verzeichnen haben, wollen wir in unserem Beispiel das Rot der Fraunhofer’schen A-Linie verwenden, welche infolge seiner ganz bestimmten Farbe auch einen ganz bestimmten Durchmesser und gemäss diesem auch eine ganz bestimmte Ablenkung hat. Diese Ablenkung ist wird in Abb. 45 in Verbindung mit drei verschiedenen Aufschlagpunkten der vorderen Raketenhalbkugel dargestellt und zwar sei der Winkel a1 mit etwa 60° von der Flugachse der Rakete angenommen. Bei einem Aufschlag von etwa 60° findet die Rakete durch die Kante K1 Widerstand und rollt sich entsprechend ab. Die Flugachse der Rakete neigt sich nach rechts und die Reaktionskraft der Rakete treibt diese bei der Kante K2 nach links ab, so dass wir auf dem Bildschirm die Farbe Rot in der I. Ordnung und als äussersten Begrenzungsstreifen eine dunkle Linie K3 haben. Diese dunkle Linie entsteht zwangsläufig und ist nichts anderes als die Folge gleicher Raketendurchmesser, welche durch die Spaltkante K2 frontal ausgerichtet werden. Wie wir oben gesehen haben, sind im Rot zahlreiche Schattierungen vorhanden, welche im Spektrum gegen Gelb auf grössere Raketendurchmesser zurückzuführen sind. Aus diesem Grunde reihen sich an K3 noch eine ganze Anzahl solcher dunkler Linien an, deren jede einzelne Linie aber auch nichts anderes ist, als die frontale Ausrichtung gleich grosser Lichtraketen durch die untere Spaltkante K2. Als einen Beweis dafür, dass diese dunklen Spaltlinien K3 mit Wellenlinien überhaupt nichts zu tun haben, sei angeführt, dass diese K3-Linien mit jeder beliebigen Formgebung der Spaltkante K2 – mag diese Schlangen-, Bogen- oder Zick-Zack-Form haben oder sonstwie beschaffen sein – genau parallel verlaufen und nur in unmittelbarem Zusammenhang mit den verschiedenen grossen Durchmessern der Lichtraketen stehen. Diese dunklen K3-Linien erscheinen nur deshalb dunkel, weil sie die punktförmig aneinandergereihte Randbegrenzung der Raketendurchmesser darstellen und keinerlei Reizwirkung auf der Netzhaut bewirken. Sie könnten überhaupt nicht in Erscheinung treten, wenn nicht die durch sie eingeschlossenen Raketen gemäss deren Entladung eine Farbempfindung hervorrufen würden.

Bei dem roten Lichtstreifen II. Ordnung handelt es sich um einen Raketenaufschlagwinkel a2 bei etwa 40° von der Raketenflugachse aus gemessen. In diesem Falle findet die Rakete durch die Kante K1 einen noch grösseren Widerstand und rollt sich demgemäss noch mehr ab, so dass die Flugachse der Rakete noch mehr nach rechts neigt und somit die Reaktionskraft die Rakete bei der Kante K2 noch mehr nach links treibt. Wir erhalten also auf dem Bildschirm die Farbe Rot II. Ordnung. Auch hier treten die dunklen Linien K3 wie schon besprochen auf. Bei dem Rot III. Ordnung besitzt der Raketenaufschlagwinkel a3 etwa 20° von der Flugachse aus gemessen. Hier ist die Ablenkung aus genau den gleichen Gründen noch stärker als beim Rot II. Ordnung. Auch hier treten die dunklen Randbegrenzungslinien durch die frontale Ausrichtung gleicher Raketendurchmesser auf.

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Die Abb. 46 zeigt endlich die Entstehung der gesamten Spektren I., II. und III. Ordnung durch die Einfügung der stetig grösser werdenden Farbraketen Gelb-Blau-Violett. Entsprechend der grösser werdenden Raketendurchmesser wird die Ablenkung durch das stetig zunehmende Kippmoment immer stärker, so dass die fehlenden Farblücken der Reihe nach stetig mehr ergänzt werden. Der Übersichtlichkeit wegen wurden die Raketenaufschläge nur durch die Winkel a1, a2, a3 und die Flugbahn nur durch Pfeile gekennzeichnet. Es ist anzunehmen, dass mit grösster Wahrscheinlichkeit die Lichtraketenaufschläge auf der Spaltkante K1 in gewissen Grenzen variieren und deshalb die Raketen innerhalb ihrer Flugbahn etwas streuen, was sich schon darin zeigt, dass die Spektren eine breitere Basis zeigen und die einzelnen Farben ineinander übergehen.

Nach dieser grundsätzlichen Klärung des Lichtphänomens können wir es nun auch ohne weiteres wagen, an die Polarisation des Lichtes heranzutreten. Wären wir in der Lage, einen Schnitt quer zur Strahlrichtung eines Lichtbündels zu machen, dann würde sich nach Abb. 47 folgendes Bild ergeben:

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Wir würden nichts weiter wahrnehmen als eine Anzahl verschieden grosser Lichtraketen, welche auf ihrer hinteren Halbkugelhälfte eine aufgerissene Öffnung hätten, aus welcher Kernelektrizität strömt, die bei den kleinsten Durchmessern mit geringster Spannung und grösster Dichte und bei den grössten Durchmessern mit grösster Spannung und geringster Dichte ausströmen würde. Lassen wir nun ein solches Strahlenbündel im rechten Winkel auf einen Ring R fallen, welcher vor einem Prisma P der Abb. 48 aufgestellt ist.

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Sämtliche Strahlen bzw. Lichtraketen, welche die äussere und die innere Ringkanten K1, K2, K3, K4 berühren, werden von ihrer Flugbahn abgelenkt, während alle übrigen Strahlen ihre Flugbahn ausserhalb des Ringes und innerhalb der Ringöffnung ungehindert zurücklegen können und unabgelenkt auf die Eintrittsfläche des Prismas in einem ganz bestimmten Einfallwinkel a treffen. Diese Strahlen bzw. Lichtraketen gehen, wie oben bereits schon beschrieben, durch das Prisma hindurch und werden unmittelbar hinter demselben, innerhalb des Lichtkeiles als weisses Licht empfunden und treten ausserhalb des Lichkeiles infolge ihrer unvollständigen Zusammensetzung als farbige Randstrahlen auf. Untersuchen wir nun zunächst diejenigen abgelenkten Strahlen, welche auf ihrer Flugbahn die äussere Ringkante K1 und K2 berühren, dann finden wir in überraschender Weise, dass der Einfallswinkel a1 der oberen Lichtrakete um den Betrag ihres Ablenkungswinkels b1 vergrössert wird, während der Einfallswinkel a2 der unteren Lichtrakete um den Betrag ihres Ablenkungswinkels b2 verkleinert wird. Schauen wir uns daraufhin einmal die Strahlenablenkung der inneren Ringkante K3 und K4 an, dann finden wir hier, dass der Einfallswinkel a3 der oberen Lichtrakete um den Betrag ihres Ablenkungswinkels b3 diesesmal verkleinert wird, während aber der Einfallswinkel a4 der unteren Lichtrakete der Ringöffnung um den Betrag ihres Ablenkungswinkels b4 diesesmal vergrössert wird. Alle Lichtraketen, deren Einfallswinkel a verkleinert werden, beginnen mit der Farbe Rot und Gelb und alle Lichtraketen, deren Einfallswinkel eine Addition erfahren, d. h. gegenüber dem normalen Einfallswinkel a vergrössert werden, beginnen mit der Farbe Blau und Violett. Wir haben es also bei der Polarisation mit einer gesetzmässigen Halbierung oder Mittenteilung des Spektrums auf der Grundlage der Subtraktion und Addition der jeweiligen Raketenablenkungswinkel b gegenüber dem normalen Einfallswinkel a zu tun. Es wurde bei der Abb. 48 bewusst ein Ring gewählt, weil man bei diesem alle überhaupt vorkommenden Polarisationsgrade von Null bis zum höchsten Grad der Ablenkung bei 90° erreicht. Dieser höchste Grad der Ablenkung wird dort erreicht, wo die Tangenten der äusseren und inneren Ringkanten parallel zur Achse des Prismas stehen und der tiefste Grad der Polarisation, also Null wird erreicht, wo die Tangenten der äusseren und inneren Ringkanten 90 Grad, also im rechten Winkel zur Achse des Prismas stehen. Zwischen Null und 90° sind alle Subtraktions- und Additions-Winkel der Lichtraketen enthalten. Beschreibt man also in unserem Ringbeispiel um die äussere Ringkante von der Mittenachse des Ringes nach oben, also von 0° bis 90°, eine Kreisbewegung, dann nimmt die Ablenkung der Lichtraketen zu, d. h. die Einfallswinkel a werden grösser. Fährt man über 90° hinaus, dann werden die Winkel der Ablenkung wieder kleiner und bei 180° erreichen die Winkel wieder 0° bzw. den normalen Einfallswinkel a. Fährt man über 180° nach unten weiter, dann nimmt die Ablenkung der Lichtraketen bis 270° wieder zu, nur mit dem Unterschied, dass diesesmal die jeweiligen Einfallswinkel a kleiner werden. Von 270° bis 360° nehmen die Einfallswinkel wieder zu und erreichen bei 360° bzw. dem Ausgangspunkt 0° wiederum den normalen Einfallswinkel a. Verfolgt man aber in der gleichen Weise die Berührung der Lichtraketen an der Innenkante des Ringes von 0° bis 90° nach oben, dann werden die jeweiligen Einfallswinkel nicht grösser als bei der äusseren Ringkante, sondern kleiner, bis diese bei 180° wieder auf Null, d. h. auf den normalen Einfallswinkel a gesunken sind. Ebenso werden über 180£° hinaus bis 270° die Einfallswinkel nicht kleiner als bei der äusseren Ringkante, sondern grösser, bis dieselben bei 360° bzw. 0° wieder den normalen Einfallswinkel a erreicht haben.

Wie kommt es nun aber, dass die Polarisation bei der rechtwinkligen Einstellung der äusseren und inneren Ringtangente zur Prismaachse auf Null herabsinkt, d. h., dass diese Lichtraketen beim Passieren des Prismas nach ihren Farbwerten bzw. nach ihren Durchmessern, ihrer Grössenordnung nach nicht sortiert werden? Oder mit anderen Worten, warum die zur Prismaachse rechtwinklig stehenden Lichtkanten ohne farbige Ränder gesehen werden?

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Wie die Abb. 49 als Schnitt C-D der Abb. 48 veranschaulicht, handelt es sich hierbei um das gleiche Prinzip des Strahlenganges wie bei planparallelen Glasplatten, welches wir bei der Besprechung der Abb. 40bereits schon beschrieben haben. Die Lichtraketen K5 und K6 werden bei der Berührung der inneren Ringkanten abgelenkt und erleiden beim Ein- und Austritt zum Lot eine Ablenkung a5-a8 bzw. eine Parallelverschiebung. Daher kann innerhalb der 90°-Stellung keine Polarisation zustande kommen.

In diesem Zusammenhang sei nochmals auf das Experiment mit dem Spalt von einem Tausendstel Millimeter Breit und einer Spaltdicke von einem Hundertstel Millimeter hingewiesen. Betrachtet man nämlich einen vor einer Lichtquelle aufgestellten Stab durch den Spalt, dann findet man, wenn der Spalt genau im rechten Winkel zu dem Stabe steht, dass dieser in seinen Konturen sehr scharf zu sehen ist, während aber der Stab bei Drehung des Spaltes schon um wenige Minuten Grade seine scharfen Konturen verliert und bei 90° Drehung des Spaltes der Stab nicht mehr sichtbar ist. Dieses Phänomen wird aber klar verständlich, wenn man bei dieser Betrachtung die zuvor beschriebenen Brechungsgesetze der Lichtraketen zur Anwendung bringt.

Reflexion des Lichtes

Fallen Lichtstrahlen einer Lichtquelle auf Substanzen, so werden dieselben sichtbar und erscheinen dem normalen Auge in einer ganz bestimmten Farbe. Die auffallenden Strahlen werden also von der Oberfläche der Substanzen in einer der Substanzoberfläche entsprechenden anderen Mischung, d. h. Zusammensetzung zurückgeworfen. Je nach der Beschaffenheit der zurückwerfenden Oberfläche werden die Strahlen in einer bestimmten Richtung oder aber auch unregelmässig zurückgeworfen. Glatte Oberflächen werfen das Licht einigermassen regelmässig und rauhe Oberflächen unregelmässig nach allen Seiten zurück.

Die Ursache der Reflexion

Gehen wir nun aber davon aus, dass der auffallende Lichtstrahl aus Kräfteballraketen besteht, durchschaut man sofort die tieferen Zusammenhänge zwischen Reflexion, Farbe und Oberflächenbeschaffenheit der bestrahlten Substanz. Vergegenwärtigt man sich die Abmessungen der Kräfteballraketen und die Abstände der Kräftebälle an der Oberfläche einer bestrahlten Substanz, dann findet man, dass von jeder Substanz entsprechend deren Kräfteballgruppierungen und der dadurch bedingten mehr oder weniger grossen Aussparungen und Vertiefungen an der Oberfläche eine entsprechende Anzahl Lichtraketen von bestimmter Grösse, d. h. Durchmesser zurückgehalten werden. Die Folge hiervon ist nun, dass von jeder Substanz nur ganz bestimmte Raketensorten unser Auge erreichen und auf der Netzhaut zwischen den Stäbchen und Zapfen die entsprechende Entladung, d. h. Farbempfindung auslösen. Ist die Oberfläche der Substanz derart beschaffen, dass sämtliche oder vielmehr der weitaus grösste Teil der Lichtraketen in den Aussparungen der Substanz-Oberfläche zurückgehalten werden, empfinden wir die Substanz als schwarz. Das Licht wird also, wie man sagt, absorbiert. Die selbstverständliche Folge hiervon ist nun, dass die Lichtraketen ihre Stauwärme an die Substanz abgeben. Werden aber nur wenige, oder wie bei der totalen Reflexion, keine Lichtraketen zurückgehalten, dann erscheint uns die Substanz weiss bzw. sehen wir das weisse Licht. Wird das Licht absorbiert, d. h. werden die Lichtraketen von einer schwarzen Substanz aufgefangen, so üben sie gemäss ihrer Geschwindigkeit und ihrer Masse bzw. ihrer kinetischen Energie (m•v2)/2 einen Druck auf die Substanz aus, welcher als Strahlungsdruck bekannt ist. Da die Lichtrakete ein elastisccher Körper ist, so erfolgt deren Zurückweerfung oder Reflexion auch nach den Gesetzen der Mechanik vom Stoss vollkommen elastischer Körper. In den meisten Fällen aber dürfte mit grosser Wahrscheinlichkeit mit der Zurückwerfung eine entsprechende Richtungsänderung der Reaktionskraft der Rakete verbunden sein, wie wir diese beim Normalspektrum beschrieben haben.

Das Radiometer

Werden die Lichtraketen nach dem Gesetz des Stosses elastischer Körper von einer glatten und weissen Oberfläche zurückgeworfen, dann geben sie ihre kinetische Energie nicht in vollem Umfange an die beaufschlagte Oberfläche ab. Treffen die Lichtraketen hingegen auf eine schwarze Oberfläche, dann werden sie von dieser verschluckt, d. h. absorbiert und infolgedessen wird ihre kinetische Energie in vollem Umfange von der schwarzen Oberfläche aufgenommen. Die Differenz der beiden durch die kinetische Energie hervorgerufenen Drehmomente der weissen und der schwarzen Oberflächen ergeben die Drehrichtung des Radiometers, welches im Jahre 1874 von dem Engländer Crookes erfunden wurde.

Vieles wäre noch über die Fortpflanzung und Krümmung des Lichtes und dessen mannigfachen optischen Erscheinungen zu sagen, insbesondere noch über das polarisierte Licht, die Entstehung der divergierenden Strahlung und der irisierenden Ränder bei Linsen, sowie deren Beseitigung durch Kron- und Flintglas. Ferner über die Doppelbrechung des Lichtes beim Kalkspat. Auch wäre die Untersuchung des Einflusses der Schwerkraft auf die Lichtraketen, die wir ja als Masseteilchen kennen gelernt haben, äusserst interessant. Mit der Annahme der Existenz von Lichtraketen hat man nunmehr auch eine Erklärung für den Einfluss eines magnetischen Kraftfeldes auf die sog. Polarisationsebene des Lichtes, welche bei unserer Betrachtungsweise gleichbedeutend ist mit der Lichtraketenausrichtung mittels Spaltkanten K1 K2. Diesen Einfluss hat bekanntlich schon Faraday nachgewiesen. Ebenso erklärt sich der weitere Effekt des Magnetismus in Verbindung mit dem Licht, welcher 40 Jahre später von Zeemann gefunden wurde. Auf Grund der bis jetzt beschriebenen Lichtgesetzmässigkeit kann aber jedermann alle diesbezüglichen Fragen selbst beantworten.

Die Goethe’sche und die Newton’sche Lichtauffassung

Wie steht es nun aber mit der Goethe’schen Anschauung, dass das weisse Licht kein zusammengesetztes, sondern das einzig einfache sei und dass die Farben nur durch Trübungen oder Beschränkungen entstehen, die an dem weissen Licht durch die Substanzen hervorgerufen werden? Nach unseren bisherigen Untersuchungen müssen wir sagen: Goethe war wohl vom rein gefühlsmässigen Standpunkt seines künstlerischen, intuitiven Schauens aus auf dem richtigen Weg zur vollen Wahrheit, befand sich aber trotzdem gegenüber Newton im Unrecht, wenn er behauptete, dass das weisse Licht das einzig einfache sei. Newton erbrachte den experimentellen Nachweis seiner Anschauung, wenngleich auch dieser, wie wir gesehen haben, nicht ganz stichhaltig war. Die exakte Forschung hat die Newton’sche Anschauung einwandfrei als richtig erwiesen, während die Goethe’sche Behauptung wissenschaftlich widerlegt werden konnte.

Goethe und mit ihm wohl alle Künstler sind bestrebt, vom Ganzen auf das Einzelne zu schliessen, während der analytische Naturforscher und mit diesem wohl alle Wissenschaftler vom Ganzen das Einzelne herausgreifen, dieses Einzelne genauestens untersuchen und nun vom Einzelnen auf das Ganze schliessen. Aus unseren bisherigen Darlegungen geht nun aber hervor, dass der Urbaustoff bzw. der erste Aggregatzustand der Substanzen, einschliesslich des Lichtes, die Kernelektrizität, d. h. die potentielle Energie oder Kraft ist, und aus dieser Kraft alles Stoffliche, Wärmende und Leuchtende hervorgeht. Man kann daher auch diese Kernelektrizität mit den Goethe’schen Worten getrost als das "Einzig-Einfache" nennen. Nur darf man nicht diese hohe Erkenntnis in einseitiger Weise verallgemeinern, wie es Goethe getan hat, sondern man muss die gefundenen Tatsachen als solche gelten lassen und muss anerkennen, dass das als weiss empfundene Licht aus einer Summe farbig empfundener Einzellichter besteht. Goethe hat eine gewonnene höhere Einsicht auf einer Stufe festgehalten, welche noch einer durchgreifenden Klärung dringend bedurft hätte. Newton war mit seiner Forschung auf der Spur dieser Klärung. Goethe aber verzichtete in scharfen und ausfälligen Worten auf eine wissenschaftliche Klarstellung. Dieser Verzicht gereichte ihm aber in seiner Farbenlehre zum Verhängnis. Trotzdem müssen wir mit dem Künstler Goethe bekennen: "Das Auge hat sein Dasein dem Licht zu danken" und "Wär‘ nicht das Auge sonnenhaft, wie könnten wir das Licht erblicken. Lebt sich in uns des Gottes eigne Kraft, wie könn’t uns Göttliches entzücken?".

Ein neuer Vorschlag zur Messung der Lichtgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Erdumdrehung

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Eine Einrichtung zur Messung der Lichtgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Erddrehung, veranschaulicht die schematische Darstellung der Abb. 50. Dieselbe besteht im Wesentlichen aus einer konstanten Lichtquelle L, zwei Photozellen A-B, zwei elektrischen Anzeigeinstrumenten und einer entsprechenden Optik. Die gesamte Einrichtung ist um eine vertikale Achse drehbar angeordnet. Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Zwecks Eichung dreht man zunächst das ganze Messsystem derart in der Horizontalebene, dass die gemeinsame X-Achse der Photozellen in Nord-Südstellung und die Y-Achse der Lichtquelle in ost-westliche Richtung gelangen. In dieser Eichstellung liest man die angezeigten Werte der –Anzeigeinstrumente ab. Dreht man nun das gesamte Messsystem um 90°, so dass die X-Achse der Photozellen in die ost-westliche und die Y-Achse der Lichtquellen in die Nord-Südstellung zu stehen kommen, dann werden die Photozellen, infolge der Erddrehung, nicht mehr gleichmässig, sondern ungleich von den Strahlenbündeln der Lichtquellen bestrichen, weil die Photozelle A bis zujm Eintreffen des Lichtstrahles in der Zeiteinheit inzwischen die Stellung A1 und die Photozelle B die Stellung B1 erreicht haben. Die Beleuchtungsstärke auf den Empfangsflächen A und B ändert sich also bei Bewegung des ganzen Systems gegenüber der Ruhelage im Verhältnis 1:1 v/c. Somit wird auf dem lichtempfindlichen Schirm A1 die Lichtintensität verringert, während dieselbe im gleichen Verhältnis auf dem Schirm B1 vergrössert wird. Liest man nun wiederum die Werte der Anzeigeinstrument ab, so ergibt sich, gegenüber den Werten in der Eichstellung, eine Anzeigedifferenz, welche proportional zur Lichtgeschwindigkeit und zur Erddrehung steht. Das Instrument des Photoschirmes A1 zeigt einen Minuswert und das Instrument des Schirmes B1 einen Pluswert. Da nun sowohl der Einfallswinkel des Lichtes als auch die beiderseitige Verschiebung der Schirme A-B in Richtung der Erddrehung genau errechenbar und somit als bekannte Grössen vorausgesetzt werden können, so lässt sich aus der Zu- bzw. Abnahme der Flächenintensität die Lichtgeschwindigkeit genauestens berechnen und an den in Lichtgeschwindigkeit geeichten Instrumenten ablesen.

Zusammenfassung

1. Licht

Licht ist jeweils Empfindung der Intensität der ausströmenden Kernelektrizität eines Kräfteballes auf der Netzhaut des Auges und stellt den Übergang vom zweiten zum ersten Aggregatzustand der Substanzen dar.

2. Lichtfortpflanzung

Wird die dynamische Gleichgewichtszone eines Kräfteballes durch einseitige Erwärmung gestört, dann entströmt die Kernelektrizität aus dem Kräfteball und treibt dieselbe infolge der entstehenden Reaktion in entgegengesetzter Richtung nach dem Raketenprinzip fort.

3. Lichtgeschwindigkeit

Die Lichtgeschwindigkeit ist abhängig von dem Kraftmass Dichte mal Spannung der ausströmenden Kernelektrizität einer Kräfteballrakete, welche bei allen Kräftebällen gleich gross ist.


Fünfter Teil

Die Bewegungsursache der Himmelskörper

Die Bewegungsursache der Himmelskörper

Entsprechen die Gedanken und Vorstellungen, die wir uns auf Grund der Wirbeltheorie über die Welt de Kleinen – des Mikrokosmos – gebildet haben dier Wirklichkeit, dann müssen dieselben, wenn wir sie auf die Welt des Grossen – des Makrokosmos – konsequent übertragen, ebenfalls der Wirklichkeit entsprechen. In der Tat stimmt die Gesetzmässigkeit der Wirbelströmung, die wir im Kleinen experimentell beweisen können, mit der Bewegungsgesetzmässigkeit sowohl unseres Sonnensystems, als auch der Spiral- oder Wirbelnebel bis in alle Einzelheiten überein; ja, wir sind sogar in der Lage, die Richtung der Achsendrehung der Planeten, Monde und der Sonne, sowie die Bewegungsrichtung der Planeten um die Sonne auf Grund unserer Strömungserkenntnisse anzugeben. Ferner finden wir auch eine befriedigende Erklärung für die Gegenläufigkeit einiger Monde und einiger Kometen. Wir wollen nun versuchen, nach den bisher entwickelten Gedanken uns in grossen Umrissen eine konkrete Vorstellung über die Entstehung unseres Sonnensystems zu bilden. Hierbei wollen wir nicht in den Fehler der Kant-Laplace’schen Theorie verfallen und uns irgend einem blinden Zufall der Gesetzmässigkeit überlassen. Auch wollen wir bei dem schulmässigen experimentellen Nachweis über die Wirkungsweise der Abspaltung der Planeten mittels des bekannten Öltropfens nicht ausser Acht lassen, dass hinter der Rotation des Öltropfens die Idee und die Kraft des Lehrers steht. Ebenso wollen wir bei unseren Betrachtungen über die Entstehung der Welt nicht unberücksichtigt lassen, dass logischerweise dieser Entstehung ebenfalls die Idee der Welt zu Grunde liegen und eine Kraft vorhanden sein muss, um die Idee zur Wirklichkeit werden zu lassen. Genau so wie im Kleinen auf der Erde alles nur als Gleichnis oder ein Abbild des unvergänglichen Grossen ist, und nichts geschieht, was nicht irgendwo ausgedacht wurde, genauso müssen wir konsequenterweise auch annehmen, dass in der Welt des Grossen ebenfalls nichts geschieht, was nicht vorher schon in allen Einzelheiten ausgedacht und ideenmässig festgelegt wurde. Wer nun der grosse und erhabene Denker und Schöpfer alles dessen ist, was in der grossen und weiten Welt geschieht, das zu erforschen oder auch nur ahnend zu empfinden ist Sache des einzelnen Menschen. Was uns hier beschäftigt, bezieht sich nur auf den Baustoff und den Bauplan der äusseren Erscheinungen und Bewegungsvorgänge rein physischer und mechanischer Art innerhalb unseres Sonnensystems.

Gehen wir zunächst einmal davon aus, dass derjenige Raum, in welchem sich unser Sonnensystem befindet, in urferner Vergangenheit eine substanzlose Aussparung im Weltenraum war, d. h. dass dieser Raum sich auf dem denkbar tiefsten kosmischen Kältepol befand und mit nichts anderem, als mit potentieller Elektrizität bzw. mit Materie im ersten Aggregatzustand ausgefüllt war.

Die Entstehung unseres Sonnensystems

Diese potentielle Elektrizität hätte sich also, da sie sich ja auf dem absoluten kosmischen Nullpunkt befand, in dieser Aussparung in höchster Konzentration befunden. Hätten wir diesen Raum von ausserhalb betrachten können, so wäre uns hierbei sicher nichts besonderes aufgefallen, als dass eben dieser Raum ein dunkler Hohlraum innerhalb des Weltenraumes ist; genau so, wie wir auch heute noch derartige dunkle Hohlräume oder Aussparungen ausserhalb unseres Sonnensystems wahrnehmen können. Man hält zwar noch heute diese dunklen Räume für dunkle Nebelmassen. Nach unseren Betrachtungen sind es aber keine Nebelmassen, sondern substanzlose Aussparungen im Raume. Wie ist es nun aber möglich, dass durch diese Hohlräume weder ein Lichtstrahl noch sonst ein Weltenkörper dringen kann? Nach unseren früheren Ausführungen ist diese Frage ohne weiteres zu beantworten. Wir haben ja erkannt, dass die Substanzen nichts anderes sind, als dynamische Gleichgewichtszonen gegenüberstehender Kräfte, und dass diese Kräfte bedingt sind durch die tiefe Hohlraumtemperatur der Kräftebälle und der Umgebungstemperatur der aktuellen Elektrizität. Ist nun die Umgebungstemperatur gleich der Hohlraumtemperatur, so verschwindet die Gleichgewichtszone und somit auch der Substanzcharakter, d. h. die Substanz wird unsichtbar, verschwindet, und nur die potentielle Kernelektrizität bleibt zurück. Da nun die dunklen Hohlräume des Weltalls potentielle Elektrizitätsräume sind, welche sich auf dem absoluten kosmischen Nullpunkt befinden, so wird es uns verständlich, dass alles Substantielle – wozu auch der Lichtstrahl zählt – sobald es in den Bereich dieser Hohlräume gelangt, sich auflöst und physisch verschwindet, weil eben die Hohlraumtemperaturen der Substanz-Kräftebälle und die Umgebungstemperatur, d. h. die Temperatur der dunklen Hohlräume gleich oder annähernd gleich sind. Vor der Entstehung unseres Sonnensystems war es auch hier nicht anders. Wir können uns nun eine Vorstellung bilden, wie dieser dunkle Hohlraum unseres Sonnensystems durch die allseitige Einstrahlung der umliegenden Fixsterne oder durch eine Wärmeströmung von einem oder mehreren Sternbildern allmählich an seiner äusseren Umgrenzung zu rumoren begann. Obwohl jeder Lichtstrahl in diesem Hohlraum untertauchte, so verursachte seine abgegebene Stauwärme an der Hohlraumgrenze eine Beunruhigung, welche durch die Ausdehnung der Kernelektrizität ausgelöst wurde. Kamen nun an gewissen Stellen noch grössere Wärmestrahlungen hinzu, dann traten am äusseren Umfange Eruptionen auf. Auf diese Weise kann man sich nun vorstellen, dass ganz allmählich die Tendenz zur Bildung einer dynamischen Gleichgewichtszone der Weltraumausparung aufkam, welche immer mehr nach einem allseitigen Druckausgleich strebte. Dieser Druck- oder Kräfteausgleich konnte seine Vollkommenheit nur in der Kugelgestalt erreichen, weil nur in dieser Form die allseitigen Druckkräfte gleichmässig verteilt sein können. Was an der Umkränzung an Substanzbildung auftreten konnte, waren zunächst Gase mit geringer Hohlraumtemperatur. Waren nun von bestimmten Sternbildern nach dem Hohlraum Wärmegefälle vorhanden, dann müssen sich die Gase innerhalb der Gefälle zu Nebeln angesammelt haben. Je nach der Intensität dieser Wärmegefälle und je nach der Unausgeglichenheit des mit potentieller Elektrizität gefüllten Hohlraumes kam es, insbesondere am Anfang, zu grösseren und heftigeren Eruptionen und potentiellen Elektritzitätsauswürfen. Da die Wärmeentwicklung von aussen nach innen vor sich ging, so gelangte das potentielle Elektrizitätsvolumen in einen Raum mit höherer Temperatur, sodass sich auch hier sofort –wieder einerseits die auf dem kosmischen Nullpunkt befindliche ausgeworfene potentielle Elektrizität an ihrer äusseren Umgrenzung auszudehnen anschickte und andererseits die auf höherer Temperatur befindliche aktuelle Umgebungselektrizität ihrem Urzustand, der Kälte, zusammenziehend zustrebte und eine allseitig ausgeglichene dynamische Gleichgewichtszone schuf. Auf diese Weise haben wir uns die Entstehung der Planeten vorzustellen. Aus diesem Grunde stehen auch am Anfange der Entwicklung unseres Sonnensystems die äusseren Planeten mit ihren grossen Abmessungen. Je kleiner und ausgeglichener das potentielle Elektrizitätsvolumen, welches wir heute als Sonne bezeichnen, wurde, desto kleinere Abmessungen erhielten auch die nach innen liegenden und jüngeren Planeten. Demnach sind also die Planeten aus dem mit potentieller Elektrizität gefüllten Hohlraum ausgeworfene potentielle Elektrizitätskern und befinden sich auf dem absoluten kosmischen Nullpunkt. Der Sonnenkern ist noch ein Rest des grossen ehemaligen Hohlraumes und befindet sich –ebenfalls auf dem absoluten kosmischen Nullpunkt. Substantiell betrachtet, kann man sowohl diesen Hohlraum, als auch die Hohlräume der Planeten und Monde, auch als substanzlose Aussparungen des Sonnensystems bezeichnen.

Das Geheimnis der Sonnenflecken

Seit die Menschheit Kenntnis von dem Auftreten der Sonnenflecken hat, wird auch schon darüber diskutiert und geschrieben. Zahlreiche Sonnenfleckentheorien wurden schon aufgestellt. Auch die neuere Forschung konnte über das Wesen der Sonnenflecken noch keine befriedigende Antwort geben, wenngleich auch die Beobachtungen gewisse Schlüsse gestatten. So zeigen Aufnahmen der Sonne im monochromatischen Licht (J. Strobbe Handbuch der Experimentalphysik Bd. Astrophysik), dass über den eigentlichen Sonnenflecken materielle Wirbelfelder vorhanden sind und dass die Bewegung derselben tangential zur Sonne stattfindet, und zwar derart, dass in den höheren –Schichten (15'000 km) ein Einströmen und in den tieferen Schichten ein Ausströmen aus dem Fleck erfolgt.

Sehr interessante Aufschlüsse lassen Spektroheliogramme verschiedener Schichten der Sonnenoberfläche zu, die in dem Werke von Bruggencate und Kopff: "Zur Erforschung des Weltalls" Seite 144 abgebildet sind. Aus diesen Abbildungen geht hervor, dass die eigentlichen Sonnenflecken durch helle Wolken scheinbar überdeckt sind. Mittels eines Heliographen hat man jedoch die Möglichkeit, diese überlagernden Wolkenschichten zu durchdringen, so dass nur noch dunkle, lochartige Gebilde übrig bleiben. Man ist zwar heute noch vielfach der Auffassung, dass die Flecken keineswegs dunkel erscheinen gegenüber wirklich dunklen Objekten, etwa dem Monde bei Sonnenfinsternis oder der Venus bei Sonnendurchgang. Es werden die dunklen Flecken in der Hauptsache nur für eine Konstrastwirkung der Helligkeitsunterschied der Sonnenoberfläche gehalten, deren Helligkeitsverhältnis von normaler Sonnenoberfläche und Kernfleckgebiet etwa 1:10 betragen soll. Der Grundirrtum bei der Auswertung der Helligkeitsunterschiede besteht auch darin, dass man die Einbeziehung des Abstandes zwischen der Sonne, deren Flecken und der vor der Sonne vorüberziehenden Planeten bzw. des Erdenmondes unberücksichtigt lässt. Es besteht ein gewaltiger Unterschied, ob man einen dunklen Fleck unmittelbar auf der Ebene einer leuchtenden Unterlage oder, wie im Falle der Planetendurchgänge, den dunklen Fleck in gigantischen Abständen zwischen Fleck und Überdeckung wahrnimmt. Im ersten Fall wirkt sich die Überstrahlung und Diffusion des Lichtes ungemein aus und lässt den dunklen Fleck ganz bedeutend heller erscheinen, während dagegen im zweiten Fall das diffuse Licht gerichtet wird und daher das Objekt wesentlich dunkler erscheint. Die Sonnenflecken gewähren uns noch heute einen Einblick in den grossen restlichen Hohlraum. Was wir darin sehen, ist also ein nichtsubstantieller Hohlraum, ausgefüllt mit dem ersten Aggregatzustand der Materie, ein Rest der ehemaligen grossen Aussparung desjenigen Raumes, in welchem heute unsere Planeten, Planetoiden und Monde kreisen. Das ist das ganze Geheimnis der viel umstrittenen Sonnenflecken! Im Sonneninneren herrscht also totale Finsternis, weil eben – aus schon besprochenen Gründen – weder ein Lichtstrahl hinein- noch herausdringen kann. Die Temperatur des Sonneninneren kann schätzungsweise fünf Millionen Grad Kälte betragen. Die dynamische Gleichgewichtszone der sich ausdehnenden potentiellen inneren und sich zusammenziehenden äusseren aktuellen Elektrizität dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach die Photosphäre sein. Von dieser Zone an nimmt die Stauwärme sowohl nach innen, als auch nach assen ab. Mit der dauernden ungeheuren Abstrahlung der Kräfteball-Lichtraketen ist eine allmähliche, stetig nach innen fortschreitende Verlagerung bzw. Schrumpfung der dynamischen Gleichgewichtszone der Sonne verbunden, was wiederum zur Folge hat, dass im gleichen Verhältnis die nach innen abklingende Stauwärme mit der Kernelektrizität in fortschreitende Berührung kommt und diese an der Berührungszone zur Ausdehnung bringt. Gerade in den ungeheuren tiefen Temperaturen des Sonnenkernes sind die kaum weniger werdenden gigantischen Kraftreserven vorhanden. Dieses ist auch der Grund, warum eine Kräfteball-Lichtrakete im Weltenraum mit ihrer grossen Geschwindigkeit Jahrtausende unterwegs sein kann, ohne sich merklich zu erschöpfen; wobei allerdings nicht gesagt sein soll, dass nicht viele Lichtstrahlen mangels Kraftreserve unterwegs zum Erlöschen gelangen. Letzteres wird verständlich, wenn man die zahlreichen Linien bzw. Geschwindigkeitslücken oder Lichtraketenausfälle der Spektren ferner Sterne betrachtet. Auch kann man mit Hilfe dieser Anschauung begreifen, wie es möglich ist, dass in der Fixsternwelt kleine Sterne sich urplötzlich zu gigantischen Riesensternen aufblähen wie beispielsweise im Jahre 1925 Nova Piktoris oder im Jahre 1934 Nova Herkules. Es ist klar, dass im Falle einer zu raschen Annäherung der abklingenden Stauwärme an ie Kernelektrizität eine allseitige explosionsartige Ausdehnung derselben und somit eine Verlagerung der dynamischen Gleichgewichtszone nach aussen, d. h. eine Vergrösserung des Sternes zur Folge haben muss.

Der Grösstwirbel der Sonne

Diese sich dauernd ausdehnende Kernelektrizität der Sonne wird nun wie ein nahezu ewiger Quell aus der Sonne ausgetrieben und strebt wiederum, gemäss ihrem Urzustand, den kalten Zonen des Planetenraumes zu. Ebenso wie bei den Planetenpolen muss man auch bei den Sonnenpolen annehmen, dass absteigende Spiralströmungen stattfinden und sich hier ganze Gasschwaden, ähnlich wie Magnete rechtwinklig zur Strömung stellen und von aussen nach den Polen getrieben werden. Nach den im Kleinen aufgefundenen Wirbelgesetzen und in Übereinstimmung mit der Richtung der Sonnenrotation und der Wirbelströmungsrichtung der Erde, dürften die kalten Zonen des Planetenraumes spiralig bzw. wirbelartig verlaufen. Diesen kalten Zonen würde also die dauernd ausströmende Kernelektrizität der Sonne zuströmen, und zwar ergibt sich aus dem Wirbelgesetz die Strömungsrichtung zwischen Erde und Sonne – also auf der Tagseite – von Osten nach Westen.

Die Grosswirbel der Planeten

Kalte Zonen sind ferner die Pole der Planeten und der Monde. In diese Zonen strömt nun unaufhaltsam aktuelle Sonnenelektrizität, die an den wärmeren Gleichgewichtszonen der Planeten und Monde wiederum zur Ausdehnung gelangt und innerhalb der Gleicher bis zu den hohen Breitengraden wieder wirbelartig bzw. in aufsteigenden Spiralen ausgetrieben wird. Auch durch die einseitige Sonnenbestrahlung der Planeten und Monde entstehen auf diesen natürliche Wärmegefälle, die zur weiteren Wirbelbildung Anlass geben. Da auch die Planeten und Monde potentielle Kernelektrizität besitzen, so findet auch hier fortschreitender Schwund ihrer dynamischen Gleichgewichtszonen und demzufolge eine allmähliche aber dauernde Verausgabung ihrer potentiellen Kernelektrizität statt. Die in bestimmter Richtung von der Sonne ausgehende inhomogene aktuelle Elektrizitätswirbelströmung bestimmt auch innerhalb der bei den Planeten und Monden geschaffenen Wärmegefälle die Richtung der ausströmenden aktuellen Planeten- und Mondenelektrizität.

Die Kleinwirbel der Monde

Demnach haben wir also selbständige Eigenwirbel der Planeten und Monde und ausserdem noch jeweils eine zusätzliche Wirbelströmung der von der Sonne kommenden Wirbelströmung. Ferner ist noch zu beachten, dass die Monde noch einen zusätzlichen Wirbel von der ausströmenden Kernelektrizität ihrer zugehörigen Planeten haben. Wir können also sagen, die Sonne hat einen das ganze Sonnensystem umspannenden Grösstwirbel, die Planeten einen aus Planeten- und Sonnenelektrizität gebildeten Grosswirbel und die Monde einen Kleinwirbel, bestehend aus ihrem Eigenwirbel plus ihrer zusätzlichen Planeten- und Sonnenwirbelströmung. Obwohl zwar die potentielle Kernelektrizität der Himmelskörper unseres Sonnensystems aus einem gemeinsamen Urgrund stammt, so wollen wir in Anbetracht ihres gegenseitig unterschiedlichen, dem Sonnenabstand angemessenen –Spannungszustandes, dieselbe als Sonnenelektrizität, Merkurelektrizität, Venuselektrizität, Erdenelektrizität, Marselektrizität, Mondenelektrizität usw. bezeichnen.

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Die Abb. 51 veranschaulicht in schematischer Anordnung die Wirbelströmungen der aktuellen Sonnen- und Planetenelektrizität, und zwar in der ost-westlichen Strömungsrichtung, wie wir dieselbe auf unserer Erde festgestellt haben. Die Monde wurden der Übersichtlichkeit wegen auf der Abbildung nicht dargestellt. Es soll an späterer Stelle der Mond und seine Strömungen in Wechselbeziehung zur Erde und Sonne übersichtlicher veranschaulicht werden. Wie auf der Abb. 51 ersichtlich, haben alle Planeten unter sich gleichen Strömungssinn, während die Sonnenströmung diesen entgegengesetzt gerichtet ist. Wie schon erwähnt, haben die Monde neben ihrem eigenen und dem Sonnenwirbel – welche in gleicher Richtung wie die Wirbel der Planeten strömen – noch einen Wirbel, der von dem Grosswirbel ihres zugehörigen Planeten herrührt und der in seiner Strömungsrichtung dem eigenen und dem Sonnenwirbel entgegenläuft.

Die polare Stellung der Planeten und der Monde zur Sonne

Wie wir schon früher festgestellt haben, beruht die Polarität eines Wirbels auf dessen Strömungsrichtung. Demnach sind auf der Abb. 51 die sichtbaren, gegen den Beschauer gerichteten Pole der Planeten Nordpole und der sichtbare Pol der Sonne ein Südpol. Somit herrschen zwischen den Planeten entgegengesetzte Strömungen, deren Staukomponente eine gegenseitige Abstossung bewirken. Ein Zusammenstoss oder ein gegenseitiges Einfangen der Planeten ist daher völlig ausgeschlossen.

Die Ursache des Umlaufes der Planeten und der Monde um die Sonne

Da nun aber die Sonne ihren Südpol auf der Seite der Planeten-Norpole hat, so herrscht zwischen Sonne und Planeten Strömungsgleichheit und auf der der Sonne abgekehrten Nachtseite der Planeten Strömungsgegensätzlichkeit. Diese Gegensätzlichkeit der Strömung des zusätzlichen Sonnenwirbelfeldes der Erde einerseits und des Grösstwirbelfeldes der Sonne andererseits bewirkt einen Staueffekt, dessen resultierende Kraft die Erde gegen die Sonne drückt. Wäre nun die Strömung des Sonnen-Grösstwirbels keine Spiral- oder Wirbelströmung, sondern eine konzentrische Ringströmung, dann würden die Planeten quer zur Strömung, also radial auf dem kürzesten Wege gegen die Sonne gedrückt werden. Da nun aber die Strömung des Grösstwirbels spiralig verläuft, so –werden die Planeten nicht radial, sondern nahezu rechtwinklig zur Strömungsrichtung getrieben. Da ferner sich die Strömungsrichtung der Spiralen mit jedem Winkelgrad eines um die Sonne gedachten Kreises ändert, so ändert sich auch die Richtung der resultierenden Kraft der Strömungsstaukomponente mit jedem Winkelgrad.

Die Entstehung der elliptischen Planetenbahnen

Die andauernde Richtungsänderung der resultierenden Kraft bewirkt nun in ihrer Gesamtheit die Planetenbahn, welche je nach der Steigung des Sonnengrösstwirbels mehr oder weniger einer Ellipse gleichkommt. Würde die Strömung des Sonnengrösstwirbels rings um die Sonne in mathematisch genauen Spiralen verlaufen, dann würden die Planeten genau absteigende Spiralbahnen beschreiben. So aber müssen wir annehmen, dass die Sonnengrösstwirbel-Strömung ähnlich wie bei den Spiralnebeln zwei um 180° versetzte Hauptströmungen mit steileren Tangentialwinkeln aufweist, welche jeweils den elliptischen Anstoss geben. Die neuere Forschung hat im Weltall bereits über zwei Milliarden Spiralnebel festgestellt, wovon 80 % zweiarmige Spiralnebel sind. Daher müssen wir folgern, dass unser Sonnensystem auch keine Ausnahme macht und zu den zweiarmigen Spiralsystemen zu rechnen ist. Wenngleich bei unserem Sonnensystem keine Nebel mehr festzustellen sind, so können wir auf Grund der elliptischen Bahnen unserer Planeten trotzdem damit rechnen, dass eine zweiarmige Spiralströmung unsichtbar vorhanden ist, wie die Spiralströmungen bei Magneten auch ohne Sichtbarmachung vorhanden sind.

Wir haben also auch hier im grössten Massstab den schon einige Male beschriebenen Staueffekt vor uns. Ist dieser Staueffekt wirksam, dann müssen sich auch hier die damit verbundenen Wärme- und Lichterscheinungen zeigen.

Die Ursache des Zodiakallichtes und des Polarlichtes

In der Tat haben wir auf der Stau- bzw. Nachtseite der Erde in den höheren Luftschichten eine Temperaturzunahme und auf der Tagseite, auf welcher keine Strömungsstauung auftritt, eine Temperaturabnahme zu verzeichnen. Was nun die mit dem Staueffekt verbundene Lichterscheinung anbelangt, so tritt dieselbe am Äquator, wo die Stauung am stärksten wirkt, als das sog. Zodiakallicht auf.

Einen ähnlichen Lichteffekt stellt das Polarlicht dar. Wie schon an früherer Stelle dargestellt wurde, haben wir – wie beim Magneten – an den Polen der Erde absteigende Wirbelströmungen zu verzeichnen. An der gegenseitigen Durchdringungszone dieser ab- und aufsteigenden Wirbelströmungen entstehen Stauungen, welche zur Wärme- und Lichtentfaltung Anlass geben und somit je nach der Intensität der Stauungen die oberen Luftschichten band-, streifen- oder strahlenförmig zum Aufleuchten bringen (Abb. 52).

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Unter den mannigfaltigsten Erscheinungsformen des Polarlichtes nimmt man gewöhnlich einen bogenförmigen, unverzerrten Spiralen- oder Wirbelgang der ab- bzw. aufsteigenden Wirbelströmungen wahr. (Es bereitet keine Schwierigkeiten, diesen Tatbestand auch experimentell zu belegen, indem man in einen nahezu luftleeren Rezipienten die Stauzonen eines Stab- oder Elektromagneten längere Zeit auf lichtempfindliche Platten wirken lässt.)

Die Intensität dieser Wirbelstauungen ist von der aktuellen Sonnenelektrizität abhängig. Nimmt das Grösstwirbelfeld der Sonne infolge potentieller Kernelektrizitätsausbrüche zu, dann tritt auf der Erde und den übrigen Planeten eine Grosswirbel-Intensitätszunahme ein, welche im Polarlicht, in den sog. magnetischen Gewittern, in der Grosswetterlage (Eintritt von Kälteperioden) oder zum Teil auch in der Bildung von Federwolken ihren Ausdruck findet. Ebenso nimmt auch der schon mehrmals erwähnte erdmagnetische Differenzialmotor in seiner Umdrehungszahl zu. Äusserst interessant wäre die Feststellung, inwieweit eine Zunahme der Wirbelströmung einen Einfluss auf die Induktion, eine Zunahme der Schwerkraft und der Erdbeschleunigung sowie auf die säkularen Strömungen der Planeten und Monde auszuüben vermag.

Was nun die Kernelektrizitätsausbrüche (Protuberanzen) auf der Sonne anbelangt, so stehen dieselben sehr wahrscheinlich mit der Schrumpfung der dynamischen Gleichgewichtszonen im Zusammenhang. Es ist nicht anzunehmen, dass während der stetigen Schrumpfung die genaue Ausrichtung der dynamischen Gleichgewichtszone bei den ungeheuren Substanzmassen des Sonnenmantels gleichmässig stattfindet, sondern dass vielmehr die Ausrichtung nach Überwindung von Verlagerungswiderständen periodisch vor sich geht.

Die Sonnenflecken-Maximaljahre

Die Maximaljahre der Sonnenflecken stehen allem Anschein nach mit der periodischen Ausrichtung der dynamischen Gleichgewichtszone in Verbindung. Es ist nun ohne weiteres erklärlich, dass eine solche Ausrichtung auch zu einer periodischen stärkeren Berührung der nach innen ausklingenden Stauwärme mit der potentiellen Kernelektrizität führt. Diese zeitweise stärkere Berührung hat nun aber auch eine zeitlich stärkere Substanzbildung und Ausdehnung der Kernelektrizität an ihrer äussersten Umgrenzung zur Folge. In solchen Zeiten werden oft die Substanzen geradezu explosionsartig aus deren innerer Entstehungszone unter der ungeheuren Gewalt der plötzlich zur Ausdehnung gelangenden Kernelektrizität bis zu 900'000 km in den Planetenraum geschleudert. Die nach solchen gigantischen Vorgängen auftretenden sog. Flecken sind aber nichts anderes als entstandene Öffnungen des Sonnenmantels. Dieselben treten in der Hauptsache innerhalb der aufsteigenden Wirbelströmungen in 5-40 Grad Breite nördlich und südlich –des Äquators auf und gewähren einen Einblick in den auf dem kosmischen Nullpunkt befindlichen und mit potentieller Elektrizität ausgefüllten substanz- und lichtlosen Hohlraum des Sonneninnern. Durch diese Sonnenmantelöffnungen strömt nun so lange die zur Ausdehnung gelangte potentielle Sonnenelektrizität, bis der jeweils durch den Schrumpfungsprozess bedingte innere Ausgleich wieder hergestellt ist. Wie schon erwähnt, hat diese Ausströmung eine Intensitätszunahme der Planetenwirbelfelder zur Folge. Sehr anschaulich wird diese Intensitätszunahme durch die Kurven der Abb. 53 bestätigt. Diese Kurven zeigen über einen längeren Zeitraum die völlige Übereinstimmung der magnetischen Deklination mit dem Auftreten der Sonnenflecken.

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Aus unseren früheren Betrachtungen wissen wir, dass mit der Temperaturzunahme die Spannungssteigerung und mit der Temperaturabnahme die Spannungsverminderung der aktuellen Elektrizität verbunden ist. Die Dichte der aktuellen Elektrizität nimmt also mit der Spannungszunahme ab und umgekehrt mit der Spannungsabnahme zu. Demnach haben wir in Sonnennähe die höhere und in Sonnenferne die geringere Spannung der aktuellen Elektrizität. Das besagt also, dass die resultierenden Kräfte der nächtlichen Staukomponenten, welche den Umlauf der Planeten um die Sonne bewirken, mit der Entfernung von der Sonne schwächer werden. Der Umlauf der Planeten verlangsamt sich daher mit ihrer Entfernung von der Sonne. Das sehen wir schon an unserer Erde, da sie ihre grösste Geschwindigkeit in Sonnennähe (Perihel) und ihre kleinste Geschwindigkeit in Sonnenferne (Aphel) hat.

Die Ursache der Umdrehung der Sonne, der Planeten und der Monde um ihre eigene Achse

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Die Rotation der Sonne und der Planeten um ihre eigene Achse ist nach dieser Wirbeltheorie in sehr einfacher und anschaulicher Weise zu erklären. Wir können uns hiervon eine Vorstellung bilden, wenn wir uns das bekannte elektrische Rad oder Flugrad nach Abb. 54 zu Hilfe nehmen, dessen Spitzenentladung das Rad in entgegengesetzter Richtung in Rotation versetzt. Prinzipiell ist es auch bei den aktuellen Elektrizitätswirbeln so. Die aufsteigenden ost-westlichen Wirbelströmungen der Planeten stossen dieselben in entgegengesetzter, also west-östlicher Richtung ab und üben daher dauernd ein Drehmoment auf die Planeten aus. Wir haben früher festgestellt, dass die Planeten ausser den aktuellen Sonnenelektrizitätswirbeln auch noch ihre eigenen, aus dem Innern aufsteigenden Wirbel besitzen. Dieser Wirbel ist es, welcher den Planeten die Achsenrotation verleiht. Hierbei ist zu berücksichtigen, welches Wärmegefälle der aufsteigende Wirbel und somit welche Spannung und Dichte derselbe hat. In Sonnennähe ist die Spannung des Sonnenelektrizitätswirbels sehr hoch und dessen Dichte gering; ebenso ist das nach aussen führende Wärmegefälle der aufsteigenden aktuellen Planetenelektrizität in Sonnennähe gering, d. h. die Planeten in Sonnennähe, Merkur und Venus, werden eine geringe Rotation um ihre Achse haben, während aber ihr Umlauf um die Sonne infolge der stärkeren Konzentration und höheren Spannung des aktuellen Sonnenwirbels und der hierdurch bedingten stärkeren Staukomponenten ein rascherer sein wird, als der Umlauf der weiter von der Sonne abliegenden Planeten. Je weiter wir also von der Sonne abrücken, desto mehr sinkt die Spannung und die Konzentration der aktuellen Sonnenelektrizität und desto mehr verlangsamt sich der Umlauf der Planeten. Umgekehrt wird das von der Gleichgewichtszone nach aussen führende Wärmegefälle der Planeten grösser, weshalb die rückstossenden Wirbelkräfte zunehmen und infolgedessen durch die erhöhten Drehmomente die Planeten schneller um die eigene Achse rotieren lassen. Je mehr sich die Planeten der Sonne nähern, desto geringer werden ihre Drehmomente, aber umso grösser ihre resultierenden Staukräfte, welche ihren Umlauf um die Sonne bewirken. Bei der Sonne haben wir infolge des gasförmigen Aggregatzustandes des Sonnenmantels eine Umkehrung der Rotationsverhältnisse. Hier werden die Substanzen nicht rückwärts gestossen, sondern von dem ost-westlichen aktuellen Sonnenelektrizitätswirbel in gleicher Richtung mitgerissen. Daher dreht sich die Sonne von Osten nach Westen um ihre Achse, und zwar am Äquator, wo die Spannung der aufsteigenden aktuellen Sonnenelektrizität am höchsten ist, rascher als in etwa 40 Grad Breite, wo die Rotationsverzögerung zwei Tage ausmacht.

Die Planeten, Planetoiden und Monde verhalten sich in ihren gegenseitigen Beeinflussungen ganz ähnlich wie eine Anzahl in bestimmten Abständen hängende Stabmagnete, deren Nordpole jeweils nach einer Richtung zeigen. Dieser Tatsache der gegenseitigen abstossenden Beeinflussung entspricht auch in vollem Masse die Amplitude der täglichen, jährlichen und säkularen Variationen, insbesondere, wenn die Planeten Venus, Erde, Jupiter sich möglichst in einer Geraden radial zur Sonne befinden; ebenso entspricht diese Beeinflussung der Änderung der mittleren Deklination um die Zeit der oberen und unteren Kulmination. Der erdmagnetische Differenzialmotor zeigt diesen Einfluss ebenfalls sehr anschaulich. Betrachten wir nun die Wirbelgesetzmässigkeit des Erdenmondes in Abhängigkeit des Sonnen- und Erdenwirbels, dann gelangen wir zu ganz überraschenden Ergebnissen. Wir haben schon erwähnt, dass der Mond – genau wie die Planeten – ebenfalls von dem Grösstwirbel der Sonne erfasst wird und infolgedessen neben seinem eigentlichen Mondenwirbel in gleicher Strömungsrichtung noch einen Sonnenwirbel besitzt. Da sich nun aber der Mond –noch in dem Bereich des Erdenwirbels befindet, so strömt ein Teil des aufsteigenden Erdenwirbels nach den kalten Polen des Mondes und wird hier zur absteigenden spiralförmigen Polströmung. Diese Strömung ist nun aber nach dem Wirbelgesetz der Mondenströmung entgegengesetzt gerichtet, so dass wir also auf dem Monde zwei entgegengesetzte Wirbelströmungen haben, welche sowohl den Umlauf um die Sonne, als auch die Drehung um die eigene Achse regeln. Die Strömung des Mondenelektrizitätswirbels zuzüglich des in gleicher Richtung strömenden Sonnenwirbels haben gegenüber dem von dem Erdfeld herrührenden entgegengesetzten Wirbel das Übergewicht, so dass sich der Mond um seine Achse im Sinne er Erde bzw. der übrigen Planeten dreht. Die Erde übt entsprechend dem auf dem Monde erzeugten gegenläufigen Wirbel auf die Drehung des Mondes einen hemmenden Einfluss aus. Er würde sich daher weitaus schneller um seine Achse drehen, wenn er nicht im Grosswirbelbereich der Erde stünde. Infolge der Anwesenheit des Mondes ist das Wirbelfeld der Erde in zwei um 180° versetzte stärkere aufsteigende Wirbelströmungen geteilt. Zwischen Mond und Erde befindet sich eine grössere Stauungsintensität, weil eben auf dieser Seite der Erde infolge des stärkeren Gefälles nach den Kältepolen des Mondes ein stärkeres Abfluten des Erden-Grosswirbels vorhanden ist. Dieses stärkere Abfluten verursacht zu beiden Seiten der Erde eine Schwächung des Grosswirbels, während auf der Rückseite der Erde naturgemäss das normale Abfluten des Grosswirbels vorhanden ist. Wir haben festgestellt, dass der aufsteigende Grosswirbel die Ursache der Drehung der Erde um ihre eigene Achse ist, weil eben die Erdfeste gewissermasen zurückgestossen wird. Bei der Sonne hingegen haben wir aber erkannt, dass die gasförmigen Substanzen nicht zurückgestossen, sondern mitgerissen werden. Die Gültigkeit dieses Gesetzes müssen wir auch auf der Erde anerkennen und dasselbe auch auf den flüssigen Aggregatzustand erweitern.

Die wahre Ursache von Ebbe und Flut

Betrachten wir uns unter diesem Gesichtspunkt Ebbe und Flut, dann wird es uns klar, warum bei der Flut der Hochstand des Wassers nicht genau mit dem Hochstand des Mondes zusammenfällt, weil eben die aufsteigenden Strömungen zwischen die Wendekreisen nicht radial auf dem kürzesten Wege Erde-Mond, sonder an Orten, welche unter ein und demselben Meridian die Verbindungslinie Erde-Mond schon längst überschritten haben, die Erde verlassen. Ebenso wird es uns verständlich, warum auf der Rückseite der Erde gleichzeitig eine zweite Flut stattfindet, wenn wir die 180° gegenüberliegende zweite Abflutung des Erdengrosswirbels in unsere Betrachtung einbeziehen.

Das Gesetz der wahren Mondbahn

Wir haben also beim Mond in der Hauptsache zwei entgegengesetzte Strömungen, die Eigen-Mondenelektrizitätsströmung zuzüglich der unmittelbaren direkt von der Sonne einströmenden und die von der Erde kommende Wirbelströmung zu verzeichnen. Wie diese beiden Wirbelströmungen die Mondenbewegung gegenseitig beeinflussen, geht aus der Abb. 55 hervor. auf dieser Abbildung ist die Erde in vier aufeinanderfolgende gleichen Zeitabständen auf ihrer Bahn um die Sonne während eines Mondenumlaufs dargestellt. Die punktierte Linie zeigt die Erdbahn und die strichpunktierte Linie die wahre Mondbahn. Die Darstellung I, III, V zeigen die Quadraturenstellungen des Mondes: erstes, letztes, und wiederum erstes Viertel und II und IV die Syzygienstellungen Vollmond und Neumond bzw. Opposition und Konjunktion. Die unmittelbare auf den Mond einwirkende Sonnenströmung verursacht dessen Bewegung um die Sonne und die von der Erde ausgehende und infolgedessen entgegengesetzte Strömung dessen Kreisbewegung um die Erde. Durch den Umstand, dass die Erde sich gleichzeitig vorwärts bewegt, gestaltet sich die Kreisbewegung im Zusammenhang mit der unmittelbaren Sonnenströmung des Mondes zu einer Epizykloidenbewegung.

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Der Deutlichkeit wegen is die von der Erde ausgehende Wirbelströmung getrennt auf der Abb. 56 dargestellt. Jede dieser beiden Strömungen hat ihre eigenen Staukomponenten und folglich ihre eigene –resultierende Kraft a und b. Wiederum die resultierende Kraft c dieser beiden Kraftkomponenten a und b ergibt in ihren gegenseitigen Wechselbeziehungen die Epizykloidenbewegung. Verfolgen wir nun an Hand der Abbildungen die Epizykloidenbewegung des Mondes, dann finden wir in der Quadraturstellung: erstes Viertel, dass die resultierende Bewegungskraft c den Mond auf die Nachtseite der Erde treibt und dass ferner der Winkel zwischen den Komponenten a und b mit dem Fortschreiten der Erde immer spitzer und bei Vollmond gleich Null wird. Mit dieser fortwährenden Winkeländerung ändert sich auch dauernd die Richtung der Bewegungskraft c, deren Verlauf die Epizykloidenbahn des Mondes entstehen lässt. Mit der Zuspitzung des Komponentenwinkels ist auch infolge der Addition der beiden Komponenten a und b eine Geschwindigkeitszunahme des Mondes gegenüber der Erde innerhalb der Ekliptik verbunden. Der Mond eilt also auf der Nachtseite der Erde vom ersten bis zum letzten Viertel während seiner Bewegung um die Sonne der Erde voraus. Überschreitet der Mond seine Oppositionsstellung, dann bildet sich ein sich öffnender spitzer Winkel der beiden Komponenten a und b, und zwar diesesmal nach der gegenüberliegenden Seite. Es –findet auf dieser Seite keine Addition der Komponenten, sondern nach Massgabe des sich öffnenden Winkels eine Subtraktion der Komponenten statt. Somit haben wir während der Subtraktion eine Mondenverzögerung auf der Epizykloidenbahn. Während also in unserem Beispiel die resultierende Bewegungskraft c den Mond vom ersten Viertel bis Vollmond auf der Nachtseite der Erde von der Sonne abgetrieben hat, treibt die nunmehr nach innen gerichtete Bewegungskraft c den Mond wiederum vom Vollmond bis letztes Viertel gegen die Tagseite der Erde. Hat der Mond sein letztes Viertel erreciht, dann ist auch seine Geschwindigkeit um die Sonne mit derjenigen der Erde wieder gleich. Da nun aber der Mond die Erdbahn nach innen überschreitet, so öffnet sich der spitze Winkel der beiden Komponenten a und b immer mehr zum rechten bzw. zum stumpfen und schliesslich zum gestreckten Winkel, so dass sich die Komponenten bei Neumond entgegengesetzt gegenüber stehen und somit die Mondverzögerung ihren Höhepunkt erreicht. Die Erde ist also während der Zeit: letztes Viertel bis Neumond dem Mond vorausgeeilt und übertrifft noch bis zum ersten Viertel denselben an Geschwindigkeit im Fluge um die Sonne. Nach Neumond gehen die Komponenten a und b wieder zu einem stumpfen, rechten und spitzen Winkel über, deren resultierende Bewegungskraft c den Mond diesesmal gegen die Nachtseite der Erde steuert. Mit dem überschreiten des gestreckten Winkels ist tauch ein Nachlassen der entgegengesetzt gerichteten Komponenten b verbunden, so dass die Verzögerung des Mondes von Neumond bis erstes Viertel wiederum zum Stillstand gelangt. Beim ersten Viertel hat der Mond wieder die gleiche Geschwindigkeit wie die Erde erlangt und geht von da an wieder zur Beschleunigung über. Bei diesem fortwährenden Wechsel der resultierenden Bewegungskraft einerseits und der säkularen Störungen des Planetensystems und der, von der Sonne ausgehenden, Strömungsschwankungen der aktuellen Sonnenelektrizität andererseits, ist es nicht zu verwundern, dass die Bestimmung der scheinbaren –Kreis- bzw. Ellipsenbahn des Mondes um die Erde eines der schwierigsten und noch ungelösten mathematischen Probleme ist. Unterzieht man das über die treibenden Kräfte der Sonne, der Erde und des Mondes Gesagte, in Verbindung der mit der Mondenstellung jeweils im Zusammenhang stehenden Fluterscheinungen einer weiteren Prüfung, dann findet auch hier die Gesetzmässigkeit der aktuellen Elektrizitätswirbelströmung als universal wirkendes Weltengesetz einen weiteren sehr beachtenswerten Stützpunkt. Betrachtet man die starken Gezeitenwellen bei Voll- und Neumond, dann findet man, dass innerhalb dieser beiden Mondstellungen die Bedingungen für ein stärkeres Abfluten des nach dem Monde führenden Wirbelarmes günstiger liegen als bei irgend einer anderen Konstellation. Fällt nun die eine oder die andere dieser Stellungen mit der Wintersonnenwende zusammen, dann steigert sich entsprechend der in Sonnennähe grösseren Wirbelintensität die Abflutung nach dem Monde um ein beträchtliches Mass, welches wir an den eintretenden Springfluten anschaulich ermessen können.

Wir haben nun festgestellt, dass der Eigenwirbel der Planeten und Monde und der jeweils zusätzliche unmittelbar von der Sonne herrührende Sonnenelektrizitätswirbel gleich gerichtet sind, und dass deren Staueffekt die Planeten und Monde um die Sonne treibt, und dass ferner der Strömungssinn der von den Planeten zu den Monden abflutenden Strömung den Mondströmungen entgegengesetzt gerichtet ist, und dass deren Staueffekt die Monde um die Planeten treibt. Nach dem Wirbelgesetz stossen sich die Planeten gegenseitig –ab und werden durch den Grösstwirbel gegen die Sonne gedrückt, jedoch nicht in radialer, sondern vielmehr in tangentialer Richtung. Genau so wie die Planeten unmittelbar von dem Grösstwirbel der Sonne beeinflusst werden, genau so werden die Monde unmittelbar von ihren zugehörigen Planeten beeinflusst und von deren Grosswirbel schlichtweg in tangentialer Richtung gegen die Planeten gedrückt. Wären die Monde ausserhalb des Wirkungsbereiches der Planetenwirbel, dann würden auch die Monde von den Planeten abgestossen werden. Aus diesem Grunde ist es unvorstellbar, dass die Monde eingefangene Planetoiden sind, vielmehr spricht die Wirbeltheorie dafür, dass die Monde bei der Entstehung der Planeten durch Eruptionen ausgeworfene potentielle Elektrizitätsvolumen sind und daher auch nie ausserhalb deren Wirbelfeld geraten können. Ihr Schicksal wird mit demjenigen ihrer Planeten auch für alle Zukunft verknüpft bleiben.

Die entgegengesetzte Strömung auf dem Monde, welche die Ursache ist, dass der Mond sich nicht im Sinne der Planeten um seine Achse dreht, muss auch zur Folge haben, dass dasjenige, was wir als Magnetismus bezeichnen, auf dem Monde nicht vorhanden ist, weil entgegengesetzte Strömungen sich, wie bei einer bifilaren Wicklung, gegenseitig in ihrer magnetischen Wirkung aufheben.

Die Sonderstellung des Uranus

Eine besondere Stellung im Sonnensystem nimmt Uranus ein, weil seine Nord-Südachse gegenüber der Normalstellung der übrigen Planeten etwa um 90° verlagert ist. Es muss in urferner Vergangenheit, durch gewaltsamen Eingriff, wahrscheinlich eines Kometen, oberhalb der Planetenbahn in Richtung von West nach Ost, beim Überholen, durch seine wesentlich stärkere Kraftsrömung, die Eigenwirbelströmung des Uranus umgepolt worden sein. Die Umpolung geschah entweder in Sonnenferne oder in Sonnennähe, weil beide Pole, also der Südpol in Sonnenferne und der Nordpol in Sonnennähe, auf die Sonne gerichtet sind. Es muss also in einer dieser Stellungen eine Linksschwenkung des Nordpoles stattgefunden haben, weil in dieser neuen, geänderten Lage, sowohl die Bewegungsrichtung des Uranus um seine eigene Achse, als auch die Monde wieder in gleicher Richtung um diese veränderte Lage der Polachse des Uranus kreisen. Wir haben schon früher festgestellt, dass die Planeten ihren eigenen aktuellen Strömungswirbel haben, welcher jeweils an der Berührungszone zwischen der potentiellen Kernelektrizität und der dynamischen Gleichgewichtszone ausgelöst wird. Dieser aktuelle Eigenwirbel jedes Planeten verursacht durch Rückstoss deren Rotation um die eigene Achse und bewirkt auch ferner dessen Gravitation. Je weiter ein Planet von der Sonne entfernt ist, desto grösser ist sein Wärmegefälle von der dynamischen Gleichgewichtszone nach dem Weltenraum; daher rotieren die Planeten auch schneller um ihre eigene Achse mit der Entfernung von der Sonne. Die Ursache der Planetenumkreisung um die Sonne ist der Grösstwirbel der Sonne. Wir bezeichnen die Wirkungsweise derselben als die Gravitation der Sonne. Dieser Sonnengrösstwirbel erzeugt durch die absteigenden Spiralströmungen die sogenannten magnetischen Pole der Planeten, Planetoiden und Monde sowie durch die aufsteigenden Wirbelströmungen die auf der Nachtseite entstehenden Staueffekte, welche diese Himmelskörper in west-östlicher Richtung um das Zentralgestirn treiben. Diese magnetischen Wirbelströmungen unterscheiden sich von den Eigenwirbeln der Planeten nur durch ihre Dichte und Spannung, gemäss ihrem grossen Abstand von der Sonne.

Es konnte sich also im Falle Uranus bezüglich seines um 90° verlagerten Eigenwirbels an seiner Rotation um die Sinne nichts ändern, weil nach wie vor der aus dem Sonnengrösstwirbel resultierende Grosswirbel des Uranus senkrecht auf der Bahnebene stehende Nordpol oben ist, wie bei allen Planeten. Wir haben also bei Uranus den einzigartigen Falle im Sonnensystem vorliegen, dass sein magnetischer Nord- und Südpol im Laufe einer Achsenumdrehung eine Wanderung um dessen Äquator vollzieht.

In ähnlicher Weise, jedoch in weitaus geringerem Masse, trifft dieses auch bei unserer Erde zu. Auch hier muss einmal durch einen äusseren gewaltsamen Eingriff, wahrscheinlich auch eines Kometen, eine Achsenschwenkung um 23 ½ Grad stattgefunden haben, während die magnetische Nord-Südpolachse nach wie vor noch senkrecht auf der Bahnebene stehen muss. Genauere Messungen werden dieses noch zu bestätigen haben.

Die Ursache der Rückläufigkeit einiger Monde

Wie wir zeigen konnten, ist die Bewegungsrichtung der Planeten um die Sonne von dem Tangentenwinkel des Grösstwirbels der Sonne abhängig. Ebenso ist aber auch die Bewegungsrichtung der Monde um ihre Planeten von dem Tangentenwinkel der Grosswirbel der Planeten und von dem –Kleinwirbel der Monde abhängig. Wie wir auch bei den Spiralnebeln beobachten können, ist der Tangentenwinkel der aufsteigenden Spiralen nicht immer derselbe. So ist z. B. bei einigen Spiralnebeln die Steigung der Spiralarme in der Nähe des Nebelkernes und an der äusseren Nebelperipherie sehr steil, während sie in der Mitte der Arme fast mit einem um den Kern gedachten Kreisbogen zusammenfällt. Wenn wir nun annehmen, dass es auch innerhalb der Planetengrosswirbelfelder ein derartiges ungleichmässiges Ansteigen der Spiralströmung gibt, dann haben wir eine Erklärung dafür, warum der äussere Saturnmond Phöbe, sowie die äusseren Jupitermonde VIII und IX rückläufig sind. Ebenso könnten wir uns die Rückläufigkeit des Neptunmondes erklären. Einen katastrophalen Zusammenstoss der Planeten, Planetoiden und Monde kann es innerhalb des Sonnensystems solange nicht geben, als das Strömungsgefälle sowohl des Sonnengrösstwirbels als auch der Eigenwirbel ausreicht, angemessene Bahnabstände der Himmelskörper zu halten.

Auf Grund des Wirbelgesetzes würde es keine Schwierigkeiten machen, die wahrscheinliche wwietere Entwicklung unseres Sonnensystems in zahlreichen Einzelheiten und in seiner Gesamtheit aufzuzeigen. Indessen würde uns dieses Wissen nur unnötig belasten und vielleicht dem Pflichtenkreis unserer gegenwärtigen Aufgaben hinderlich sein. Jede Zeitepoche hat ihre angemessenen Erkenntnisse; deshalb ist es unnütz und zwecklos und unter Umständen sogar gefährlich, den viel späteren Zeiten vorzugreifen. Aus diesem Grunde wollen wir uns nur mit den fundamentalen Wirbelgesetzen vertraut machen und daraus die Folgerungen für die wissenschaftliche Forschung der Gegenwart ziehen. Je mehr wir uns in die Erscheinungsformen unserer Himmelskörper vertiefen, desto beweiskräftiger werden uns die hier entwickelten Gedanken über die treibenden und tragenden Kräfte unseres Sonnensystems. Mit Erkenntnissen hat es eine besondere Bewandtnis: Wahrheiten an sich lassen sich nicht immer beweisen, wohl aber ist es so, dass wenn viele gleichartige Erscheinungen sich gegenseitig stützen, dieselben in ihrer Gesamtheit und in ihrem inneren Zusammenhang als wahr und feststehend anerkannt werden können.

Die Kometen und ihre Schweifbildung

Unterziehen wir nun die Kometen einer näheren Betrachtung, dann finden wir auch hier die Wirbelgesetze in vollem Umfange bestätigt. Auch diese Himmelskörper sind ihrem ganzen Verhalten nach Volumen, deren potentielle Kernelektrizität sich auf dem absoluten kosmischen Nullpunkt befindet und deren Mantel die dynamische Gleichgewichtszone der von innen nach aussen und von aussen nach innen wirkenden Staukräfte bildet. Innerhalb des Sonnensystems unterliegen sie dem Grösstwirbel der Sonne und haben infolgedessen die gleiche Wirbelrichtung wie die Planeten; deshalb werden sie auch oft in der Nähe grosser Planeten von deren Wirbelfelder – die ja zwischen Planeten und Kometen in ihrer Strömungsrichtung –entgegengesetzt gerichtet sind – geradezu aus ihrer Bahn geworfen und in eine andere Bahn gedrängt. Die aus dem Weltenraum in parabolischen oder elliptischen Bahnen der Sonne zusteuernden Kometen ändern beim Überschreiten der Jupiterbahn ihre äussere Struktur. Ihr erstarrtes Aussehen schwindet mit der Zunahme der Spannung des Grösstwirbels, d. h. mit dem Heranrücken in Sonnennähe. In der Nähe der Marsbahn wird die Spannung des Kometenwirbelfeldes, welches aus dem Eigenwirbel besteht, so hoch, dass sich dieselbe sehr deutlich innerhalb der Schwerkraft und der Stauwärme des Kometen bemerkbar macht. Dieses lässt sich daran erkennen, dass sich die rundliche Nebelhülle des Kometen mehr und mehr zusammenzieht. Infolge der Spannungszunahme der aktuellen Kometenelektrizität nimmt auch die als Schwere wirkende Staukraft der einzelnen Substanz-Kräftebälle zu. Mit der gegenseitigen Abstandsverringerung der Kometen-Kräftebälle ist aber auch gleichzeitig eine Wärmeentwicklung verbunden, umsomehr, als auch der wärmeerzeugende aktuelle Eigenwirbel des Kometen durch –die Sonnenannäherung eine Intensitätszunahme erfährt, welche sich bis zur fixsternartigen Leuchtkraft entwickelt. Viele Kometen verharren nun in diesem Zustand und sind nur mittels guter Fernrohre zu erkennen, weshalb sie auch als teleskopische Kometen bezeichnet werden. Mit der Zunahme der Spannung des Sonnenelektrizitätswirbels ist aber auch ferner eine Zunahme der auf der Nachtseite des Kometen – also auf der der Sonne abgekehrten Seite – wirkenden Staukomponenten verbunden, deren resultierende Kraft sich in einer Steigerung bzw. Beschleunigung der Bahngeschwindigkeit äussert. Beim Überschreiten der Erd- oder Venusbahn tritt nun noch die stärker werdende einseitige Bestrahlung von der Sonne hinzu, die in ihrer Intensitätszunahme oft geradezu katastrophale Folgen hat. Wir wissen aus unseren früheren Betrachtungen, dass im Falle einer Störung der dynamischen Gleichgewichtszone durch einseitige Erwärmung die potentielle Kernelektrizität explosionsartig aus dem Innern entströmen kann, ja, dass sogar die gesamte Gleichgewichtszone gesprengt werden und die urplötzlich frei werdende potentielle Kernelektrizität sich in entsprechend kleinere Kernvolumen mit wiederum kugelförmigen Gleichgewichtszonen unterteilen kann (Nebel). So spaltete sich im Jahre 1845 der Biela’sche Komet in zwei und der Komet von 1882 in Sonnennähe in mehrere Teile. Hält die Gleichgewichtszone den auf der Sonnenseite ausbrechenden Kernausbrüchen stand, dann zeigt sich immerhin ein gegen die Sonne gerichtetes springbrunnenartiges Ausströmen der potentiellen Kernelektrizität. Da der Strahl gegen die Sonne gerichtet ist und die Bewegungsrichtung des Kometen nicht direkt gegen die Sonne, sondern um sie eine Kurve beschreibt, so verursacht die Reaktionskraft der ausströmenden Kernelektrizität ein Drehmoment, d. h. der Komet macht eine halbe Umdrehung um seine eigene Achse, sodass die ausströmende Kernelektrizität nunmehr sonnenabgewandt ist und die ohnedies auf dieser, der Sonne abgewandten Seite vorwärtstreibende resultierende Kraft der Wirbelstaukomponenten zusätzlich raketenartig unterstützt. Der Schwenkung des aktuellen Kernelektrizitätsstrahles müsste nun wiederum eine Beschleunigung folgen und somit die Bahngeschwindigkeit wieder erhöhen. Dasjenige, was wir als Kometenschweif bewundern, ist nichts anderes, als die ausströmende Kernelektrizität, welche sich in einer unendlichen Zahl Kräftebälle verdichtet und nunmehr innerhalb der Wirbelstaukomponenten des Kometen – ähnlich wie das Zodiakallicht – zum Aufleuchten kommt. Da die entstehenden Kräftebälle der Substanzen jeweils nahezu unter den gleichen Ausströmungsbedingungen stehen, so müssen sie untereinander auch annähernd gleiche Kern- bzw. Hohlraumtemperaturen haben, d. h. sie müssen gewichtsmässig auch nahe beieinander liegen. Die spektroskopischen Untersuchungen haben nun auch ergeben, dass in dem Schweife Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff vorhanden sind. Da aber die Bedingungen für die Entstehung der Substanzen in Sonnennähe andere sind als in grösstem Abstande, so müssen sich auch im Kometenschweif die Substanzen während ihrer Entstehung mit dem Abstand von der Sonne wandeln. In der Tat ist dieses auch der Fall. Mit der Sonnenannäherung ist ein prachtvoller Wechsel der Leuchtfarben des Kometen verbunden. Von einem Tag zum anderen ändert er oft seine zuerst grünlich-blaue Farbe plötzlich in goldgelb.

Wendet sich der Komet wieder der Sonne ab, dann kehren sich die Spannungsverhältnisse der aktuellen Sonnenelektrizität und somit die Erscheinungen um. In Anbetracht des verhältnismässig geringen Kernvolumens der Kometen haben sie durch ihren starken Ausströmungsverlust, insbesondere in Sonnennähe, keine allzu lange Lebensdauer. Da die Kometen wenig Masse besitzen, so ist deren Eigenwirbel sehr steil aufsteigend.

Die Kometenbahnen und die Rückläufigkeit einiger Kometen

Dieses steile Ansteigen der Eigenwirbel verursacht in Verbindung mit der rückseitigen Staukomponente des Sonnengrösstwirbels die langgezogene Bahn. Ist der Eigenwirbel äusserst steil, dann it die resultierende Kraft der Staukomponenten rückläufig gerichtet, d. h. der Komet wandert nicht in gleicher Richtung wie die Planeten um die Sonne, sondern entgegengesetzt. Infolge dieser grossen Steilheit der Wirbel haben die rückläufigen Kometen auch durchweg sehr schlanke, langgezogene Ellipsenbahnen. Wir haben bisher nur von der Wirbelgesetzmässigkeit unseres Sonnensystems gesprochen. Es ist keineswegs anzunehmen, dass dieses Gesetz nur auf unser Sonnensystem beschränkt bleiben kann, im Gegenteil, es muss sehr wahrscheinlich auch allen anderen Weltsystemen ausserhalb unseres Sonnensystems zu Grund liegen.

Die Spiralnebel

In der Tat sind auch schon mittels der Riesenteleskope über zwei Milliarden Spiralgebilde im Weltenraum ermittelt worden. Soweit die Beobachtungsresultate über die Spiralnebel bekannt geworden sind, stimmen dieselben – insbesondere was die Bewegungsrichtung der Spiralarme, des Kernes und die Entstehung neuer Sterne anbelangt – in allen Einzelheiten mit dem beschriebenen Wirbelgesetz überein. Wir müssen nun annehmen, dass alle Spiralnebel, einschliesslich unseres Milchstrassensystems, zu welchem unser Sonnensystem gehört, einem Universalwirbel unterliegen, innerhalb dessen sich alle Spiralnebelsysteme durch ihren gleichen Strömungssinn gegenseitig abstossen, jedoch die Peripherie des Universalwirbels nicht überschreiten können, weil die von aussen nach innen wirkenden Staueffekte dieselbe daran hindern würden. Genau so, wie die Planeten unseres Sonnensystems durch die von aussen nach innen wirkenden Staueffekte nicht ausserhalb des Sonnensystems gelangen können.

Dem Strömungsprinzip der aktuellen Sonnenelektrizität unseres Sonnensystems – wie überhaupt aller Sonnensysteme – liegt die Bewegungsform der Lemniskata zu Grunde. Sie beginnt bei der Sonne vom Äquator nach beiden Seiten bis zu hohen Breitengraden linksaufsteigend und strebt im Sinne des Uhrzeigers rechtsabsteigend den Polen der Planeten zu. Von den Planeten strömt nunmehr die aktuelle Sonnenelektrizität vom Äquator ebenfalls bis zu hohen Breitengraden rechtsaufsteigend und strebt im entgegengesetzten Drehsinn des Uhrzeigers linksabsteigend beiden Polen der Monde zu. Von dem Äquator der Monde strömt diesesmal linksaufsteigend die aktuelle Sonnenelektrizität bis zu hohen Breitengraden der Monde wieder aus. Damit ordnen sich die Planeten- und Mondenwirbelströmungen wieder harmonisch in die Strömungsrichtung des Sonnengrösstwirbels ein.

Das Milchstrassensystem

Von aussen gesehen wäre innerhalb der Milchstrasse das ganze Sternenmeer in einen Universalwirbel eingebettet. Da sich nun aber unser Sonnensystem etwa in der Ebene des Milchstrassensystems befindet und auch annähernd in der Mitte desselben, so müssen wir logischerweise auch annehmen – ohne unbescheiden zu werden, dass unser Sonnensystem den Mittelpunkt der Milchstrassenschöpfung bildet. Es ist keineswegs einzusehen und auch logisch nicht begründbar, warum unser Sonnensystem oder unsere Erde oder ausgerechnet der Mensch mit seinem Geist gegenüber dem unendlichen All ein Nichts bedeuten soll. Eine derartige Schlussfolgerung konnte nur einer einseitigen quantitativen Betrachtungsweise ohne Rücksicht auf das Qualitative in der Welt entspringen. Dass der Mensch im Verhältnis zum Universum ein Nichts sei und keinerlei – oder wenn schon, dann nur eine zufällige Rolle spiele, ist geradezu eine Verneinung unseres Lebens, eine Selbstverleugnung und ein Aufgeben des eigenen, höheren und schöpferischen Ichs. Der Weltschöpfung liegen Gedanken und ethische Gesetze höchster Ordnung zu Grunde, und der Mensch ist seiner ganzen Veranlagung nach zum Nachdenken dieser Gedanken und zum Nachleben dieser Ethik bestimmt; folglich ist auch der Mensch ein wesentliches Glied des Universums. Wir wollen daher das lebensverneinende, unfortschrittliche und niederschmetternde Du Bois-Reymond’sche Wort: "Ignorabimus" "Wir werden es nie wissen" ablehnen und diesem die lebensbejahenden, aufbauenden und fortschrittlichen Worte entgegenstellen: "Wir werden es wissen – aber nicht vor seiner Zeit!".

Vorschlag zum Bau eines strömungsgebundenen Kleinst-Satelliten als Antischwerkraft-Flugkörper

Aus unseren bisherigen Erkenntnissen drängt sich die Frage auf, ob es nicht möglich wäre, nach den hier aufgezeigten Strömungsgesetzen der aktuellen Sonnenelektrizität einen geräuschlosen Flugkörper zu bauen, welcher mit Hilfe der Gravitationskräfte sich beliebig nach oben oder nach unten bzw. nach der Seite steuern lässt. Wir haben erkannt, dass diejenige Kraft, welche wir als Magnetismus bezeichnen, das Gravitationsfeld der Sonne ist. Mit Hilfe dieser Kraft könnten wir uns nicht von der Erde erheben, weil die Gravitation der Erde uns daran hindern würde. Wir haben ausgeführt, das der sogenannte Magnetismus entsprechend dem Abstand Sonne-Erde, das verdichtete Gravitationsfeld der Sonne, also aktuelle Sonnenelektrizität mit grösserer Dicht und geringerer Spannung ist, während das Gravitationsfeld der Erde, aktuelle Erdenelektrizität mit geringer Dichte und hoher Spannung auszeichnet. Wir haben im Ersten Teil festgestellt, dass entgegengesetzte gleichartige Strömungsintensitäten einen Staueffekt bewirken, welcher von der verdichteten Seite nach der verdünnten oder Sogseite gerichtet ist, während ungleiche Strömungsintensitäten einen Differenzialeffekt bewirken. Genau so verhält es sich in den Strömungsbeziehungen der Planeten zur Sonne. Das Gravitationsfeld der Erde mit seiner Eigen-Grosswirbelströmung und hoher Spannung mit geringer Dichte bewirkt die Schwerkraft der Erde, während das Gravitationsfeld der Sonne mit deren Grösstwirbelströmung und mit dem entsprechend grösser werdenden Planetenabstand, zunehmender Dichte und abnehmender Spannung das Schwerkraftfeld der Sonne charakterisiert. Es ist nun ohne weiteres einzusehen, dass man die Schwerkraft der Erde nur mit einer gleichgearteten, entgegengesetzten Strömung mit gleicher Spannung und Dichte aufheben kann, während man mit den magnetische Kräften durch deren anders geartete Spannung und Dichte in Bezug auf die Schwerkraft der Erde nichts auszurichten vermag. Wir haben erkannt, dass die aktuelle Sonnenelektrizität immer den kälteren Polen zustrebt und im tiefsten Kältepol ihre grösste Dichte und ihre geringste Spannung hat. Ferner haben wir festgestellt, dass der tiefste Kältepol in der Kugelform seine gesetzmässige Gestalt findet, weil die aktuelle Sonnenelektrizität aus allen Richtungen naturgemäss dem tiefsten Kältepol zustrebt und andererseits der tiefste Kältepol an seiner äusseren Peripherie mit einer höheren Temperatur in Berührung kommt und demzufolge sich hier allseitig auszudehnen bestrebt. Wir nannten den tiefsten Kältepol die potentielle Elektrizität und die in Bewegung befindliche Elektrizität, also die sich entweder ausdehnende oder zusammenziehende Elektrizität, die aktuelle Elektrizität. Die potentielle Elektrizität kann man auch als die Kraft und die aktuelle Elektrizität als die Gegenkraft bezeichnen. Und diese Zone, in welcher sich diese beiden Kräfte gegenüberstehen, sich gewissermassen die Waage halten, haben wir als die dynamische Gleichgewichtszone bzw. als Wärmezone bezeichnet. In dieser Gleichgewichtszone sind also die sich gegenüberstehenden Kräfte gleich und bilden daher die genaue Form einer Kugel. Werden wir einmal in der Lage sein, Temperaturen zu erzeugen, welche weit unterhalb minus 273 Grad C liegen, dann wären wir imstande, potentielle Elektrizität zu speichern und zwar innerhalb einer genau hergestellten Hohlkugel aus Isolationsmaterial. Diese Speicherung wäre aber letzten Endes nichts anderes als ein kleiner künstlicher Satellit, welcher – wie die Planeten und Monde – dauernd von der aktuellen ost-westlichen Sonnenelektrizitätsströmung in absteigenden Polspiralen durchdrungen und die an dessen Äquator durch die Wärmezone wieder in aufsteigenden Spiralen zum Austritt gezwungen würde. Je nach der Temperatur un des Volumens der potentiellen Kernelektrizität der Kugel wäre entsprechend die Wirbelintensität. Da wir hier einen Miniatursatelliten vor uns hätten und die Wirbelintensität in ihrer Konzentration weitaus höher läge wie die Wirbelintensität der irdischen Substanzen, würde der Satellit, genau wie die Erde, direkt von der ost-westlichen aktuellen Sonnenelektrizität – also direkt von der Sonne kommend – über die Satellitenpole durchdrungen und hätte genau dieselbe Wirbelrichtung wie diejenige der Erde und der Planeten. Die von der dynamischen Gleichgewichtszone oder Wärmezone aufsteigende Eigenwirbelströmung des Kleinst-Satelliten befände sich nun genau wie die ost-westliche aufsteigende Eigenwirbelströmung der Erde in höchster Spannung und geringster Dichte. Aus diesem Grunde fände keine Anziehung der Erde, sondern eine Abstossung zwischen Erde und Satellit statt.

Die Aufladung des Kleinst-Satelliten müsste in einem evakuierten, wirbelfreien Raume stattfinden, welcher eine Temperatur weit unter minus 273 Grad C hat. In diesem Raume wäre um den Kleinst-Satelliten eine Spule mit möglichst grossem Leitungsquerschnitt anzubringen, deren Stromanschluss ausserhalb des Kühlraumes vorzusehen wäre. Die Polachse der Spule wäre nach der Wasserwaage in Nord-Südstellung zu montieren, wobei die Satellitenachse sich mit der Spulenachse decken müsste. Die Stromrichtung der Spule müsste in der Blickrichtung nach Süden im Sinne des Uhrzeigers fliessen. Bei einer wahrscheinlichen Temperatur ab minus 10'000 Grad C dürfte die Aufspeicherung des innerhalb der Kugel, entlang der inneren Spulenwindungen, fliessenden Feldes im Zentrum der Kugel sich verdichten und eine dynamische Kugelstauzone hier ihren Anfang nehmen. Wie lange der äussere Stromkreis fliessen muss, um eine genügend grosse Aufspeicherung potentieller Elektrizität im Kern der Kugel bzw. des Kleinst-Satelliten zu erhalten, muss die Erfahrung lehren. Jedenfalls muss die Wirbelintensität des Satelliten grösser sein als die Wirbelintensität an der Oberfläche der Erde um dem Satelliten nach oben eine Beschleunigung erteilen zu können. Die Wirbelintensität des Kleinst-Satelliten wird also erstens von der Kerntemperatur der potentiellen Elektrizität und zweitens von dem Volumen derselben abhängig sein. Je tiefer wir mit der Satelliten-Kerntemperatur herunterkommen und je grösser das Kernvolumen ist, desto grösser wird die Wirbelintensität und der Auftrieb des Satelliten sein. Um die Lenkbarkeit des Antischwerkraft-Flugkörpers bewirken zu können, sind mindestens drei Kleinst-Satelliten erforderlich, welche auf einem grösseren Kreis im Abstand von 120 Grad angeordnet sein müssen. Ein Satellit wäre fest zu montieren, während die beiden anderen auf dem Kreis gemeinsam beweglich sein müssen. Durch eine Verstellbarkeit der beiden Satelliten gegenüber dem feststehenden Satelliten, wäre man in der Lage, die Richtung des Flugkörpers zu steuern. Mechanisch würde der Aufbau eine Antischwerkraft-Flugkörpers keine Schwierigkeiten machen. Zur Aufnahme der Besatzung wäre oberhalb des Satellitendreieckes eine runde und flache Kuppel anzuordnen. Der Flugkörper hätte dann von aussen gesehen die Form einer flachen Riesenglocke. Die Abstände der einzelnen Satelliten müssten gross genug gewählt werden, um das Gleichgewicht des Systems genügend zu gewährleisten. Sind nun aber erst einmal die künstlichen Kleinst-Satelliten, wie beschrieben, geschaffen, dann wäre der konstruktive Aufbau dieses Antischwerkraft-Flugkörpers kein Problem. Die flache runde Glockenform hätte ausserdem auch den Vorteil, dass sie rein strömungstechnisch im Fluge innerhalb der Atmosphäre, sowohl schräg nach oben, als auch schräg nach unten und nach der Seite angepasst wäre. Der eventuelle Einwand, dass sich die auf dem tiefsten Kältepol befindliche potentielle Kernenergie in einer Umgebung mit höherer Temperatur nicht halten könne, haben wir hinreichend damit begründet, dass dieses Phänomen jedem Substanzkleinstteilchen und jedem Himmelskörper zu Grunde liegt.

Ausklang

Wir haben nun die verschiedenen Erscheinungsformen des Magnetismus, der Elektrizität, der Substanzbildung, der Schwerkraft, des Lichtes und der Himmelskörper kennengelernt und hierbei festgestellt, dass allen Erscheinungsformen gemeinsam eine Urkraft zu Grunde liegt, deren potentielle Energie sich zwischen dem tiefsten Kältepol und dem höchsten Wärmepol entfaltet. Diese Urkraft ist die Konstante der Welt; sie verliert nichts und sie gewinnt nichts, stets bleibt sie sich in ihrem Endprodukt: Dichte mal Spannung gleich. In ihrem ruhenden potentiellen Zustand ist sie homogen, dagegen ist sie in ihrem bewegten (aktuellen) Zustand inhomogen. Das Gesetz der Inhomogenität hat notwendigerweise das Gesetz der Wirbelbildung und dieses wiederum das Gesetz der Himmelsmechanik zur Folge. Jedes Gesetz resultiert aus einem anderen, und jedes stützt und ergänzt das andere. Alle Gesetze zusammen ergeben die statische und dynamische Ausgeglichenheit im Weltenraum.